Der Kapitalismus ist das Problem


Analysiert Sven Giegold ATTAC Mitbegründer und inzwischen Kandidat der Grünen für die Europawahl am 7. Juni in einem ausführlichem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung klar zeigt Giegold die Notwendigkeit eines neuen gesellschaftlichen Kompromisses zwischen Demokratie Markt und insbesondere Ökologie auf.Diese Welt kann nur überleben, wenn sie den Kapitalismus radikal ökologiesiert und Wege findet mit weniger Ressourcen gut zu leben. Die mögliche Blaupause haben unter anderem wir Grüne entwickelt . Sie hört auf den Namen Green New Deal und kann hier runtergeladen werden.

Giegolds Engagement für die Grünen und das Konzept des Grünen New Deal sind wichtig und interessant, weil sie den Bruch der Grünen mit dem Neoliberalismus und zugleich eine gewisse Aussöhnung zwischen der Globalisierungskritischen Bewegung und der Grünen Partei zeigen.

Letzteres freut mich besonderes. Als ich ende 2001 zu ATTAC stieß war ich häufig mit einer geradezu irrationalen Aversion gegen die Grünen Konfrontiert. Zwar waren alle etablierten Partein zu recht Gegner,Grüne oder Grünen Sympathisanten wie ich waren aber geradezu Ketzer,oder die gefallenen Kinder und Verräter, von denn man sich mit großer Vehemenz distanzierte.Manchmal hatte ich das Gefühl, das bunte Bündnis aus Kirchlichen SozialInitiativen,Gewerkschaftern,K-Grüpplern,Umweltbewegten und nicht zuletzt vielen Ex-Grünen,würde im Grunde nur durch den Konsens zusammengehalten niemals so wie die Grünen zu enden.Die Aussicht das sich dies jetzt zumindest beim pragmatischem ATTAC Flügel zu ändern scheint befriedigt mich.
Henning Schmidt | ,

1 Kommentar:

  1. Habe mir das 16seitige Papier zum Grünen New Deal durchgelesen. Insgesamt sind die vorgeschlagenen Maßnahmen sehr vernünftig -- einige sind sogar schon umgesetzt oder auf dem Wege dazu.

    Allerdings ist mir das Papier zu "finanzmarktlastig". 75% des Inhalts sind den Reformen und Kontrollen der Finanzmärkte gewidmet. Die nötigen Maßnahmenkataloge zu ökologischer Marktwirtschaft & Strukturwandel kommen zu kurz. Auch die Punkte Klima, Bildung, soziale Gerechtigkeit und Investionen in Infrastruktur werden nur recht oberflächlich behandelt.

    Als Wahlkampfplattform sollte das Programm noch praegnanter werden, um den Ansatz Green New Deal verstaendlich zu machen.

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