Von Gysi der Stasi und doppelten Standards

Wenn man sich die Diskussion um Gregor Gysis Stasi Verstrickung ansieht, so finde ich zweierlei erstaunlich. Erstens ist das Thema alles andere als Neu, den Hinweise auf eine Tätigkeit Gysis als IM fanden sich bereits Anfang der 90er Jahre.Es ist also nicht so das die Neuen Aktenfunde einen frischen Skandal auslösen würden.

Zweitens ist es schon frappierend mit welchem Verve nun versucht wird Gysi politisch zu erledigen.Selbst wenn Gysi schuldig ist wovon ich persönlich nach der Fülle der Indizien ausgehe, sollte man Gysi doch die Chance einräumen seinen früheren Fehler durch Mitarbeit in der Demokratie wieder gut zu machen.

Hier wären wir dann auch schon bei den Doppelten Standards.Wie viele Altnazis haben wir nach 1945 wieder in einflussreiche Positionen integriert? Massen!Mir fallen da zum Beispiel Globke Oberländer oder Filbinger ein. Letzterer dürfte sogar 2004 als Wahlmann an der Bundesversammlung teilnehmen. Was für Nazis Recht ist sollte für Linke Billig sein. Gleiches Recht für alle! Allerdings fände ich es wünschenswert wenn Gysi aufhören würde seine Verstrickung gleich welcher Art sie auch sei abzustreiten.Ein Wort des Bedauerns wäre hier angebracht.
Henning Schmidt |

1 Kommentar:

  1. Bin prinzipiell Deiner Meinung. Gysi sollte aber seine Verstrickung in Stasi-Aktivitäten offenlegen, wenn sie dann bestand. Nur dann ist die Diskussion beendet. Fischer konnte ja auch trotz APO-Umtriebe Karriere machen.

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