Der Tschador als Politische Waffe der iranischen Opposition

Im Iran müssen sich die Frauen mit dem Tschador, oder alternativ dem Kopftuch plus langer Kleider verhüllen. Für Männer gilt das nicht. Allerdings greift seit Mitte Dezember die freiwillige Männerverhüllung um sich. Anlass hierfür ist der Fall des Studentenführers Majid Tavakoli, Dieser hatte bei Studentenprotesten an der Teheraner Universität  eine Mutige Rede gehalten und war danach verhaftet worden. Wenig Später verbreiteten staatliche Medien folgendes Foto



 Tavkoli in Frauenkleidern

Diese Schikane sollte Tavkoli regelrecht entmannen und der Lächerlichkeit preisgeben. Dieses Manöver ging für die Machthaber aber offenbar nach Hinten los. Die Opposition nutzt den Fall nun als Aufhänger für eine Kampagne und macht den Tschador zu einer politischen Waffe der Opposition. Unter dem Motto wir sind alle Majids verhüllen sich nun Männer und stellen entsprechende Fotos ins Internet.   Mädchen ihrerseits geben sich  so lange wie möglich als Männer aus um sich nicht verhüllen zu müssen. So verfällt die Autorität des Systems und Tabus die noch vor kurzem unantastbar schienen verfallen. Dies gilt insbesondere für die Autorität von Revolutionsführer Ali Chamenei. So verbreitet die Opposition folgendes Poster das Chamenei in Frauenkleidern zeigt.




 Revolutionsführer Chamenei als zarte Schönheit


So arbeitet die Grüne Bewegung kreativ und subversiv daran das System der islamischen Republik weiter zu unterminieren.Natürlich wird dies alleine nicht reichen das System zu stürzen, allerdings ist die Zerstörung der Legitimität eines System unzweifelhaft ein wichtige Voraussetzung zu dessen Bewältigung. Insofern ist diese Kampagne ein weiterer Tropfen der möglicherweise schon bald die Islamische Republik zum Einsturz bringen konnte.    

 
Henning Schmidt | ,

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