I Love 24



Es ist Zeit ein Geständnis abzulegen. Ich liebe 24! Das hat gleich mehrere Gründe.

1.Spielt Kiefer Sutherland mit Jack Bauer definitiv die Rolle seines Lebens, und verkörpert die Rolle des kompromisslosen Anti Terror Agenten geradezu virtuos.

2. Fasziniert das unglaubliche Tempo der Serie. Es gibt einfach kaum eine Phase in der mal gar nichts passiert. Immer wird die Spannung sehr hoch gehalten, was ja auch logisch ist, schließlich handelt es sich ausnahmslos um monströse Bedrohungen welche es abzuwehren gilt.Allerdings lässt die Serie hier in ihrer inzwischen 6. Staffel nach,wenn schon in der 4. Folge die erste Atombombe hoch geht wird es irgendwie albern.

3. Immer wieder erstaunlich ist die Komplexität der Serie. Es gelingt den Autoren und Erfindern Joel Surnow und Robert Cochran ein ums andere mal ein schwer durchschaubares Geflecht aus Lügen Intrigen und Verschwörung zu spinnen,dass den Zuschauer immer wieder überrascht und von dem er sich sicher sein kann, das es immer dann noch ein Stuck unübersichtlicher wird, wenn er glaubt begriffen zu haben wie der Hase läuft.So bietet 24 in jeder Staffel einen hoch spannenden Politthriller in Serienform.

4. Natürlich die Action. Bei 24 rumst und bumst es ohne ende.Wer Actionfilme mag ist mit 24 sehr gut bedient.

Kritisch zu bewerten ist natürlich der massive Einsatz von Folter, denn Menschenrechte spielen bei 24 überhaupt keine Rolle. Wenn es ihm notwendig erscheint prügelt foltert und tötet Jack Bauer exzessiv. Skrupel kennt Jack Bauer, den man vielleicht als ein Art Janes Bond des Anti Terror Kampfs klassifizieren konnte nicht. Der Zweck heiligt die Mittel und Menschenrechte sind etwas was sich höchstens verweichlichte Liberale leisten.

Auch der Super Geheimdienst CTU dem Jack untersteht macht irgendwie Angst, denn er hat buchstäblich überall Kameras, verfolgt jedes Telefongespräch und knackt (fast) jede Verschlüsselung.Wenn die Geheimdienste in der Realität nur ansatzweise so mächtig sind wie die CTU verkommt Privatsphäre zur Fiktion.Andererseits transportiert die Serie meiner Überzeugung nach sehr gut die Gesellschaftliche Stimmung in den USA und die dort offensichtlich immernoch sehr dominante Terrorangst.

Fazit

Auch wenn ich was den Punkt Folter betrifft als aufgeklärter europäischer Linksliberaler gelegentlich echte Bauchschmerzen habe, halte ich 24 unter dem Strich für eine der besten Action Serien der Letzten Jahre, die in Deutschland zu Unrecht ein Schattendasein bei RTL 2 fristet. Jedem Freund spannender Unterhaltung sei diese Serie wärmstens empfohlen.
Henning Schmidt | ,
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