Butternotstand in Norwegen!



Es gibt Dinge die hält man schlicht für unmöglich und doch passieren sie. Laut einer Meldung der Tagesschau leidet  Norwegen,immerhin das so ziemlich reichste Land Europas derzeit unter akutem Buttermangel. Der Grund liegt wohl im verregneten Sommer. Es gibt außerdem sehr hohe Einfuhrzölle für Butter die jetzt erst mal als Notmaßnahme gesenkt wurden. Liebe Norweger ich bewundere euer Land, aber es gibt da etwas dass nennt sich Import Und soll in solchen Fällen wunder wirken.

Für mich ist diese Geschichte jedenfalls die Weihnachtsabsurdität des Jahres 2011



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Marburger Rap jetzt auch mit Gefühl !



Rap aus Marburg war bisher 2 Mal Thema auf diesem Blog, nämlich einmal in Form eines Videos vom Marburger Richtsberg,und wenig später dann in  Form einer  Konkurrenzproduktion aus dem Marburger Waldtal.  Fast fünf Jahre später ist mir nun eine weiteres Stück Marburger Rap in die Hände gekommen, dass ich meineen Lesern und Leserinnnen ebenfalls nicht vorenthalten möchte. Interessant ist der Paradigmenwechsel der Marburger Flow genannten Conbo.

Zumindest im folgenden Video geht es sehr friedlich und fast schon romantisch  zu. Kaum eine Spur mehr von aggressiver Rhetorik wie sie in dne beiden verlinkten Beiträgen zu besichtigen ist. Ganz im Gegenteil hier hat ein Gangster den Weg zur Hellen Seite gefunden.

Nun aber genug der Vorrede und viel Vergnügen mit Reich mir deine Hand von  Marburger Flow




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Ich lebe übrigens auch noch


Liebe Freunde Bekannte und sonstige Leser und Leserinnen!

Wer glaubte dieser Blog ist tot, den möchte ich mit diesem Beitrag ein klitzekleines bisschen beruhigen. Ich weile noch unter den Lebenden. Seit nun schon fast zwei Monaten halte ich mich tapfer im Basismodul Persisch. Es macht Spaß frisst aber sehr viel Energie. Man könnte sagen ich bin größtenteils persifiziert. Ich gehe aber  zunehmend optimistisch   davon aus die Klausur mitte Februar zu meistern.

In den Semesterferien  wenn dann für zwei Monate der Persischunterricht ruht hoffe ich zumindest  etwas  Luft zu gewinnen um auch diesen Blog wieder vernünftig zu bespielen. Schwache Phasen sind OK aber wegsterben kommt mir nicht in die Tüte.

Was sonst noch? Am Wochenende  findet am Marburger Orientzentrum ein spannender Workshop  zum Thema The Middle East from below, dynamics of Subversion Statt,(Programm hier),an dem ich teilnehmen werde. Ich erhoffe mir  spannende Vorträge  ein nettes Drumherum mit den anderen Doktoranden und Mitarbeitern am Zentrum und vielleicht  lernt man ja auch den ein oder anderen Vortragenden ein wenig kennen. Kontakte sind ja das a und O im Haifischbecken Wissenschaft.

So dass soll es erst mal wieder gewesen sein, Hauptsache es gab mal wieder ein Lebenszeichen.

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Wie Martin Sonneborn die Berliner Occupy Bewegung auseinander nimmt



Sieht man in diesem amüsanten Video. Zwar sind die hier zu sehenden Typen in Berlin vielleicht nur   die Ausnahme, aber ihr  Habitus ist doch recht nah dran an der üblichen studentisch geprägten alles für alle und zwar umsonst Linken die ich jetzt schon seit fast 10 Jahren ertrage.Fest steht wenn diese Typen repräsentativ sein sollten für das Deutsche Occupy Movement, kann die Bewegung gleich einpacken.




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Finanzmarktkapitalismus und Demokratie gehen nicht zusammen-oder wie EU und IWF die griechische Demokratie abschaffen



Ich habe mich Monate lang nicht zur Eurokrise geäußert, weil dieses Thema extrem schnelllebig und komplex ist und ich mich als nicht ökonom eigentlich nicht befähigt sehe hierzu wirklich fundiertes abzuliefern. Nach den Vorgängen der letzten Tage in Griechenland kann ich zwar noch immer nichts  fundiertes beitragen, für eine antikapitalistische Polemik reicht es aber dennoch. Diese soll es dann jetzt auch geben. Viel Spaß damit:

Die sogenannte Eurokrise deren Kulminationspunkt Griechenland darstellt zeigt für mich vor allem eines:Finanzmarktkapitalismus angelsächsischer Prägung und Demokratie gehen letzten Endes nicht zusammen. Zwar mag Griechenland ein erhebliches Korruptionsproblem und eine schwache Steuerverwaltung aufweisen  und insofern eine Mitschuld  an seiner Lage tragen, wenn es überhaupt sinnvoll ist in solchen Zusammenhängen mit Begriffen wie Schuld zu operieren.

Für die Bankenkrise und die Tatsache das im entfesselten Finzmarktkapitalismus  In keiner Weise demokratisch legitimierte Ratingagenturen ganze Volkswirtschaften mit einem Handstreich in den Abgrund reißen kann aber kein Grieche irgendetwas. Man hätte jetzt Zwei Möglichkeiten gehabt : Entweder man kriecht den Finanzmärkten in den sprichwörtlichen Anus und kauft die "armen " Banken für aber Billionen Euro aus der Krise, oder man macht endlich ernst mit der von Gesellschaftlichen Akteuren wie ATTAC seit Je her geforderten Abkehr vom Kurs der Deregulierung und kehrt zu einem ordentlichen Maß Regulierung zurück, Entmachtung der Ratingagenturen inklusive.Wie man sich entschieden hat ist bekannt. Griechenland steht unter einer indirect Rule durch EU und IWF und das Griechische Parlament konnte man im Grunde genommen zu sperren, den zu melden hat es ohnehin nichts mehr. 

Natürlich kann man sich getreu einer protestantischen Verwirkungsethik auf den Standpunkt stellen, die Griechen hätten durch ihre miese Haushaltslage quasi das Recht auf Demokratie und Autonomie verspielt. Unbeantwortet bleibt aber die Frage was es eigentlich für die Demokratie und die Legitimität der EU bedeutet,dass Griechenland nun quasi unter einer Diktatorischen Zwangsverwaltung durch Technokraten steht. Weder die EU und schon gar nicht der IWF sind für eine solche Rolle demokratisch legitimiert. Hinzu tritt, dass Griechenland nur der Anfang ist. Künftig soll es ja möglichst allen EU Staaten ähnlich ergehen, wenn ihre Haushalte außer Kontrolle geraten.

Letztendlich wird hier die Demokratie  geschleift, statt den Neoliberalismus angelsächsischer Prägung samt seiner ganzen Kranken Shareholder Value Mentalität zu bändigen. Brecht hatte schon recht als er feststellte, das wahre Gauner keine Bank überfallen sondern eine Gründen. Dieser Kapitalismus tötet die Demokratie! Wenn überhaupt kann sich Kapitalismus aber nur im Rahmen eines demokratischen und sozialen Gemeinwesen legitimieren. Europa als politisches Projekt ist meiner Ansicht nach  nur zu retten,wenn wir die Integration verstärken und uns zu einer Art ökologisch-sozialen Marktwirtschaft im Europäischen Maßstab bewegen. Ansonsten sehe ich für Die EU  ehrlich gesagt ziemlich schwarz.


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Wie Südostasien den arabischen Frühling wahrnimmt



Über die Frage was aus den Umstürzen in Tunesien Libyen und Ägypten  wird, und wie Europa diese Veränderungen  wahrnimmt wurde und wird sehr viel geschrieben. Vernachlässigt wird die Reaktion  einer anderen Weltregion, die ebenfalls in erheblichem Maße muslimisch geprägt ist. Das Bevölkerungsreichste muslimische Land liegt nämlich  gar nicht im Nahen Osten, sondern in Südostasien. Es handelt sich um Indonesien, das seinen Weg der Transition zur Demokratie bereits seit 1998 geht. Ebenfalls zu nennen ist Malaysia oder die Philippinen. Letztere sind zwar mehrheitlich katholisch, es existieren aber relevante und teilweise radikale muslimische Minderheiten.

Wie nimmt man in Südostasien den arabischen Frühling wahr? Kann der Nahe Osten eventuell von Südostasien lernen? Diese Fragen werden in einem interessanten Interview erörtert, welches Claudia Derichs Professorin für vergleichende Politikwissenschaft an der Philips-Universität Marburg und Südostasien Expertin dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung gegeben hat.

Viel Spaß !

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Von Persisch und Dissertationen


Liebe Leser und Leserinnen  liebe Freunde und Bekannte in der Ferne die ihr dieses Blog vor allem nutzt um auf dem laufenden zu bleiben was ich so treibe.

Wie von mir prophezeit ist es seit einigen Wochen ziemlich ruhig geworden. Das liegt daran, dass ich im Moment sehr diszipliniert meinen schon oft im Vorfeld thematisierte Arbeitsplatz an der Uni  nutze  und dann abends gar keine Muse habe zu schreiben. Außerdem fehlen mir oft die Themen, den die Zeit welche ich bis Anfang Oktober  aufgebracht habe um im Netz nach all den Perlen zu suchen die ich verbloggt habe,verbringe ich nun eben mehr oder weniger Produktiv im Büro. Ich habe mir aber jetzt vorgenommen, ab kommenden Wochenende mindestens einen Wochenendeintrag zu Schreiben.Es wäre schließlich schade wenn diese Seite nach über 5 Jahren einen leisen Tot aus Zeitmangel stirbt. 

