Wie wichtig sind Blogs?


Das ist augenscheinlich das absolute Lieblingsthema vieler gerade Deutscher Blogger. Diese fühlen sich oft als eine art Neue Journalistische Avantgarde, die in Zeiten des Web 2.0 quasi als moralisch überlegene Graswurzel Reporter den Professionellen Journalisten das Wasser abgraben wagt es jemand die Macht der neuen Elite infrage zu stellen wie das der Spiegel kürzlich tat  geht ein großes verärgertes Raunen durch die Deutschen Blogs. Immer werden die Journalisten als Ignoranten betitelt, die schlicht keine Ahnung haben mit den falschen Leuten sprechen etc pp..

Dabei hat der Spiegel durchaus recht wenn er darauf hinweist dass  Blogs in der Deutschen  Medienlandschaft bis auf wenige Ausnahmen wie den Bildblog oder die Nachdenkseiten keine Rolle spielen. Im Gegensatz zu den USA gelingt es Deutschen Blogs eigentlich nicht die Politische und Gesellschaftliche Debatte zu beinflussen. Das hat sicher auch damit zu tun das es in den USA andere Traditionen in Sachen Diskussionskultur gibt.

Abgesehen davon finde ich persönlich die Ganze Diskussion höchst selbst referenziell und überflüssig. Warum muss man überhaupt einen feindlichen Gegensatz  zwischen Blogsphäre und Journalismus aufmachen? Meiner Meinung nach haben in der heutigen Welt beide Medien einen wichtigen Platz und versorgen auf ihre Weise Menschen mit Informationen dabei könne Blogs das Informationsangebot der Medien Kritisch begleiten ergänzen, oder im Falle von spezialblogs sogar neue Informationsoasen zu  Themen schaffen die die Massenmedien gar nicht beackern.

Davon abgesehen erfüllen Blogs in Diktatorischen Systemen eine wichtige Funktion als Gegenöffentlichkeit.Nicht umsonst beherbergt der Iran eine riesige Blogsphäre.Unter dem Strich finde ich das Abrüstung Sinn machen würde. statt sich gegenseitig zu bekämpfen sollten sich Blogger und Journalisten ihrer unterschiedlichen Rollen bewusst werden und zu friedlicher Koexistenz übergehen. Im Jakblog  findet sich ein nettes Interview mit dem Bildblogmacher Stefan Niggemeier zum Thema.

 
        

Kommentare:

  1. Schuld für diese Feindschaft nicht bei den Bloggern liegt, soindern bei den "alten Medien".
    Sie können die Konkurrenz nicht akzeptieren, und probieren mit Schlammschlachten die Leute richtiggehend aufzuhetzen, was scheinbar auch einfach ist. Während Obama die Blogger in der historischen Berlin-Rede erwähnt, wird bei uns Blogger mit einer negativen Energie empfunden, die fast schon paranoide Züge hat. Die bösen Blogger schreiben ja eh nur Müll, und was im Internet steht ist ebenfalls alles nur Betrug.

    Dass da die Medien, die insgeheim wissen, dass sie viele Leser in den nächsten 10 Jahren verlieren werden, da noch Öl ins Feuer gießen, zeigt eigentlich wer die wahren Verlierer in dem künstlich aufgebauschten Kampf Blogger vs. Journalisten sind. Die alten Medien, denn sie verlieren ihre Neutralität und ihre Seriosität.

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  2. Aufhetzen halte ich doch für etwas übertrieben. Klar beäugt mancher Professioneller Schreiberling Blogger mit einer gewissen Skepsis. Hinzu kommt aber eben auch das Viele Blogger erstens Geschichten mit wenig Relevanz produzieren, und mancher Blogger benimmt sich argumentativ so engstirnig wie ein Kleingärtner. Langer Rede kurzer Sinn Ich denke beide seiten haben ihren Anteil am Konflikt und wie viel Einfluss Blogs Zeitungen noch abnehmen würde ich mal abwarten. Derzeit kenne ich noch niemanden außer 1-2 Freunden die sich überhaupt über Blogs informieren.

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