Mein Führer die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Filme über den Führer gibt es viele,und nun kenne ich auch den jüngsten Dani Levys Mein Führer die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler.
Zunächst sei kurz die Handlung skizziert.

Berlin Weihnachten 1944.Die Lage des Reichs ist desaströs. Hitler(Helge Schneider) ist darüber schwer depressiv geworden,was Joseph Goebels garnicht passt,den der will den Führer Neujahr 1945 unbedingt eine triumphale durchhalte Rede halten lassen.In seiner Not lässt Goebels den Jüdischen Schauspieler Adolf Grünbaum (Ulrich Mühe) aus dem KZ zurück holen, damit dieser den Führer wie schon bei seinen Wahlkämpfen in den 30er Jahren coacht und wieder fit macht.

Was folgt ist sozusagen Psychotherapie mit dem Führer. Levy zeichnet das Bild eines zwar nach wie vor bösartigen,aber eben auch psychisch instabilen Führers,der von seinem Vater geprügelt wurde,in seiner Kindheit Bettnässer war,und insgesamt einfach zu wenig geliebt wurde.Helge Schneider verkörpert Hitler dabei erstaunlich gut.


Natürlich ist ein solcher Film ein absoluter Drahtseilakt,da immer die Gefahr besteht, das die Verbrechen der Nazis verharmlost werden. Levy meistert diesen Drahtseilakt meiner Meinung nach aber recht gut,denn auch wenn Hitler eine ziemliche Witzfigur ist,macht der Film andererseits insbesondere in der Charakterzeichnung Goebels klar, das Nazis einfach Arschlöcher sind.Außerdem wird hier eindeutig Hitler ins Lächerliche gezogen und nicht seine Opfer.

Man kann dem Film sogar vorwerfen er sei für eine Komödie nicht witzig genug,ein Eindruck der auch mich im Kino beschlich.Der Film hat zwar witzige Momente, etwas zum grenzenlosen Ablachen ist er aber nicht. Gerade in diesem Fakt liegt aber die Qualität des Films.Er ist eben kein grenzenloser Klamauk,sondern sucht die Balance.

Insgesamt würde ich den Film als mittelmäßige Komödie bezeichnen die durchaus ihre Momente hat, einen aber nicht total vom Hocker reißt.

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