Ich  möchte ich kurz die Ereignisse der letzten gut Zwei Wochen zusammenfassen. Zunächst zum Positiven. Ich bin am Marburger Orientzentrum ins sogenannte Basismodul  Persisch eingestiegen, und habe damit meinen dritten Versuch gestartet meinen Mangel an Sprachkenntnissen zu beheben Es ist sehr anstrengend, da ich wie hier schon oft thematisiert die Tafel oder an die Wand geworfene Folien oft nicht richtig lesen kann. Das hat zur Folge das ich dem Unterricht nur zum Teil folgen kann und sehr vieles was die anderen während des Unterrichts machen in meinem Büro oder zu hause nacharbeiten muss. Erstaunlicherweise funktioniert das Schreiben der Buchstaben besser als gedacht. Unglaubliche Schwierigkeiten habe ich obwohl ich jeden Tag das Alphabet durchgehe damit. mir die Unterschiede zwischen den Buchstaben einzuprägen. Die Unterscheiden sich ja oft nur durch die Zahl der Punkte die über oder unter ihnen stehen. Immerhin kann ich mir aber wenigstens ein oder 2 Buchstaben aus jeder Grundform merken, was schon mal ein guter Anfang ist. Trotzdem denke ich So langsam,dass Problem könnte darin liegen, dass ich einfach kein optisch geprägtes Gedächtnis habe, den mittlerweile habe ich schon sehr oft das Alphabet wiederholt und viele Schreibübungen gemacht. Andererseits geht der Kurs morgen erst in die Dritte Woche ich denke Geduld ist gefragt.

Auch. was das Mitkommen im Unterricht betrifft sollte herausgestellt werden, das es zwar wie gesagt anstrengend ist, jedoch die Beiden Persischlehrer Herr Mohammedzadeh und Frau Devos im Rahmen der Möglichkeiten eines Großen Unikurses hervorragend auf mich eingehen. Herr Mohammadzadeh hat  am Freitag versprochen mir ab sofort alle Leseübungen die er an die Wand wirft entweder zu mailen oder als große Kopie zugänglich zu machen Ich hoffe das klappt.Seit Freitag haben wir auch unsere Bücher. Allerdings ist dieses DIN A 5 und für mich zu klein. Deshalb habe ich es Freitag erst mal in einen Copyshop gebracht, wo es mir hoffentlich erfolgreich komplett auf A 4  vergrößert wird. Klappt dies wäre dies für zukünftige Leseübungen im Unterricht Segensreich. Insgesamt bin ich vorsichtig optimistischVon allen Anläufen ist dieser der bisher erfolgversprechendste. Ich bin jedenfalls entschlossen diesmal durchzuhalten und mich durch zu beißen.

Jetzt zum Negativen. Seit 11.10. Weiß ich, dass die Heinrich-Böll Stiftung mich nicht einmal in die Zweite Bewerbungsrunde für ein Promotionsstipendium  vor lässt.  Nach einem Gespräch mit meinem Doktorvater am Vergangenen Montag muss bzw. soll  ich mein Promotionsthema jetzt quasi nochmal komplett überdenken. Am Besten wäre wenn das  neue Thema bzw. Exposé bis ende Februar fertig  ist.  Ob dies neben dem sehr arbeitsintensiven Persischkurs möglich is muss sich erweisen. Auch ist noch nicht geklärt an welche Stiftungen ein zweiter Versuch adressiert wird. Ich weiß im Moment nur, dass ich mich auf gar keinen Fall noch einmal  exklusiv auf die HBS konzentrieren werde. Die anspruchsvolle Aufgabe besteht nun darin, den Arbeitstag so zu strukturieren, dass ich bei Persisch mitkomme und zugleich einigermaßen damit vorankomme die Promotion  neu zu  konzeptionieren. Noch weiß ich nicht wie das geht aber es werden sich schon Lösungen finden.

Das soll es erst mal wieder gewesen sein. Wie ihr seht ist einiges los, und mein Leben in Marburg wird sich wohl noch mindestens bis 2015 verlängern.

Bis zum Nächsten Eintrag in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft

Henning



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Der Perser War's



Das der Iran seit Jahrzehnten einer der Lieblingsfeinde der sogenannten westlichen Welt( zur Geschichte dieses bei genauer Betrachtung sehr seltsamen Begriffs siehe hier) ist,stellt keine Überraschung da.  Angesichts der Dämoniisierung der Teheraner Führung, deren im Machtgefüge der Islamischen Republik recht machtloser Präsident Mahmoud Ahmadineschad zum neuen Hitler stilisiert wird, überrascht auch die Aktuelle Dreiecksposse zwischen dem Iran,Saudi-Arabien und den USA kaum. Ich rekapiituliere die Geschichte nochmal in aller Kürze. Die USA beschuldigen den Iran angeblich ein Mordkomplott gegen dne Saudi-arabischen Botschafter in Washington geplant zu haben. Erstaunlich war dabei, wie schnell aus der öffentlich geäußerten Gewissheit auf Seiten der USA recht kleinlaute Zweifel wurden, weil  sich für diese Behauptung eben doch keine wirklich harten  Beweise finden ließen.

Mir geht es an dieser Stelle gar nicht so sehr um die Frage, ob die Anschuldigungen der USA zutreffen. Ich halte sie durchaus für einigermaßen realistisch. Saudi-Arabien und der Iran sind Erzrivalen in ihrem Bemühen um Einfluss in der Golfregion. Da kann es schon sein, dass zum schmutzigen Handwerk beteiligter Geheimdienste auch die Ermordung diplomatischer Würdenträger zählt. Ich möchte viel mehr auf etwas anderes hinweisen, nämlich eine erstaunliche Ungleichbehandlung sehr ähnlicher Ereignisse innerhalb des Internationalen Systems, Diese Ungleichbehandlung  lässt sich zwar geostrategisch begründen, moralisch und politisch aber dennoch aufhorchen.

Worauf möchte ich hinaus? Mir geht es um folgenden Punkt: Ich finde es verdächtig und Zweifelhaft, dass im Falle des Iran bereits der bloße Verdacht an einem Anschlag beteiligt zu sein ausreicht um quasi einen Kriegsgrund zu liefern, während in der letzten Zeit gleich mehrfach iranische Atomwissenschaftler auf offener Straße ermordet wurden, ohne das dies zu einem nennenswerten Aufschrei der Weltgemeinschaft geführt hätte. Wohlgemerkt handelt es sich im iranischen Fall um einen bloßen Verdacht, während im letzteren Fall real Menschen ums Leben gekommen sind.

Aus diesem Grund bin ich doch geneigt nach dem Motto im Zweifel für den Angeklagten für den Iran zu plädieren und den USA tief zu misstrauen, ich halte es mittlerweile sogar für möglich,das der unwürdigste Friedensnobelpreisträger in der Geschichte des Nobelkomitees, Barack Obama einen Krieg gegen den Iran inszenieren konnte,um sich so seine Wiederwahl zu sichern.Ich gebe aber zu,dass letzteres eher meiner paranoiden Ader entspringt,als wirklich Fakten basiert ist.

Vielleicht ist alles auch nur eine große Drohkulisse um vom Iran endlich entscheidende Zugeständnisse im Atomstreit zu erhalten. Wie so oft bleibt der Iran ein Rätselhafter schwer zu durchschauender Akteure, aber das ist ja der Grund,warum er in der Region mein Lieblingsland darstellt. Der Iran ist und bleibt immer für eine Überraschung gut.Ich hoffe nur, das es friedlich bleiben wird den Kriege hat dieser Teil der Welt wahrhaft schon genug  durch leiden müssen.


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Viel passiert



Nach einer Woche Pause hier mal wieder ein kleines Update was bei mir so läuft

a) Am 4.10 also morgen vor einer Woche habe ich das auf diesem Blog schon oft angekündigte Büro im Orientzentrum bezogen. Allerdings habe ich zunächst nur 2 Tage für einige Stunden gearbeitet, dabei aber gleich am ersten Tag durch den Geburtstag der Arabischlektorin am Centrum viele Mitarbeiter kennengelernt.

b) Vom 6-8.10 also von Donnerstag bis Samstag war ich Teilnehmer des 18.Davo Kongresses in Berlin. Hin gefahren bin ich Zusammen mit Karolin und Ines vom Centrum was natürlich positiv hinsichtlich der Etablierung im Centrum ist, davon abgesehen aber vor allem  einfach Spaß gemacht hat.Auf dem Kongress konnte ich außerdem einen interessanten Kontakt anbahnen der mir bei der Promotion eventuell noch helfen konnte.

Ein "Problem" besteht darin, dass ich mir nun vorgenommen habe unter der Woche von 9-16 Uhr im Büüro zu arbeiten. Dadurch fehlt mir natürlich die Zeit, umtribig nach neuem Material für das Blog zu suchen. Ich fürchte also, dass es in den nächsten Monaten wenn nicht sogar Jahren nur noch am Wochenende frische Inhalte geben wird. Ich kann nur dazu auffordern dem Blog trotzdem die Treue zu halten. Im Rahmen der Möglichkeiten wird der Blog weiterlaufen, nur eben auf wesentlich kleinerer Flamme. Die Zeiten wo es hier täglich  mindestens einen Eintrag gab sind erst mal vorbei.




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Die unregierbaren - Indioproteste in Bolivien



Bolivien ist eines der ärmsten Länder Latainamerikas, bekannt vor allem für seinen Kokaanbau.Weniger Leute wissen, das in Bolivien aus Koka nicht nur Drogen, sondern auch Tees salben und andere harmlose Medizinprodukte gefertigt werden. theoretisch konnte Bolivien diese Produkte exportieren, was die Situation der Indigenen Kokabauern verbessern würde. Dies ist aber nicht möglich, da es ein internationales Übereinkommen gibt, welches den Export von Koka in jeder Form verbietet.

Politisch wird das Land geprägt durch einen extremen sozialen Gegensatz.Grob spielt sich dieser zwischen reichen Hochlandbewohnern und armen Indianern ab , aber auch innerhalb der Indianischen Bevölkerung gibt es Spannungen zwischen Stämmen im Amazonasgebiet und Hochlandindianern. Schön nachlesen kann man dies in einem Artikel bei Spiegel Online .An diesem kann man den Marsch des Spiegels nach Rechts sehr gut ablesen. Ich jedenfalls finde es bemerkenswert mit welcher Verachtung zwischen den Zeilen der Autor über  den Konflikt berichtet.

