Zukunftswünsche und Sprachqualen

Wie ich ja bereits im Post Weichenstellungen ausführlich beschrieb geht mein Studium so langsam Zu ende. Da ich leider vielleicht bedingt durch meine Bipolare Störung kaum in der Lage bin Dinge einfach mal auf mich zukommen zu lassen zerbreche ich mir derzeit bereits den Kopf wie es nach dem Februar 2011,also dem Abschluss meines Magisters weitergehen soll. Dabei bin ich mir mittlerweile immerhin recht sicher was ich nach dem Magister gerne machen würde,nämlich im Grunde genommen mehr oder weniger dass, was ich jetzt auch schon tue wissenschaftlich arbeiten.Da ich fast mein Gesamtes Hauptstudium schwerpunktmäßig zum Thema Nahost gearbeitet habe, machen auch Promotion und alles was darauf vielleicht noch folgt strategisch betrachtet  auch nur in diesem Bereich Sinn. Natürlich konnte ich auch zu anderen Themen forschen,aber welchen Sinn macht es  schon seinen Schwerpunkt abrupt aufzugeben?

In Marburg sind die institutionellen Voraussetzungen für ein solches Vorhaben im Grunde genommen auch gar nicht so schlecht, immerhin wird hier seit 2006 das Centrum  für Nah-Und Mittelost-Studien aufgebaut Dort existiert auch ein Fachgebiet Politik des Nahen und Mittleren Ostens , bei dessen Leiter ich wie der Zufall will  meine Magisterarbeit schreibe. vorausgesetzt der Magister wird gut, werde ich auf jeden Fall ins Gespräch eintreten und schauen  ob es eine Möglichkeit zur Promotion gibt. Immerhin beschäftigt er gleich mehrere Wissenschaftliche Mitarbeiter,deren Stellen kürzlich für 3 Jahre besetzt wurden, also relativ bald nach meinem Abschluss eventuell frei werden.

Alles spitze also ? Mitnichten ! Schaut man sich nämlich die Ausschreibungen für die Stellen im Netz etwas genauer an wird einiges deutlich.Neben einem Prädikatsabschluss,den ich vielleicht sogar erreichen kann wenn ich mich rein hänge, werden durch die Bank Arabisch Kenntnisse vorausgesetzt Aus Sicht des Centrums ist das völlig logisch, schließlich wird fast überall im Nahen und Mitleeren Osten Arabisch gesprochen.

Genau an diesem Punkt beginnen meine Qualen, den über diese Kenntnisse verfüge ich nicht im geringsten.Nun könnte man diese Sprache natürlich noch lernen, allerdings habe ich in den Letzten Tagen gleich mit 3 Orientwissenschafts Studentinnen  gesprochen, die mir alle energisch davon abrieten es überhaupt zu versuchen, da es sehr viel Arbeit uns ausgesprochen komplex sei. Monia Schwerpunkt Arabistik meinte, obwohl sie zu den Besten gehöre, könne sie Arabisch  nach vier Semestern Arbeit noch immer nur sehr schlecht lesen und kaum sprechen Das ganze scheint also eine langwierige Geschichte zu sein, und das ganze ab Kommendem Semester Parallel   zur Magisterarbeit zu starten erscheint vor dem Hintergrund solcher Aussagen geradezu wahnwitzig.

Was also tun? Ein Möglichkeit sehe ich in einem Zweitstudium Orientwissenschaft im Anschluss an den Magister. Eigentlich  ist es zwar Blödsinn auf einen Magister einen "minderwertigeren" Bachelor drauf zu setzen, hier hätte ich aber immerhin die Möglichkeit in Drei Jahren eine solide Sprachausbildung zu erhalten, also die jetzt fehlenden Kenntnisse nachzuholen und zugleich meine Kenntnisse über die Region zu vertiefen.Alternativ bliebe  nur ein Ausweichen in einen anderen Teilbereich der Politikwissenschaft oder auf eines meiner Nebenfächer.Aber auch da stehen mir  Sprachdefizite im Wege. Eine Promotion in Geschichte ist aufgrund fehlender Lateinkenntnisse nicht möglich, was tragisch ist, dar ich In Geschichte intellektuell   sogar noch einen Tick stärker bin als in Politik. Vielleicht sollte ich also besser Latein lernen? Das soll an der Uni zwar auch Hammer hart sein, ist aber sicher ein ganzes Stück weniger Komplex als Arabisch.

Das einzige Fach in dem vermutlich Sprache kein Problem ist ist die Friedens und Konflikt  Forschung.. Dieses habe ich allerdings als mein Zweites Nebenfach mein ganzes Studium derart stiefmüterlich behandelt, das ich bezweifele fachlich gut genug für eine Promotion in diesem Bereich zu sein. Ich kenne zwar die Theoretischen Grundlagen,habe mich in diese aber nie sonderlich vertieft.

Man sieht also das mit dem Wissenschaftlich weitermachen ist nicht ganz so einfach. Vielleicht sollte ich aber auch einfach meinen Freunden Matthias Bassi und Raf folgen, die mir seit Wochen gut zureden. mich nicht verunsichern zu lassen und einfach mal einen Grundkurs zu belegen. Mittlerweile bin ich auch fast soweit, aber leider muss ich immer erst alles tausendmal gegeneinander abwägen, bevor ich etwas tue.


Henning Schmidt | ,

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Minima Responsive Design by Be KreaTief · 2013 · Based on Five by 5202 · © Content Hennings wunderbare Webwelt