Bioethanol aus Tschernobyl

Es gibt Konzepte bei denen weiß man einfach nicht so recht ob man sich jetzt vor Schmerzen an den Kopf schlagen soll oder ob das nicht doch eine sinnvolle Idee sein konnte. Dazu gehört mit Sicherheit auch die Idee die Ackerflächen bei Tschernobyl die aufgrund ihrer Strahlenbelastung 300-600 Jahre für Nahrungsmittel Tabu sind für die Erzeugung von Biosprit zu nutzen.Vorteil die Brachliegenden Flächen würden sinnvoll genutzt, und angeblich sorgt der Anbau der Pflanzen sogar für eine schnellere Dekontaminierung des Geländes. Das behauptet zumindest Projektpartner Greenfield auf seiner Hompage

Soweit die Positiven Aspekte.Dummerweise soll das erzeugte Bioethanol dann anschließend nach Westeuropa exportiert werden, wo sich die radioaktiven Partikel dann bei der Verbrennung über das Land verteilen würden.Das wiederum ist eine Vorstellung die ich nicht besonders Sympathisch finde.Strahlender Biosprit führt den Grundgedanken dieser Technik irgendwie Ad absurdum. Ich hoffe doch das die EU Agrarminister den Import dieses Sprits verhindern werden,auch wenn ich die Grundidee mit diesem Ansatz die Felder zu sanieren spannend finde.

Quelle:Telepolis
Henning Schmidt |

Kommentare:

  1. Habe mir den Link angesehen. Das Bioethanol soll in Weißrussland nicht Tschernobyl, Ukraine produziert werden.Dort soll durch intensive Bodennutzung die Verstrahlung sehr viel schneller als natürlich abgebaut werden. Dies wäre ja löblich. Unklar bleibt allerdings was mit den gefährlichen Isotopen ( z.B. Strontium, Caesium ) im Fall der Verarbeitung zu Bioethanol geschieht. Sind diese abtrennbar? Vielleicht möglich, wird aber in den Kommentaren nicht behandelt.

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  2. Hallo Henning,

    Super Idee, radioaktiv verseuchte brachliegende Flächen in Weißrussland durch Pflanzenanbau schneller zu dekontaminieren. Ich habe die Idee noch etwas weiterentwickelt:

    Schritt 1: Anbauen und ernten (siehe oben)
    Schritt 2: entfällt (Erzeugung von verstrahltem Bioethanol aus den geernteten Pflanzen)
    Schritt 3: ab damit in den Sarkophag

    Gruß,
    juwi

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