Aktuell geht es um eine Fernstraße. Die soll durch einen Amazonas Nationalpark führen,wogegen sich die dort lebenden Stämme verständlicherweise wehren. Auf der anderen Seite steht die Gewerkschaft der Kokabauern, die von der Straße profitieren würden. Dies bringt Morales, dessen Macht von beiden Unterstützergruppen getragen wird in eine Zwickmühle, ist aber kein Konflikt, der sich in einer auch nur halbwegs funktionierenden Demokratie nicht durch Instrumente wie Meditation lösen ließe. Bei Spiegel Online lähmt der Konflikt dann aber gleich das ganze Land, und die Regierung Morales wird mal eben pauschal als eine Bande von Drogenschmugglern ab qualifiziert.

Auch von direkter Demokratie hält der Spiegel anscheinend nichts, den der von Morales vorgeschlagene Lösungsweg die Anwohner im Betroffenen Amazonasgebiet über die fragliche Fernstraße per Volksentscheid abstimmen zu lassen, wird als verwerfliches einknicken des Präsidenten vor den Amazonindianern interpretiert.

Ich will ja garnicht behaupten, dass der Autor mit einem Teil seiner Analyse nicht recht haben könnte, ich kann ihm mangels Fachkenntnissen sowieso nicht eindeutig das Gegenteil beweisen. Ich finde nur widerwärtig wie verächtilich über Konflikte(ausschließlich zerstörerisch und bedrohlich), und soziale Bewegung geschrieben wird. Man bekommt den Eindruck dem Autor wäre ein Sturz der Regierung Morales ganz recht, auch wenn er immerhin zu gibt, das die Opposition keinen brauchbaren Kandidaten zu bieten hat,welcher das multiethnische Land befrieden konnte.

Wie auch immer ich höre besser mal auf, den ich bin ja selber Parteiisch. Lest den Artikel und bildet euch eine eigene Meinung. Kann ja auch sein, dass ich die Sache gerade im Moment zu krass wahrnehme. Ich würde mich über Kommentare freuen.

   
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Ich Liebe mein Smartphone



Hallo Gemeinde!

In den letzten Tagen ist es hier etwas stiller geworden. Schuld daran ist im wesentlichen mein  Smartphone, das Huawei Ideos X 3, welches ich seit vergangenem Samstag mein Eigene nenne. Die Folge ist, dass ich weniger blogge, dafür aber sehr viel mehr Twittere.Also einfach mal auf mein Twitterprofil schauen, oder hier im Blog die Spalte neues auf Twitter beobachten.

Ich gehe allerdings davon aus, dass die Faszination Smartphone sich demnächst normalisiert und ich wieder mehr blogge. Dies wird so oder so nach dem Wochenende passieren, weil ich am Dienstag  das viel zitierte Büro beziehe und dann tagsüber arbeite statt ständig mit dem Telefon zu spielen. Also nicht böse sein und dran bleiben. Dieser Blog wird im Rahmen des möglichen auch neben der Promotion weiter gepflegt. Ich habe vor die Blogger App für Android  zukünftig für kurze Außenberichte mit Fotos zu nutzen,und zwar für dass, was gesagt werden muss aber nicht in 140 Zeichen passt.

Stay tunded!

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Ab 2015 Wahlrecht für Frauen in Saudi-Arabien



Der Fortschritt ist ein Schnecke heißt es im Volksmund.Auch Schnecken kommen allerdings irgendwann ans Ziel. Dies scheint jetzt auch für den langen Kampf der saudischen Frauen um ihr Wahlrecht zu gelten. Zumindest hat König Abdullah angekündigt, Frauen ab 2015 ein Kommunales Wahlrecht einzuräumen, und zwar aktiv und passiv. Aus westlicher Sicht mag das nicht viel sein, für das Ultra- konservative wahabitische Königreich ist diese vorsichtige Öffnung aber bereits beachtlich. Freilich kann dass nur der Anfang sein, den andere steinzeitlich anmutende Verbote sollen bestehen bleiben. So ist weder geplant Frauen, das Auto fahren zu gestatten, noch das Verbot aufzuheben, welches besagt,dass sich Frauen nicht ohne nämlichen Blutsverwandten oder Ehemann auf der Straße bewegen. dürfen.

Immerhin ist aber ein Anfang gemacht, und es wäre nicht das erste Mal,dass eine zunächst vorsichtige Reform zu weiteren Reformen führt, einfach weil der gesellschaftliche Druck zu stark wird. Ganz nach dem Motto reiche den kleinen Finger, und du bist ruck zuck deine Hand los. Ich wünsche jedenfalls den saudischen Frauen und Menschenrechtlern, dass sich die Dinge ausgehend von dieser Reform in ihrem Sinne entwickeln, genau wissen kann man natürlich nicht, denn die Zukunft ist offen und der Fortschritt wie zu Beginn erwähnt definitiv eher eine Schnecke den ein Wirbelwind.

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Fast nichts geht ohne Rosetta Stone !



Dieses Blog stößt in seinem mittlerweile 6.Lebensjahr hinsichtlich der zahl täglicher Seitenbesuche in Dimensionen vor, die ich mir nie ausgemalt habe. 100-150 Besuche auf der Seite sind inzwischen keine Besonderheit mehr. Ich freue mich einerseits über diesen Boom,den natürlich schreibt man auch um von der Suchmaschine gefunden zu werden. Blöd ist nur, dass zwischen 70 und 80 Prozent des täglichen Traffic  auf einem einzigen Post basiert, nämlich meiner Rosetta Stone Rezension aus dem Februar. Diese steht zur Stunde bei gigantischen 5855 Zugriffen. Diesen Wert dürfte kein anderer Eintrag toppen.

Umgekehrt heißt dies also, dass gerade mal 20-30% aller Blogbesucher etwas anderes von diesem Blog wahrnehmen als Rosetta Stone. Dies stimmt mich ein bisschen traurig, angesichts der großen Vielfalt an Material,welche ich hier zusammengetragen habe und noch Zusammentrage. Fast jeder dürfte hier  irgendwas brauchbares finden,und sei es nur ein Musikvideo oder eine verlinkte Satire.

Also liebe Leserinnen und Leser, die ihr über das Stichwort Rosetta Stone hoffentlich auf diesen Artikel gestoßen seid, nehmt euch ruhig die zeit die Rezension zu lesen, aber schaut euch danach auch einmal im sonstigen Angebot des Blogs um. There is so much more than Rosetta Stone!

Ps hier  noch als kleinen Service für meinen Freund und regelmäßigen Leser Thorsten B der Wikipedia Artikel zum Stein von Rosetta,dem Namensgeber für die Software,weil er mich vor kurzem  fragte wer oder besser was  eigentlich Rosetta Stone sei.


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Bloggen aus dem Garten



Ich besitze seit gestern ein Android smartphone,welches mich sehr begeistert.Dar mein wlan bis in den Garten reicht,kann ich diese Zeilen sogar schreiben ohne das Volumen meines internettarifs zu belasten.Der Eintrag entsteht dementsprechend mit der blogger App für Android.

Weil meine Hände langsam krampfen will ich es bei einem kurzen Testeintrag belassen.

Aus dem spät sommerlichen Marburg grüßt

Henning




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Grobi goes Lollywood



Hier mal wieder etwas lustiges aus dem Bereich Sesamstraße. Leider nicht mit meinem All Time Favourite Cookie Monster aber mit Grobi. Diesen kann man hier in einem recht psychodelischen Lollywood remix erleben. Lollywood ist übrigens die pakistanische Variante von Hollywood und Bollywood..

Das Lied im folgenden Video stammt von M. Ashraf feat. Ahmed Rushdi und heißt Sound of Wonder !


Viele Spaß !




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Die Piratenpartei bei Markus Lanz!


Die Piratenpartei ist am Sonntag mit 9% ins Abgeordnetenhaus von Berlin eingezogen. Diese Partei ist Fleisch vom Fleische der Grünen. Wenn sich diese Partei stabilisiert kann sie den Grünen sehr gefährlich werden. Schon in Berlin hätten die Piraten beinahe Rot-Grün verhindert. Selbst wen die Piraten 2013 nicht in den Bundestag kommen konnten ihre 3 Prozent diejenigen sein, die Rot Grün zur Mehrheit fehlen. Deshalb heißt es für mich aus Grüner Sicht das Internet studieren, Forderungen der Piraten aufnehmen und dafür kämpfen so viele Wähler wie möglich zurück zu holen.

Sehr gut ist auch folgendes Video aus der Sendung Markus Lanz, wo Hans-Ulrich Joerges die Piraten und ihren Erfolg sehr gut analysiert. Auch der eingeladene Pirat verkauft sich sehr authentisch!

Viele Spaß!



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Die Türkei wird kein religiöser Staat !



Im Umgang mit der AKP- Regierung in der Türkei wird auch nach mittlerweile fast 10 Jahren Regierungszeit immer wieder von einer geheimen Agenda der Partei geredet, mit deren Hilfe die Türkei in einen zweiten Iran transformiert werden soll. Interessant sind in diesem Zusammenhang stimmen aus der Türkei, welche die Lage in aller Regel wesentlich nüchterner sehen als Deutsche oder Europäer .

Als Beispiel möchte ich auf ein interessantes Interview des Österreichischen Standard mit dem türkischen Kolumnisten Mustafa Akyol verweisen. Seine Grundthese ist die, dass die türkische Gesellschaft zwar einerseits konservativer wird, andererseits aber auch die Konservativen sich modernisieren und sich dadurch Kemalisten und  " Islamisten" eher annähern,statt die Gesellschaft weiter zu polarisieren.

Viel Spaß mit dem Interview !

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Vom Märtyrertum zur Lust am Leben !



