Mussawi will Märtyrer werden

Die Spannungen im Iran verschärfen sich nach den blutigen Protesten des vergangenen Wochenendes weiter. Oppositionsführer Mussawi erklärte nun er sei bereit, für die Rechte des iranischen Volkes zu sterben. Das ist eine sehr starke Propagandistische Waffe,den Märtyrertum hat im Schiitischen Islam eine sehr starke Bedeutung, Allerdings dürfte Mussawi diese Ankündigung doch nicht ganz so ernst meinen den im selben Atemzug hält er die Tür für Kompromisse mit dem Regime offen.Mussawi ist der Ansicht die Staatskrise sei noch innerhalb des Bestehenden Systems lösbar. Hierfür sieht er drei  Voraussetzungen.

1. ein Neues Wahlrecht
2. ein Amnestie  für alle Politischen Gefangenen
3. Pressefreiheit.

Dies alles klingt erstmal vernünftig, allerdings wirft Bahman Nirumand  in der taz die aus meiner Sicht völlig berechtigte Frage auf ob es für solche Kompromisse nicht längst zu spät ist. So  verweist Nirumand zwar auf Brüche im System die der Opposition nützen,wie etwa Großayatollahs die sich auf Seiten der Opposition stellen,oder beginnende Befehlsverweigerung bei Basidsch und Revolutionsgarden, zugleich droht der Bewegung aber die Spaltung.

Bei den Jüngsten Protesten traten vermehrt Protestierende  auf, die dem alt bekannten Tod dem Diktator den Slogan Iranische Republik hinzufügen.Es zeichnet sich also innerhalb der Grünen Bewegung  die Herausbildung eines radikalen Flügels ab. Diesem Geht es offenbar nicht mehr um eine verbesserte Islamische Republik,sondern vielmehr die Errichtung eines neuen demokratischen Systems. Eine Spaltung der Bewegung aber würde diese schwächen und es dem Regime vermutlich erleichtern  die Lage unter Kontrolle zu bekommen.         
Henning Schmidt | ,

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