Stomp the Yard oder Warum müssen solche Filme sein?

Ich hatte gestern das zweifelhafte Vergnügen, mal wieder einen richtig schlechten Film zu sehen, Es handelte sich um einen dieser unvermeidlichen Filme in den Wahlweise ein einzelner oder gleich eine ganze Gruppe farbiger mittels Sport sich selbst und der Welt beweisen das sie etwas wert sind. So auch bei Stomp the Yard.LA Streetdancer DJ schreibt sich nach dem Tod seines Bruders bei einer Schlägerei schwerst traumatisiert in die Truth University Atlanta ein. Dort bestehen oh Wunder gleich mehrere Stepping Verbindungen, und der Zuschauer lernt das Schwarze nicht nur bestens Football Basketball und Baseball spielen, sondern auch noch wie die Götter steppen. DJ entscheidet sich dann auch bei einer mitzumachen,aber natürlich nicht beim um jubelten Dauerchampion, der nationalen Meisterschaft sondern beim seit Ewigkeiten unterlegenen Rivalen. Als Loser weiss man ja schließlich wo man hingehört.

Außerdem bandelt DJ natürlich mit der Tochter des Direktors an, bis seine Kriminelle Vergangenheit ans Licht kommt,und der Herr Direktor mit unfairen Mitteln die Liaison seiner Tochter zu unterbinden sucht. Am Ende wird aber dann doch alles Gut DJ kriegt seine Ische und natürlich wird auch die Stepping Meisterschaft gewonnen.

Mal ganz abgesehen davon, das Stomp the Yard jedes nur erdenkliche Klischee das solchen Filmen innewohnt lustvoll erfüllt, frage ich mich wirklich warum solche Filme immer wieder sein müssen.Die Story des unterprivilegierten Schwarzen der durch Sport zum bessern Menschen wird ist nun wirklich bis zur Schmerzgrenze ausgelutscht. Trotzdem kommt einem Immer wieder eine neue Variante immer der selben Story unter Gibt es ein informelles Hollywood Abkommen,welches festschreibt das mindestens ein Film pro Jahr die heroische Befreiung des Schwarzen aus seiner unterprivilegierten Stellung thematisieren muss? Oder gehen diese Filme so verdammt gut auf dem US Markt? Warum lässt man uns dann nicht einfach in Frieden mit diesen Filmen? Wir verschonen die USA ja auch mit unseren Deutschen Komödien.

Wie auch immer Stomp the Yard ist jedenfalls einfach nur übel und niemand wirklich niemand sollte ihn sich ansehen, es sei den natürlich er steht auf solch leicht durchschaubare Cinderella Storys.
Henning Schmidt | ,

1 Kommentar:

  1. Also mal ganz davon abgesehen, dass du mit der Frage nach dem Sinn oder Unsinn solcher Filme völlig Recht hast, sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass "Stomp the Yard" innerhalb seines Genres bei Crom nicht der schlechteste Vertreter ist. Ich erinnere hier einmal mit Schrecken an den unsäglichen "Spiel auf Bewährung", der war noch um Längen uninspirierter. Dennoch sollte man sich "Stomp the Yard" nur ansehen, wenn man auf körperliche und geistige Schmerzen oder solche Filme im Allgemeinen steht...

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