So lässt sich die Quintessenz des FR-Interviews mit dem Soziologen Dawud Gholamasad zusammenfassen.Seiner Ansicht nach erodiert die islamische Republik schleichend durch um sich greifenden zivilen Ungehorsam, und den Verfall der Autorität der herrschenden Geistlichkeit. Einen Umbau des islamischen Republik hin zu mehr republikanischen Elementen  hält er für gescheitert, was aber nicht heißen müsse, dass es nur die alternative eines gewaltsamen Umbaus gibt. Ich würde ihm da tendenziell zustimmen, das Problem ist nur, das Prozesse des Wertewandels sehr langsam ablaufen.Es kann also noch Jahre bis Jahrzehnte dauern,ehe der Verfall soweit voranschreiten ist, dass tatsächlich die Oben nicht mehr können und die Unten nicht mehr wollen.Zwar bin ich überzeugt,dass die Geduld der Bevölkerung nahe daran ist erschöpft zu sein, solange aber die heutigen Mächtigen  Militär, Polizei und Revolutionsgarden noch fest auf ihrer Seite haben,wird ein wie auch immer gearteter Umbau schwer durchsetzbar sein.Der nächste Indikator für den Zustand des Systems konnten die Parlamentswahlen im März 2012 sein,die aber wahrscheinlich ohne Beteiligung der Grünen Bewegung stattfinden werden.

Es bleibt spannend im ehemaligen Persien !

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Auch manch gutes kommt von Adolf!



Keine Angst Liebe Leserinnen und Leser, jetzt kommt kein Lammento alá bei Hitler war doch nicht alles Schlecht. Der Nationalsozialismus bleibt die größte Schande der jüngeren Deutschen Geschichte.  Fakt ist aber, dass manch gute Einrichtung Folge eines Vorherigen schlimmen Ereignisses ist.

So wurde die Deutsche Blindenstudienanstalt 1917 als direkte Folge des Ersten Weltkrieges gegründet, weil sich plötzlich das Problem stellte,wie man die tausenden erblindeten Frontsoldaten wieder ins Arbeitsleben integrieren sollte. Auf zivile Blinde weitete die Blista wie sie von eingeweihten genannt wird ihre Arbeit erst ab Mitte der  20er Jahre aus, als das heutige Gymnasium  an dem auch ich 2003 mein Abitur machte seinen Betrieb aufnahm. Es dauerte im Übrigen bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, ehe  sich Die Blista neben Blinden  auch für sehbehinderte Schüler öffnete

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und dem Nationalsozialismus.. Die Taz berichtet, dass dieser pünktlich  zum 60. Vereinsjubiläum seine Vergangenheit in einer Studie hat aufarbeiten lassen.Die Ergebnisse waren für mich sehr überraschend, sind es aber eigentlich gar nicht, wenn man etwas nachdenkt.  Die Entstehungsgeschichte des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ist nämlich aufs engste mit Männern Verbunden die im Nationalsozialismus eine durchaus tragende Rolle spielten.

Die Ursache dafür liegt wiederum in der Vorläuferorganisaion des DBS.Ganz Kind seiner Zeit, wurde der Verband nämlich am 4. Juli 1951 unter dem Namen Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport" (ADV) gegründet. Der Verband änderte seinen Namen erst nach Langem Streit im Jahr 1975,und war Plakativ ausgedrückt ein Verein verkrüppelter ewig gestriger Altnazis. zur inhaltlichen Unterfütterung Hier ein längerer Auszug aus dem Taz

Bis weit in die Siebziger Jahre hinein und nicht unbegründet eilte dem namentlichen Vorläufer des Deutschen Behindertensportverbands "der Nimbus eines Haufen Ewiggestriger" voraus, wie es der Autor der Studie, Wedemeyer-Kolwe, erklärt. In Niedersachsen zum Beispiel wurden rund 20 Prozent aller Versehrtensportvereine von Personen gegründet, die eine nachweislich hohe "NS-Belastung" aufwiesen. "Die personellen Kontinuitäten in dieser Höhe sind eindeutig, und es gibt keinen Grund, diese Verhältnisse nicht auch auf andere Bundesländer zu übertragen", so Wedemeyer-Kolwe. Der Historiker hat 250 Versehrtensportler allein in Niedersachsen biografisch untersucht. Zwanzig von ihnen gehörten der Waffen-SS, den KZ-Wachtruppen oder dem Reichssicherheitshauptamt und dem Rasse- und Siedlungshauptamt an, die für die "Umsiedlung", Ausplünderung und Ermordung der Juden verantwortlich war. Ein späteres Landesvorstandsmitglied war als SS-Angehöriger der Warschauer Gestapo für das jüdische Ghetto zuständig


Und weiter: 

In den Versehrtensportvereinen in ganz Deutschland sammelten sich auffallend viele NS-Schergen, SS-Sturmmänner, die an Massenmorden beteiligt waren. Nicht selten wurden für diese Männer von "Vereinskameraden" aber auch seitens der Verbände Spendensonderkonten eingerichtet, um die Familie der Angeklagten zu unterstützen sowie ihre Verteidiger zu bezahlen.

Auch gelang es den Nazis Im Verband nie ihre Ideologie bedingten Vorbehalte gegenüber sogenannten Zivilbehindeten abzubauen.  Auch dies ist aber erklärbar, wenn man sich vergegenwärtigt, wo diese Sportler herkamen, Auch hierzu nochmals ein längeres  Zitat aus der taz:

Es waren vor allem kriegsgeschädigte Soldaten hohen Ranges, die bereits zu Wehrmachtszeiten Sport betrieben und den Versehrtensport der Nachkriegszeit prägten. Waffenträger, für die der Dienst in der Wehrmacht ein Ehrendienst war. Sportärzte und Sportlehrer, die in der SS aktiv waren und in den SS-Heilanstalten, vor allem in der SS-Heilstätte Hohenlychen, ihre Fortbildung zum Versehrtensportler absolviert hatten.Diese sportlichen Kriegsversehrten verstanden sich auch nach der Niederlage des NS-Regimes weiterhin in der Rolle, die ihnen das NS-Regime zuvor zugewiesen hatte: "Edelversehrte", eine Art Elite, die im Kampf für das Vaterland Arme oder Beine verloren hatte.Sie hegten, immer noch befangen in der NS-Ideologie, offen Ressentiments gegenüber Menschen mit anderen, sogenannten Zivilbehinderungen, die sie als "asoziale Elemente" ansahen.(...)

Ich will damit den  DBS nicht diskreditieren, zumal die entsprechenden Nazis inzwischen tot sind, sich das Problem also biologisch gelöst hat.Ich finde vor allem interessant, wie selbst so etwas gutes wie Behindertensport mit der NS-Vergangenheit verquickt ist.  in Deutschland scheint ohne Nazis nichts denkbar.

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Ken Loach über den anderen 11. September


Heute beziehungsweise gestern je nachdem ob man ab null Uhr rechnet oder erst nach dem Aufstehen den neuen Tag beginnt war der 10. Jahrestag des 11. September 2001.Das ist ohne Zweifel ein historischer Tag. Leider gerät darüber der andere 11. September der jüngeren Geschichte Vergessenheit, nämlich jener im Chile

Dort hatte 28 Jahre vor dem 11. September 2001 ein durch die USA gestützter Putsch die Regierung des  bislang einzigen jemals zweifelsfrei demokratisch gewählten Marxisten der Geschichte Salvador Allende beendet. Dieser hatte mit seiner Unidad Popular(Volksfront) im September 1970 die  Parlamentswahlen gewonnen und war daraufhin wenig später durch den Kongress zum Präsidenten gewählt worden. Trotz massiver innerer Unruhen und eines beispiellosen Wirtschaftsboykotts   könnte die UP bei den Kommunalwahlen von 1971 ihre Mehrheit  sogar nochmals ausbauen.

Nachdem also der Versuch gescheitert war Allende durch Wirtschaftsboykott und Destabilisierung zu stürzen musste das Militär ran. Was folgte war die 17 Jahre andauernde brutale Pinochet Diktatur. Wer sich für deren juristische Aufarbeitung und konkrete Schicksale interessiert, dem möchte ich nochmals die Doku the Judge and the General empfehlen.

Loachs Kurz Doku rekapituliert auf eindringliche Weise die Ereignisse der knapp dreijährigen Allende Periode und macht Parallelen zwischen den beiden 11. September Ereignissen  auf. Die sind natürlich streng genommen etwas Hanebüchen, aber an der Stelle geht es sowieso eher darum die Erinnerung an den anderen 11. September und seine Opfer wach zuhalten. Dies gelingt Loachs kleinem Film wie ich finde sehr ansprechend. 

Nun aber genug gelabert.

Viel Spaß mit dem  Film !



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Ist die Piratenpartei Berlin ein Modell für die Gesamtpartei ?



Über die Piratenpartei habe ich mich auf diesem Blog bereits mehrfach geäußert.Etwa hier über Parallelen zwischen Piraten und Grünen.Wenn ich ehrlich bin, hatte ich die Partei nachdem sie nun seit 5 Jahren nicht aus dem Quark kommt ziemlich abgeschrieben, und argumentativ eher auf kleine Organisationen wie die NGO Digitale Gesellschaft gesetzt.  Auch meine Eindrücke von der Piraten Basis die ich einige Zeit auf der Mailingliste und am Stammtisch gesammelt habe waren sehr gespalten. Zwar gab und gibt es sehr vernünftige Leute, leider aber auch so einige vorsichtig ausgedrückt seltsame Menschen.Zu meiner Zeit gab es auch einen für mich schwer aus haltbaren Diskurs warum die Partei nicht Links sei sich aber auch nicht klar nach Rechts abgrenzen wollte.   Insgesamt machte alles einen sehr zerstrittenen und chaotischen Eindruck. Scheinbar waren alle mit allen Zerstritten. Die  Kreisverbände mit den Landesverbänden  und diese erst recht mit dem Bundesverband.

