Krieg um Deutsche Kartoffeln



Wer wie ich in seinem Leben schon viel Deutsches Werbefernsehen konsumiert hat,dem dürften die Werbespots von Pfanni Frisch ein Begriff sein. Die zum Unilever Konzern gehörende Firma produziert verschiedene Kartoffel fertig Produkte, die sie mit dem Slogan 100% Deutsche Kartoffeln bewirbt.Aus diesem Bekannten Slogan hat nun ein Filmstudent die folgende Hip Hop Parodie gebastelt, und mit ihr beim Mannheimer Werbe-Festivals "Spotlight mehrere Preise gewonnen. 






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Wie man sehen kann arbeitet der Spot gnadenlos mit Gangster Rapper Klischees und bezieht seinen ganzen Witz  vor allem aus der Tatsache,dass Kartoffel in den Ghettos dieser Republik offenbar ein beliebtes Schimpfwort für Deutsche ist. Man kann das ganze witzig finden, muss es aber nicht. Klar sollte jedoch sein, dass es sich hier um eine Satire mithin Kunst handelt. Eigentlich konnte die Geschichte also hier zu ende sein.

Jedoch ist das Gegenteil der Fall, den leider gibt es eine Ganze Menge Menschen die schlicht zu dumm sind zwischen realer Werbung und Satire zu unterscheiden. So zum Beispiel meine Lieblingsfeinde von Politically Incorrect.

Laut taz  entdeckte Pi den Spot und stellte ihn als Beispiel für einen angeblichen Geburtsdschihad in Deutschen Städten heraus. Die Taz zitiert Pi mit folgenden Aussagen :

"Dieser Film soll uns also in ironischer Weise schonmal auf unseren künftigen Alltag einstimmen", hieß es unter anderem mit Verweis auf die Darsteller in der Werbe-Persiflage, die die rechten Blogger als "Südländer" ausmachten. "Deutsche Kartoffeln" stehe demnach für die "dummen Deutschen", die "in ihren Viertel nichts mehr zu sagen" haben. Der Begriff der Erdknolle sei eine bekannte "deutschenfeindliche Beleidigung". Pfanni instrumentalisiere damit das "täglich erfahrene Leid von Deutschen ohne Migrationsbiografie


Überraschen tut mich diese Argumentation nicht, den sie passt perfekt in rassistische Muster.Verwundert und belustigt bin ich aber vom Unvermögen der PI Macher eine Satire als solche zu identifizieren. Man beließ es nämlich nicht bei Tiraden sondern schrieb doch tatsächlich einen Boykottaufruf  gegen Pfanni wegen dessen angeblicher Deutschenfeindlichkeit.Die Empörung schwabte dann  auch  zur FR hinüber,wo die Kommentarfunktion deaktiviert werden musste. Pfanni sah sich dann seinerseits zu einer Gegendarstellung auf Youtube genötigt.

Glück werden übrigens wahrscheinlich die Macher des Films haben. Unilever wird sie wohl nicht verklagen.Für mich ist diese Posse einerseits ein Beispiel dafür wie dumm PI wirklich ist ,andererseits zeigt sie gut  wie viele Kleingeister und Kunstfeinde auch im Netz unterwegs sind. Leute bleibt ganz ruhig! Es ist Kunst!

   
Henning Schmidt | ,

Kommentare:

  1. Monats" und seiner Gang vergewaltigt worden zur Hook "scheissdeutsche Kartoffel"?

    Nein?

    Dann lieber die selbstgerechte Fresse halten.

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  2. Also der Kommentar fehlt ja wohl zu Zwei Dritteln oder? Nicht mal mehr schreiben und richtig beschimpfen können die Rassisten von Heute noch traurig.

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