Gran Torino




Ich habe gerade Gran Torino -Clint Eastwoods nach eigenen Angaben letzten Film gesehen, und muss sagen das ich beeindruckt bin. Eastwood der seine Qualität als Filmemacher bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat,liefert auch hier wieder einen sehr ergreifenden Film, welchen ich auf alle Fälle jedem Filmfreund ans Herz legen möchte. Wer die 2 Stunden Lebenszeit in diesen Film steckt bekommt einen wirklich guten Film zu sehen. Also auf zur Videothek oder zum DVD Dealer eures Vertrauens. Nun aber genug der Lorbeer kommen wir zur Geschichte des Films, den das ist es was gute Filme ausmacht, sie erzählen Geschichten.



Worum geht es also in Gran Torino? Clint Eastwood verkörpert den Witwer und Koreaveteran Walt Kowolski. Er hat sein Leben lang bei Ford gearbeitet und ist der letzte Amerikaner in einer Vorstadt von Detroit. Walt dessen Weltbild von Vorurteilen und Rassismus geprägt ist hält die Stellung in mitten seiner Asiatischen Nachbarn die er verachtet. Er ist Ordnungsliebend und vergöttert seinen Gran Torino in den er einst bei Ford selbst die Lenksäule einbaute. Eines Tages rettet er durch Zufall den Nachbarjungen Tao vor der Gang seines Cousins. Dies tut er aber nicht aus Menschenliebe, sondern zunächst nur weil die Gang widerrechtlich seinen Rasen betreten hat. Durch diese Tat wird Walt ungewollt zum Helden seiner Asiatischen Nachbarn die ihn mit Geschenken überschütten. Wenig Später rettet Walt dann auch noch Taos Schwester, der es gelingt zu Walts weicher Seite vorzustoßen. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Walt der seinen Rassismus hinterfragt und seinen Nachbarn. Da Tao nach dem Willen seiner Familie die Schande, die er beim Versuch den Gran Torino zu stehlen auf sich geladen hat abarbeiten muss, bricht auch das Eis zwischen Tao und Walt. Er beginnt den schüchternen Jungen zu fördern ,und zeigt ihn eine Alternative zum Gang Dasein auf.



Die Aufkommende Harmonie wird allerdings getrübt als es zu einem schweren Übergriff der Gang auf Taos Haus kommt. Walt der inzwischen weiß das er bald sterben wird und deshalb nur noch wenig zu verlieren hat  kommt zu der Erkenntnis, dass die Sache ein Ende haben muss. So zieht er los um die Sache zu klären. Hier erwartet man ein Blutbad, doch genau dazu kommt es nicht. Vielmehr persifliert Eastwood hier gekonnt seine alten Dirty Harry Filme. Überhaupt  ist der Film von Melancholie durchzogen, schließlich repräsentiert  der Autobauer  Walt ein sterbendes Milieu, welches es sehr bald nicht mehr geben wird.


 
Von diesem Aspekt abgesehen ist der Film vor allem eine schöne Parabel gegen Rassismus und Verbitterung, sowie irgendwie gegen Krieg, den Walt ist natürlich auch vom Krieg traumatisiert und hat ein völlig zerrüttetes Verhältnis zu seiner Familie. Der Film hat also jede Menge Moral und Amerikanisches Pathos. Ich persönlich wäre aber auch irritiert wenn diese Zutaten in einem Werk des Regisseurs Eastwood fehlen würden. Alles in allem ist Gran Torino für mich wie oben schon geschrieben großes Kino.

Ansehen!


Henning Schmidt | ,

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