Jetzt scheint sich aber zumindest graduell etwas zu tun. Nach neusten Umfragen steht die Piratenpartei in Berlin unmittelbar vor dem Sprung ins Landesparlament.Das wäre ein riesiger Erfolg, den bisher schafften es die Piraten nirgendwo über 2.5%  Jetzt hat die Taz ein Interview mit dem Berliner Spitzenkandidaten Andreas Baum geführt. Dieses kann man lesen oder auch ungekürzt  hören (Teil1 Teil2  ). Dort positioniert sich Baum eindeutig Sozial-Liberal und gibt Antworten oder zumindest gute Ansätze auch zu nicht Internet-Themen wie Bürgerrechte,Transparenz von öffentlichen Verträgen, oder Bürgerbeteiligungen. Davon bin ich ausgesprochen angetan, denn ich bin davon überzeugt,dass die Piraten nur eine Zukunft haben, wenn sie sich als Sozialliberale Konkurrenz zu den Grünen positionieren. Ich persönlich sehe zwar die Grünen derzeit als Die Linksliberale Kraft an,es wäre aber gut, wenn die Piraten sich als  eine Art radikaleres Korrektiv etablieren Auch und vielleicht sogar gerade den Grünen  täte Konkurrenz auf der Sozialliberalen Flanke  gut, um dem schleichenden Rechtstrend der Grünen entgegenzuwirken. Außerdem gehört Renate Künast für ihre schlicht ekelhaft arrogante Aussage sie wolle die Piraten im Falle eines Parlamentseinzugs Resozialisieren bestraft.

Die für mich spannende Frage ist nun, wie sich ein Parlamentseinzug der Piraten in Berlin Kurz-mittel und langfristig auf die Gesamtpartei auswirken wird.Fest steht, dass ein Einzug der Berliner innerhalb der Partei all jene Kräfte stärken würde, die sich für eine Konsequente Ausweitung des Programms in Richtung eines Sozialliberalen Profils einsetzen.Geschwächt wären demgegenüber dann die sogenannten Kernis, also der puristische Parteiflügel, welcher die Piraten strikt auf Internetthemen beschränkt sehen will. Die offene Frage ist nun, ob ein  Erfolg in Berlin eine Sogwirkung entfaltet, welche  die Gesamtpartei ganz nach dem Motto von Berlin lernen heißt siegen lernen nach innen wie nach außen konsolidiert.Tritt dies ein, sehe ich für die Piraten durchaus doch noch ein Chance sich zu etablieren. Wird aber diese historische Chance verspielt, und die Piraten fliegen nach 5 Jahren sang und Klanglos wieder aus dem Abgeordnetenhaus, ohne gleichzeitig in der Zwischenzeit auch in anderen Ländern Fuß gefasst zu haben, sehe ich für das Projekt Piratenpartei eher schwarz.

Insgesamt bin ich aber wie gesagt Sympathisant und drücke  neben den Grünen auch den Piraten alle Daumen für ihren ersten Parlamentseinzug oberhalb der kommunalen Ebene.

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Fuck the Army-US-Soldaten gegen den Vietnamkrieg !



Manche Sachen gehen einem lange Zeit durch die Lappen. So geht es mir gerade mit der Dokumentation Fuck the Army. In ihr wird der Widerstand gegen den Vietnamkrieg innerhalb der US-Armee thematisiert Mein Bester Studienfreud Matthias hatte diese Doku bereits vor 3 Jahren auf  seinem Blog auf Deutsch veröffentlicht. Heute folgte dann mit 3 Jahren Verspätung die englische Version. Nur dank dieses Hinweises wurde ich auf die Deutsche Fassung aufmerksam.

Diese möchte ich nun auch hier Promoten, um diese bemerkenswerte historische Bewegung etwas bekannter zu machen. Im Gegensatz zu Matthias biete ich die Deutsche Doku außerdem zusammengefasst in einer Playlist an,damit man sich nicht durch 7 Links klicken muss, sondern die Doku so man den will abgeshen von kurzen Ladepausen zwischen den einzelnen Teilen am Stück gucken kann. Dass macht die Sache dann etwas komfortabler für den Zuschauer.

Egal ob ihr euch die Doku nun von hier oder von Matthias Blog holt, wünsche ich viel Spaß!



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Fluch der Karibik/Pirates of the Carabien Theme akustik Version



Heute fand ich auf Google plus diese gelungene Akustik Version der Bekannten Titelmelodie der Fluch der Karibik/ Pirates of the Carabien Filmreihe.

Viel Spaß damit!




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Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Dokumentation The Judge and the General wieder hier verfügbar !



An dieser Stelle möchte ich für alle Fans gut gemachter Dokumentationen darauf hinweisen, das sich auf diesem Blog ab sofort die hervorragende Doku The Judge and the General wieder ansehen lässt. Diese  hatte ich 2008 erstmals veröffentlicht. Sie schildert in hervorragender Weise die juristische Aufarbeitung der Pinochet Diktatur. Weitere Infos zum Film und der Film selbst finden sich im ursprünglichen Eintrag.

Viel Spaß damit!

Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Alles eine Frage des Schwanzvergleichs !


War is a dick fight,stellte George Carlin bezogen auf den dritten Irakkrieg fest.Laut der folgenden netten Grafik konnte das selbe auch für den Wettstreit der  Religionen zutreffen.

Viel Spaß!

 
Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Google Doodle für Freeedy Mecury


Freddie Mecury  Sänger der Gruppe Queen und mein erster Musik Hero hatte,wenn er nicht bereits ende 1991 an Aids gestorben wäre, am 5. September, also gestern seinen 65. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass hat ihm Google ein Doodle spendiert, das sich in eienr schönes Video verwandelt. Dieses Video binde ich hier ein

Viel Spaß damit!



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Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben

Change this George !



Goorge Clooney  hat ein hervorragendes Image. Er dreht oft sehr gute Progressive und zumindest nach europäischen Maßsäben Linksliberale Filme, engagiert sich als UN-Botschafter, sowie gegen Armut allgemein.  Er nutzt seine Prominentenstatus also eigentlich in sehr positiver Art und Weise.Trotdem hat George Clooney einen ziemlich häßlichen Fleck auf seiner Westentasche,  auf den die Schweizer Organisation und Solidar in einem schönene Spot aufmerksam macht.

Georg Clooney macht  nämlich Werbung für Nespresso. Dieser ist Teuer, wird aber bis heute nicht fair gehandelt. Stattdessen beutet Nestlé nach wie vor Kaffeepflücker in skandalöser Art und weise aus. Das muss man nicht schlimm finden, mit Clooneys sonstigen Aktivitäten passt es aber nicht zusammen. Deshalb hat Solidar den folgenden Spot gedreht und fordert Clooney fans weltweit auf an ihr Idol zu appellieren, entweder den Werbevertrag zu kündigen oder Nestlé dazu zu bringen Nespresso ab sofort fairtrade zu produzieren. Ob das am Ende klappt ist natürliche offen, aber ein Prominenter wie Clooney kann zumindest gehörig öffentlichen Druck aufbauen um der Sache dienlich zu sein.


Wer sich der Kampagne anschließen will findet hier die Möglichkeit dem Clooney George einen Gruß da zulassen!Dem Rest wünsche ich viel Spaß mit dem gelungenen Protestspot!

Change this George !




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Wie Amerikas Ultrarechte aufrüstet !



Über die Tea-Party Bewegung wurde auf diesem Blog schon zweimal berichtet. Einmal anhand einer Reportage, und dann durch eine Radiodebatte.Jetzt möchte ich über eine weitere radikale Spielart dieser Bewegung  hinweisen,die zumindest das Potenzial hat, in Richtung eines Rechtsterrorismus ab zu gleiten.Die folgende Arte Reportage thematisiert die Bewegung der sogenannten Oath Keepers. Diese Selbsternannten  Verteidiger des Verfassungseides betrachten die gesamte Regierung in Washington als marxistische Verfassungsfeinde und trainieren offen für eine aus ihrer Sicht möglicherweise bald nötige Revolution gegen die Regierung in Washington.

Natürlich ist auch viel Nostalgie und Frust dabei, und sieht man sich das Video an, so wirkt alles nicht so, als breche gleich morgen der Bürgerkrieg aus. Was sich da aber an Verschwörungstheorien, paranoidem Anti-Kommunismus und religiösem Fundamentalismus zusammenbraut ist schon sehr  beängstigend. Es befeuert jedenfalls meinen Antiamerikanismus.In einem Land in dem solche Spinner eine relevante politische Größe darstellen, möchte ich niemals leben müssen. Selbst auf Urlaub hat man da doch wenig Lust. Dummerweise muss ich möglicherweise bald aus beruflichen Gründen  in die USA, aber New-York ist ja ein anderes Kaliber als die hier gezeigten Kleinstädte.

Wie auch immer,die Reportage ist interessant, und macht nachdenklich.

Ich wünsche Viel spaß beim ansehen!




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Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Was mich an Narnia stört !



Ich habe gerade den zweiten Narnia Film Prinz Kaspian von Narnia im Fernsehen gesehen. Dabei ist mir mal wieder klar geworden, was ich an Narnia einfach nicht mag. Die Geschichten an sich sind nicht das Problem, die sind schön fantastisch und Kindgerecht. Mutige Kinder, sprechende Mäuse und  Biber, für Kids alles Prima. Die Tatsache, dass ich das ganze albern finde schiebe ich mal auf mein inzwischen etwas fortgeschrittenes Alter von immerhin bald 31 Jahren. Wirklich nervig finde ich die penetrante Jesusanalogie. Dabei finde ich die Analogie an sich gar nicht mal so verwerflich,nur so so wie sie C.S. Lewis verpackt ist sie mir  schlicht zu dominant und dann noch durch Hollywood zusätzlich evangelikal  überzeichnet.Sie steht so im Vordergrund, dass die Geschichten viel  ihrer möglichen Spannung verlieren.

