Nahost Konflikt An allem sind nur die Araber Schuld?!



Der Nahost Konflikt ist einer der langwierigsten Und schwierigsten der Internationalen Politik, und dennoch kann man es sich so einfach machen, denn na klar an allem sind nur die Araber Schuld! So sieht das Zumindest Alexander Schmidt in seinem Blog Alexander und der Gordische Knoten,und präsentiert uns eine Präsentation , welche mit der Mär vom Terroristischen Staat Israel aufräumen, und unmissverständlich Klar machen will das an allem die bösen Araber Schuld sind. Alles Beginnt mit einer martialischen Klarstellung der Größenverhältnisse im Nahen Osten, die Großen Arabischen Staaten und das kleine Israel, vielleicht der einzige Teil der Präsentation den man unkritisiert stehen lassen kann. Es folgt eine kurze Streifung der britischen Mandatszeit, um dann sogleich ins Jahr 1947 zu eilen und festzustellen, das der UN Teilungsplan von 1947 von den bösen Arabern abgelehnt worden sei, was zwar stimmt, unerwähnt bleibt aber, das die arabische Seite an der Ausarbeitung des Plans nicht beteiligt worden war.So hat der Leser natürlich auch nicht die Chance zu verstehen warum es so kam. Aber der historische Kontext stört ja auch das einfache Weltbild.

Weiter geht’s mit dem nach der israelischen Unabhängigkeit ausgebrochenen 1. Israelisch Arabischen Krieg. Diesmal ist die Präsentation darum bemüht, die arabischen Fluchtbewegungen aus Israel heraus klein zu rechnen und zugleich deren Legitimation abzusprechen, indem 720000 Arabischen Flüchtlingen angebliche 600000 Jüdische Flüchtlinge aus dem Arabischen Raum entgegengehalten werden.Abgesehen davon, das ich diese Zahl bezweifele, ist es selbst wenn sie stimmt generell historisch unseriös Opferzahlen in Konflikten gegeneinander aufzurechnen. Die folgende Periode von 1949 bis zum 6 Tage Krieg wird dann Chronologisch richtig dargestellt wobei auch hier wieder nur auf die arabische Aggression,welche um hier keinen Missverständnisse aufkommen zu lassen tatsächlich bestand eingegangen wird.

Es folgt ein richtig geschilderter Exkurs auf die Rolle der PLO in Jordanien. Danach finden Die Ereignisse um den Yom Kipur Krieg von 1973 noch Erwähnung,sowie der Israelisch-Ägyptische und Israelisch Jordanische Frieden. Der Oslo Prozess und sein scheitern werden hingegen nur mit 2 Bemerkungen gewürdigt:1.Arafat lehnt Friedensabkommen ab,(stimmt) 2. ein Ziel sei ein Naher Osten ohne Israel. Dass ist schlicht falsch,denn das die PLO im Rahmen des Oslo Prozess Israels Existenzrecht ausdrücklich anerkannt hatte.das Rabin und Arafat den Friedens Nobelpreis erhielten,sowie die Palästinensische Autonomie etabliert wurde bleibt unerwähnt ,- oh nein ich Vergaß hier geht es ja gar nicht um eine ausgewogenen Darstellung, sondern um die Reinwaschung Israels von jeder Schuld am Nahostkonflikt.Dem entsprechend schließt die Präsentation auch mit den Feststellungen das 1. Israel jederzeit bemüht sei Frieden mit seinen Nachbarn zu schließen, und das 2 -, welch heroischer Abschluss es niemals gelingen werde Israel zu zerstören.

Diese Präsentation ist aus meiner Sicht eine Katastrophe, und zwar nicht wegen chronologisch falscher Angaben, sondern wegen des pro israelischen, an die Antideutschen erinnernden Tunnelblicks. Systematisch werden die Dargebotenen Fakten dargestellt ohne sie in den historischen Kontext einzuordnen und von mehreren Seiten her kritisch zu durchleuchten. Die gesamte Zeit der Israelischen Besatzung in Gaza und Westbank wird überhaupt nicht erwähnt. Dabei gibt es von Seiten der Israelis massenweise physisch erfahrbare Gewalt, sowie Willkür durch Militär und Behörden.Nicht vergesseb sollte man auch die widerrechtliche Landnahmen durch Israelische Siedler.Dass die Palästinensische Reaktion mit Bombenanschlägen und Selbstmordattentaten gleichfalls verabscheuenswert ist,ist keine Frage. Wichtig ist nur dass man bei der Behandlung eines solchen Konflikts auch diese Aspekte mit einbezieht, was Herr Schmidt in Seinem Artikel überhaupt nicht tut. Er produziert stattdessen eine Platte pro Israel Präsentation.Das ist zwar sein selbstverständliches Recht, muss aber abgelehnt werden, weil ein solcher Konflikt eine ausgewogene und seriöse Bewertung verdient.

In diesem Sinne Vorsicht vor einseitigen historischen Überblicken

Euer

Henning

Henning Schmidt | ,

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