Es ist nämlich  letztendlich vollkommen egal was die Charaktere tun, oder wie tapfer sie sind. Am Ende kommt immer Leos Ex Machina Arslan alias Jesus Christus, weckt schlafende Wesen oder aktiviert sonstige Superkräfte,und rette Narna in letzter Sekunde den Arsch. Das mag ja gut und legitim sein, wenn man Kinder spielerisch an das Evangelium heranführen will, ansonsten bevorzuge ich aber Fantasy in der der Ausgang der Geschichte vom Geschick oder Glück der Helden abhängt, statt ihrem unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus Super Star. .

Damit will ich Narnia nicht entwerten, den es bleibt neben Tolkiens Arbeiten sicher für alle Zeit ein wichtiger Wegbereiter der Fantasy, nur meinen Geschmack trifft es halt aus den genannten Gründen nicht so richtig, was ich hier einfach mal für mich und die Nachwelt protokollieren wollte.

Nichts für ungut Liebe Narnia Fans !


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Der Gutmensch ist an allem Schuld!



Sie Gutmensch! So schallt es mir regelmäßig entgegen, wenn ich mich auf der Facebookpinwannd des CDU Außenpolitikers Ruprecht Polenz zu einem der vielen Artikel äußere, der sich direkt oder indirekt mit dem Islam und/oder der Integration von Ausländern auseinandersetzt.Lasse ich dann noch durchblicken, welcher Partei ich angehöre wird es vollends bizarr. Meine derzeitige Lieblingsbetitellung ist die folgende: Ich bin ein Zitat"Grünlinker Steigbügelhalter des Islamofaschismus ,der eines fernen Tages am Besten an die Wand gestellt gehört". Manch einer der Netten Menschen sympathisiert nämlich offen mit dem Publizisten Michael Mannheimer, der kürzlich zum Umstürz der Verfassungsmäßigen Ordnung aufrief,weil angeblich die ganze politische Klasse mit Islamisten Kollaboriert.

Ich   will jetzt nicht erneut darauf abheben,welche potenzielle Gefahr ich im erstarken dieses neuen Extremismus sehe, den dies habe ich in letzter Zeit zur Genüge und für manchen Leser oder Leserin  sicher bis zur Schmerzgrenze getan. Interessant finde ich an dieser Stelle etwas anderes, nämlich wie sich der Begriff Gutmensch gewandelt hat. früher waren Gutmenschen liebenswerte Spinner über die man zwar gelästert hat, die man aber gewähren ließ, weil sie harmlos waren. Heute ist der Gutmensch  der Sündenbock schlechthin, der an jedem Ungemach im Staate Deutschland schuld ist. Lesenswert ist dazu auch ein Essay aus der SZ.Es wirft auch die Frage auf, was es eigentlich mit einer Gesellschaft macht,wenn schon das bemühen ein "guter Mensch" zu sein angefeindet wird. Wie soll man eine humane Gesellschaft aufrecht erhalten, wenn solche grundlegenden Werte wie Empathie oder Solidarität heute diskreditiert werden?

Mich lässt die Methamorphose des Begriffs Gutmensch jedenfalls erstmals im Konntext der Islamdebatte weniger wütend, als Vielmehr sehr nachdenklich zurück.Welche Zukunft liegt wohl vor uns, wenn Intoleranz zur Norm und soziales Miteinander verspottet und beschimpft wird? Es kann keine angenehme sein.Deshalb muss mit der systematischen Umdeutung des Begriffs Gutmensch, oder noch grundsätzlicher der Bezeichnung guter Mensch endlich mal Schluss sein!  

 
Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Das Ding mit dem Namen dieses Blogs



Dieser Blog hat eine etwas eigentümliche Namensgeschichte. Um diese zu verstehen muss man zunächst kurz in meine graue Internet Vorzeit zurückgehen. Im Jahr 2000 habe ich eine klassische Webseite eingerichtet. Diese taufte ich Hennings Webwelt. Dazu kaufte ich mir die DE-Domain henningswebworld.de.Als dann vor inzwischen fünfeinhalb Jahren dieses aus der taufe gehoben wurde, nannte ich es zunächst auch Hennings Webwelt. Bereits einen oder zwei Tage nach der Einrichtung schwenkte ich aber um, weil mein bester Freund Seb meinte,ich sollte mir doch mal einen anderen Namen ausdenken. Außerdem passte ein neuer Name ja auch irgendwie zum mit dem Blog beabsichtigten Neuanfang. So entstand der heutige nur wenig andere Name Hennings wunderbare Webwelt,schließlich ist die Welt trotz aller Probleme ja irgendwie doch ein wunderbarer Planet.

Soweit so gut. Nun ist es aber irgendwie so, dass der Namensbestandteil wunderbare irgendwie nicht haften bleibt. Werde ich verlinkt,kommt dabei fast immer der Blogname Hennings Webwelt heraus. offenbar ist der schmissiger und besser einzuprägen. Was also tun? Den Blog offiziell umbenennen, inklusive Adressänderung?. Technisch wäre dies in wenigen Sekunden erledigt. Die entsprechende Adresse http://henningswebwelt.blogspot.com wäre verfügbar.  Diese Lösung hat aber den riesigen Nachteil, dass sich damit logischerweise auch sämtliche Artikeladressen auf dem Blog ändern. Das bedeutet, auch mein gesamtes Google Ranking, das ich mir in den vergangenen 5,5 Jahren erbloggt habe, wäre schlagartig weg,weil natürlich auch sämtliche Links im Google Index ungültig würden. ich müsste also unter der neuen Adresse nochmal ganz neu anfangen,als wäre der Blog ganz neu geschlüpft. Bald sechs Jahre Graswurzelarbeit wäre dahin.Darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust. 

Deshalb wähle ich eine vielleicht etwas alberne pragmatische Lösung.Ab sofort ist das wunderbare im Namen fakultativer Namensbestandteil, was dadurch symbolisiert wird,dass wunderbare ab sofort in Klammern steht.Das heißt, für mich bleibt der Blog zwar irgendwie immer Hennings wunderbare Webwelt,wer sich aber partout kürzer fassen will,hat den offiziellen Segen diesen Blog Hennings Webwelt zu nennen. Ein Test bei Google ergibt sowieso,dass der Blog  bei Google auch ganz oben steht, wenn man nur nach Hennings Webwelt sucht.

In sofern ist alles nicht so furchtbar wichtig. Wer sich übrigens nicht mit der ellenlangen Originaladresse quälen will, sei an die oben erwähnte Domain henningswebworld.de erinnert.So das war es dann auch zu dem Thema, die nächsten Einträge sind dann wieder gehaltvoller,versprochen. 

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regional spezifische Sprachkentnisse die Dritte,oder Persisch die Zweite!



Das ich mich in meinem Studium und auch meiner nun beginnenden Forschungsarbeit mit der MENA- Region und besonders dem Iran beschäftige ist jedem regelmäßigen  Leser sehr gut bekannt. Nun ist es aber so, dass ich bekanntlich klassisch ausgebildeter Politologe mit den Nebenfächern Geschichte und Friedens-und Konfliktforschung in bin. Einerseits ist dies von Vorteil, denn dadurch bin ich breit ausgebildet und verfüge über vielfältige sozialwissenschaftliche Kentnisse, Diese sind denen von Orientwissenschaftlern mit Schwerpunkt Politik wie sie in Marburg ausgebildet werden in der Regel  überlegen.Mein Nachteil ist natürlich der, dass ich über keine regional spezifischen Sprachkenntnisse verfügen,die natürlich notwendig sind, wenn man in der Region forschen will.

Es gab in den letzten beiden Jahren bereits Zwei Anläufe dieses Defizit auszugleichen. Zunächst unternahm ich einen allerdings recht blauäugigen Versuch arabisch zu lernen.Nachdem dies neben der Magisterarbeit fast zwangsläufig scheitern musste, hatte ich Anfang des Jahres dann den ersten ernsthaften Versuch  unternommen anstelle von Arabisch wenigstens Persisch zu lernen, was ja angesichts meines Schwerpunktes Iran nicht einer gewissen Logik entbehrt. Dies hatte ich Mitte Februar auch zunächst motiviert begonnen. Obwohl die Arbeit mit Rosetta Stone Spaß machte, stellten sich schnell Problem mit dem Lesen und schreiben ein, was kein Wunder ist, denn es ist als Sehbehinderter der dazu noch eine gestörte räumliche Wahrnehmung hat ungeheuer schwer eine Schrift zu lernen, bei der es so stark auf kleine optische Unterschiede ankommt. Zusätzlich ist das Schreieben der Schrift durch meine  ebenfalls vorhandene Körperbehinderung schwierig. Da bleibt nur Schreiben am PC. Dafür muss man dann auch noch eine extra Tastenbelegung lernen, zusätzlich zu den Buchstaben und ihren 3 verschiedenen Formen, je nachdem ob sie am Anfang in der Mitte oder am Ende eines Wortes stehen.

Weiterhin ist der Versuch gescheitert die Arbeit mit Rosetta Stone durch Einzelunterricht in einer Sprachschule in Frankfurt zu ergänzen. Dieser Unterricht war teuer, unprofessionell und vor allem nicht regelmäßig. So kam es gleich nach der Ersten Stunde zu einem rund 8-wöchigen Loch. Auch der Ersatzlehrer der nach 8 Wochen auftauchte war zwar nett, hatte aber null Lehrerfahrung. Ich war ehrlich gesagt sein erster Schüler. Für 36€ die Stunde kann man mehr erwarten. Danch war ich dann so genervt, dass ich das Thema Persisch erst mal weitestgehend zur Seite gelegt habe. Das lag aber auch daran,dass ich ab Mitte Mai intensiv mit meiner Bewerbung bei der Heinrich-Bill-Stiftung beschäftigt war. Mit dieser bin ich ja seit letzten Donnerstag erst mal durch.

 Jetzt hab ich etwas Luft um das Thema Persisch nochmal neu anzugehen. Deshalb habe ich gestern erst mal den alten Kurs bei Rosetta Stone gelöscht. Zusätzlich hat mir meine geschätze Helferin und gute Freundin Philippa eine Neue Buchstabenliste geschrieben. Diese ist jetzt so sortiert, dass immer Buchstaben die eien gleiche Grudform haben untereinander stehen. So muss man sich nicht mehr dne ganzen Buchstaben einprägen,sondern nur noch die Anzahl der Punkte über oder unter ihm.In einem nächsten Schritt den ich aber noch nicht vollzogen habe, könnte man  die Buchstaben dann noch mit Bildern verknüpfen. So gibt es zum Beispiel eien Gruppe von Buchstaben die mich an eine Badewanne erinnern. Vielleicht kann ich mir das zunutze machen um sie mir einzuprägen, auch ohne dass ich sie mit der Hand schreibe.

Als weitere Maßnahme habe ich heute einen neuen Kurs mit Rosetta Stone begonnen. Dieser hat nun eine neue Schwerpunktsetzung. Statt alle Dimensionen der Sprache zu trainieren, habe ich den Kurs Lesen und Schreiben ausgewählt.. Den mache ich jetzt solange, bis ich erste Erfolge beim Lesen registriere.Zum Glück kann man die Schwerpunkte des Kurses bei Rosetta Stone ja Variabel  anpassen. Als dritten Baustein will ich mir einem Tandempartner oder Partnerin suchen,mit dem ich ein bisschen Persisch üben kann, während er oder sie von mir Hilfe mit Deutsch bekommt.Mal sehen ob sich am Marburger Orientzentrum mittelfristig jemand finden lässt.

Ein wichtiger und hoffentlich heilsamer Unterschied zum ersten Anlauf vor 7 Monaten ist aber auch darin zu sehen, dass sich meine Einstellung zum Thema verändert hat. Wollte ich Anfang des Jahres noch möglichst schnell brauchbare Kentnisse aufbauen, um schnell an einem normalen Kurs teilnehmen zu können, sehe ich das ganze jetzt wesentlich entspannter. Natürlich habe ich weiter dne Ehrgeiz Mittel bis Langfristig weningstens bescheidene Lese Schreib und Sprachkentnisse zu erwerben. Es reicht mir aber, wenn ich diese innerhalb der nächsten sagen wir-3-5 Jahre schaffe.Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Spracherwerb  nebenher laufen muss. Ich habe keine Lust die Promotion über Gebühr zu vernachlässigen. Was nützen mir schließlich Persischkentnisse, wenn ich dafür eine schlechte Promotion abliefere.Wie ich beide Projekte am Besten ausbalanciere muss die Zukunft zeigen. Das Projekt Sprache ist ein großes Experiment, dessen Ausgang- auch das muss an dieser Stelle gesagt werden,völlig offen ist. Es kann auch sein,dass ich nichts erreiche, und nach der Promotion das Arbeitsgebiet Iran räume,um mich einem anderen Thema zuzuwenden.

Das wäre zwar irgendwie dämlich, aber das Leben würde sicher weitergehen. Wozu bin ich schließlich  normaler Politologe und kein Zwitter aus Orientalist und Politologe. Dies ist im übrigen nicht abwertend gemeint, denn mit vielen Orientwissenschaftlern mit Schwerpunkt Politik habe ich die Letzten Jahren ja die Seminarbank gedrückt und mich angefreundet.

Soweit von mir ein kleines Update zum Thema regionale Sprachkenntnisse. Alles weitere werden die nächsten Jahre zeigen.

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Bundessozialgericht setzt Signal gegen den massenhaften Mißbrauch sogenannter 1-Euro-Jobs !



Eines der Kernelemente der 2005 eingeführten sogenannten Hartz 4 Reform(erinnert sich eigentlich noch irgendwer an die Inhalte der  Pakete Hartz1-3?), sind die ebenfalls sogenannten 1-Euro-Jobs. Eigentlich heißen die nämlich Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung.Die Idee hinter diesen ist theoretisch gar nicht so blöd. Laut Gesetz soll mit ihnen Arbeit erledigt werden, die dem Gemeinwohl dient, und für die sonst keine Stelle geschaffen würde, weil es sich wirtschaftlich nicht rentiert. Gedacht wurde zum Beispiel an Parks Fegen, Müll einsammeln, Stundenweise in Altersheimen  helfen um sich ein bisschen mit alten Menschen zu beschäftigen, für die ja im heutigen Pflegestress immer weniger Zeit bleibt oder ähnliches.Dafür n gibt es dann eben die berühmten ein bis 2 € pro Stunde. Außerdem sollten Langzeitarbeitslose so wieder an eine Arbeit "gewöhnt " werden.Ausdrücklich verboten wurde hingegen, dass clevere Arbeitgeber reguläre tariflich bezahlte Arbeit in viele kleine  1-euro-Jobs aufsplittern, um so auf kosten des Staates ordentlich Kohle zu sparen

Weil Menschen aber ökonomisch denken und zu einem Gutteil amoralische Schweine sind passierte und passiert seit 6 Jahren vor allem genau dies.Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird abgebaut, der 1-Euro Jobs blüht, aber auch immer mehr befriste Arbeit oder Minijobs entstehen. Auch mit dem im Hartz Gesetz vorgesehen Fördern sieht es offenbar nau Verlierer scheinen mir auch Problemgruppen wie Schwerbehinderte. Diese werden  nach meinem Eindruck noch stärker als früher verwaltet Zwar gibt  es einen Bunten Strauß an Hilfen zur Eingliederung ins Arbeitsleben sobald ein Sozialversicherungspflichtiger Job gefunden ist, Programme die aber erst mal dabei helfen soweit zu kommen sind aber Mangelware. Die Greifen erst wenn ein Schwerbehinderter die 50 erreicht hat.Dann kann er nämlich zumindest hier in Marburg  in das Programm Comeback@50. Auch studierte Behinderte haben anscheinend keine allzu rosigen Aussichten ( vergleiche diesen Eintrag),-aber Verzeihung ich schweife mal wieder  ab. Eigentlich geht es hier ja um den Missbrauch von 1-Euro-Jobs. durch Unternehmen aber auch sozial Träger.

In diesem Zusammenhang erweist es sich als eine Gute Sache, dass wir zumindest noch über eine Sozialgerichtsbarkeit verfügen, welche die Gesetze auslegt und manchmal auch zugunsten der Arbeitslosen korrigierend eingreift. Damit ist dann zwar das Gesetz nicht geändert, aber oft wichtige Signale gesetzt,  auf die die Politik dann zeitlich verzögert reagieren muss.

Ein solches ermutigendes Signal hat nun auch das Bundessozialgericht in Kassel gesendet. Es entschied, dass Hartz 4 Empfänger die einen 1-Euro-Job verrichten und dabei glaubhaft machen, dass sie das selbe tun wie tariflich bezahlte Angestellte,ihr Job also keine zusätzliche Arbeit erledigt, grundsätzlich den ortsüblichen Tariflohn verlangen dürfen. Diesen muss dann auch nicht der Träger der Maßnahme zahlen (im konkreten Fall die Karlsruher  AWO) , sondern ausdrücklich die Arge oder das Kreisjobcenter, sprich der Staat. Damit werden diese Maßnahmen für dne Staat unatraktiv, den er muss nun fürchten, bei einem missbräuchlichen 1-Euro-Job auf der Differenz zum Tariflohn sitzen zu bleiben. Macht das Urteil Schule, worauf ich setze, wprden diese Jobs somit zu teuren Zuschussgeschäften für den Staat. Ich gehe davon aus, dass sich die Landes - und der Bundesfinanzmister eine solche Entwicklung nicht allzu lange ansehen werden.

Dann macht vielleicht ersatzweise ein Konzept Karriere, das die Linke öffentlich geförderter Beschäftigungssektor nennt. Dabei richtet der Staat Sozialversicherungspflichtige und damit Menschenwürdige Arbeit ein. Ob das funktioniert weiß ich nicht, aber ehrlich gesagt glaube ich mittlerweile, dass fast alles besser ist als der Hartz 4 Murks. Dieses Gesetz war noch nie gut,ist aber  mittlerweile  so Kaputt reformiert, das man es am besten durch ein neues Modell, zum Beispiel eine Linke lesart der Idee eines bedingungslosen  Grundeinkommens ersetzt.

Dies führt nun aber endgültig weg vom Thema des Eintrages. Deshalb möchte ich hier schließen und nur nochmal meine Freude über dieses Urteil ausdrücken. Hartz 4 wird Geschichte werden. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann und unter welchen Vorzeichen !

Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Das Kopftuchverbot ist zurück auf der juristischen Agenda !



Im Gefolge des 11.Septembers 2001 wurden in Deutschland  flächendeckend Gesetze verabschiedet, diemuslimischen Lehrinnen das tragen des Kopftuchs verboten, weil dieses angeblich ausschließlich ein politisches Symbol sei, und die staatlich verordnete Neutralität der Institution Lehrer verletze. Zugleich wurden aber christliche Symbole ausgenommen. Lehrrinnen die aus christlicher Überzeugung weithin sichtbar ein Kreuz tragen sind also kein Problem. Ich habe dass schon immer als Problem gesehen. Zwar ist Deutschland kein Laizistischer Staat(was mir lieber wäre),er ist aber dazu verpflichtet alle Religionen gleich zu behandeln. Praktisch kann das eigentlich nur zu zwei Ergebnissen führen. Entweder müssen alle auch Christen ihre Symbole ablegen, oder die Kopftuchverbote müssen fallen. Mehr oder weniger Religion ist die Grundsatzentscheidung, welche der Staat hier zu treffen hat, nur er muss sie treffen und darf sich nicht länger durch inkonsequente und diskriminierende Gesetzgebung um sie herum drücken.

Nun naht eine Entscheidung, den wie der Tagesspiegel berichtet, sind aktuell Zwei klagen muslimischer Lehrerinnen anhängig, die sich ausdrücklich auf eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes berufen. Knifflig wird die Kopftuchfrage auch aus einem anderen Grund. Gegenwärtig bereiten gleich mehrere Bundesländer islamischen Religionsunterricht vor. Innerhalb des Religionsunterricht das Kopftuch zu verbieten wird noch schwieriger, den hier kann mit recht argumentiert werden, dass Kopftuch sei Teil des religiösen Bekenntnisses. Eine Regelung aber, welche der Religionslehrerin das Kopftuch erlaubt, die Mathelehrerin aber dazu zwingt es abzulegen, wäre ja erst recht diskriminierend. 

Mir ist letztendlich egal in welche Richtung das Urteil ausgeht, wichtig ist mir als Verfassungtreuer Bürger nur eine klare und transparente Regelung, welche keine große Religion in diesem Land diskriminiert.Ich hoffe das Bundesverfassungsgericht wird eine weise Entscheidung fällen. Hier bin ich aber optimisisch, den das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber in der Vergangenheit schon oft erfolgreich auf die Finger gehauen. Warten wir das nächste Jahr ab.

Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Mit einem Fuß in der Tür !



Nach meinem Gejammer über meinen ausgelaugten Zustand vor ein paar Tagen, möchte ich diesmal wieder von etwas positivem berichten.Seit Donnerstag den 25.8. gegen 17 uhr befindet sich meine Bewerbung um ein Promotionsstipendium bei der Heinrich-Böll-Stiftung nämlich offiziell auf dem Postweg. Das Rennen um ein Stipendium hat nun also offiziell begonnen.Zugleich habe ich seit gestern für Zunächst ein Semester einen Schreibtisch am Marburger Centrum für Nah- und Mittelost-Studien sicher. Die einzige Gegenleistung welche ich dafür erbringen muss ist die Koordination des interdisziplinären Doktoranden Kolloquiums des Centrums. Dies verspricht aber aufgrund recht weniger Anmeldungen für Vorträge eine nicht allzu stressige Aufgabe zu werden.

Damit habe ich es auch ohne Stelle geschafft am Centrum einen Fuß in die Tür zu bekommen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, ab Oktober dann meine Tage anders zu organisieren. Statt zu hause furchtbar ineffektiv zu arbeiten, weil ich eh ständig durchs Internet abgelenkt werde, möchte ich dann regelmäßig "Ins Büro" gehen und dort möglichst alles für die Promotion relevante erledigen.Hier zu hause soll dann dafür ganz klar Freizeit angesagt sein. Sinn des Schreibtisch soll außerdem sein die Arbeit des Centrums hinter den Kulissen und nicht zuletzt die anderen Doktoranden besser kennenzulernen. Ich hoffe daraus ergeben sich auf mittlere Sicht dann Chancen für meine weitere persönliche und akademische Entwicklung. Jedenfalls bin ich im Moment wieder besser gelaunt, und motivierter die Pause zur Regeneration nicht allzu lang werden zu lassen.

Es tauchen aber auch schon wieder Fragen und Sorgen  am Horizont auf die ich aber einstweilen noch verdränge,weil sie sowieso erst bei einem Erfolg der Stipendienbewerbung virulent werden. Davon also  erst später mehr hier auf diesem Blog. Im Moment bin ich nämlich etwas in Sorge, dass die Stiftung hier vorbei surft,und es negative Auswirkungen auf meine Bewerbung hat, wenn ich hier allzu offen über bevorstehende Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Projekts Schreibe. Nicht dass die glauben ich könne das sowieso nicht, und mich deshalb aussortieren. Wahrscheinlich ist diese Sorge übertrieben,aber man weiß ja nie.Schließlich ist so ein Bewerbungsverfahren im Grunde eine Blackbox. Als Bewerber kann man überhaupt nicht einschätzen,wie viele Konkurrenten man aus dem Feld schlagen muss,oder welche Kriterien überhaupt den Ausschlag geben wer durchkommt.

Alles in allem läuft es aber wie gesag gerade ganz gut. Als nächste Hürde gilt es jetzt erst einmal die Erste Auswahlrunde der Stiftung zu übersthen und im Oktober/November eine der begehrten Einladungen zum Gespräch mit einem Vertauensdozenten zu ergattern.

Drückt mir die Daumen!

Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Ergebnisse der Umfrage auf dem Blog!



Bis Anfang der Woche lief auf dem Blog ja eine Umfrage, die das Ziel verfolgte, die Interessen der Leserinnen und Leser zu ergründen. Zunächst muss man sagen, dass die Umfrage rein quantitativ ziemlich nutzlos ist, den es beteiligten sich ganze fünf Leserinnen und Leser! Obgleich ich mich bei diesen fünf bedanken möchte, ist das natürlich eine erschütternd niedrige Beteiligung.Jedoch muss sich niemand sorgen, dass ich dies jetzt persönlich nehme. Schauen wir uns also mal das Ergebnis der Umfrage genauer  an, wobei zu beachten ist,das die Teilnehmer mehrere Antworten auswählen dürften, weshalb am Ende auch mehr als 100% herauskommen.

 60% der Teilnehmer gaben an, dass sie am Liebsten Einträge zum Nahen Osten lesen. 
40% entfielen auf Afrika Themen
40%  mögen Spaß und Satiren
20% mögen meine Innenpolitischen Beiträge
20% schauen sich verschiedenes an

Keine Stimmen bekam der Bereich Lateinamerika und Kuba. Das ist schade, aber nicht so schlimm, weil ich zu dem Thema eh nur ab und an  etwas blogge. Welche Konsequenzen ziehe ich nun aus dieser Mini Abstimmung?Nun ich werde versuchen mein Profil weiter auszubauen. Das bedeutet konkret noch mehr Naher Osten, und wenn ich was gutes finde auch etwas mehr Afrika. Damit es nicht zu akademisch wird, werde ich mich außerdem bemühen den Anteil der Bereiche Spaß Satire und Kabarett mindestens konstant zu halten,respektive etwas zu verstärken. Zurückgefahren wird hingegen die Innenpolitik. Erstens hat diese die wenigsten Stimmen und zweitens hatte ich mich ohnehin etwas arg in die Islamphobie Debatte nach Oslo  gestürzt.Im Kern nehme ich zwar meine Haltung nicht zurück, wollte aber ohnehin etwas auf die Bremse treten, damit der Blog nicht vollends Godwins Law anheim fällt.

In diesem Sinne weiter im Text !

Henning Schmidt | | 2 Kommentare

Auf dem Zahnfleisch gehend zum Erfolg!



Liebe Freunde und Freundinnen,Liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe intellektuell und emotional gerade auf dem Zahnfleisch. Einerseits bin ich sehr zufrieden und stolz, den es ist mir gelungen in nicht mal ganz vier Monaten aus einer zunächst sehr groben Idee ein wie ich glaube sehr interessantes Projekt bis zur Marktreife zu entwickeln. Exposé und Kurzexposé sind fertig.Gleiches gilt für den Lebenslauf, und das Motivationsschreiben. Im Grunde müssen jetzt nur noch alle Unterlagen ausgedruckt,um die Zeugnisse ergänzt  und zweimal kopiert werden.Dann können sie eingetütet udn alle zusammen als Bewerbung an die Heinrich-Böll-Stiftung geschickt werden.

Ich kann mich also eigentlich freuen, den ich stehe kurz davor ein weiteres wichtiges Etappenziel welches darin bestand sich so schnell wie möglich um ein Stipendium zu bewerben,zu erreichen. Statt vor Freude zu tanzen bin ich aber gerade nur noch fertig.Meine intellektuellen Akkus sind definitiv leer.Seit Herbst 2009 laufe ich jetzt akademisch fast ununterbrochen auf Volldampf. Zunächst habe ich inklusive aller Vorbereitungen 13 Monate auf den Magister hin gearbeitet.Kaum war der am 24.2. 11  abgeschlossen,begannen bereits die Vorüberlegungen zur Promotion. Die Erste Ideenskizze ging schon Anfang April knapp  6 Wochen nach meiner letzten mündlichen Prüfung an meinen Doktorvater. Daraus entwickelte sich dann Anfang Mai das endgültige Thema, um jetzt vorläufig im Abschluss der Bewerbung bei der Heinrich Böll-Stiftung  zu gipfeln.Wenn die Bewerbung dann abgeschickt ist bleibt erst mal nur abwarten ob man die erste Bewerbungsrunde überstanden hat.

Also einerseits etwas Zeit zum Durchschnaufen. Andererseis darf die Arbeit nicht zu lange ruhen, den natürlich muss die Arbeit an und mit der Literatur weitergehen. Zusätzlich fehlt im Moment ein Reisepartner und das Geld um einfach mal 2-3 Wochen woanders hin zu flüchten. Ich muss also zusehen wie ich am Besten in Marburg die geistigen Akkus schnell und effizient wieder auflade.

Hat jemand Ideen? Ich denke im Moment daran bestimmte Bücher,die schon lange ungelesen in meinem Regal stehen endlich mal anzugehen.Oder ich konnte endlich mal mit Sport beginnen. Ich denke schon länger daran täglich wenigstens ein paar Minuten ein bisschen zu joggen. Alleine an der Umsetzung der Idee mangelte es bislang komplett. Male sehen wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Weitere Vorschläge nehme ich wie gesagt gerne in den Kommentaren entgegen!

Edit: Weil es irritierte Nachfragen aus meinem Umfeld Gab, ich bin nicht Bettelarm, Geld ist durchaus vorhanden, nur reicht es nicht mehr für meinen üblichen 2 Wochen Pauschalurlaub aus. Gravierende ist das Fehlen eines Reisepartners den,alleine möchte ich einfach nicht in Urlaub, abgesehen von kurzen Wochenend- Trips   

Henning Schmidt | | 2 Kommentare

Loriot ist Tot



Heute ist mein absoluter Lieblingshumorist Loriot gestorben. Das ist schade aber im alter von 87 nicht weiter ungewöhnlich. Schön ist, dass er offenbar an keiner schweren Krankheit,sondern schlicht an Altersschwäche gestorben ist. "schöner" kann man eigentlich nicht sterben.

Diesem Blog bleibt nur noch mit einem schönen Video auf Wiederseehn Loriot zu sagen!


Ruhe in Frieden Loriot!



Viel Spaß mit dem legendären Krawehl Krawehl aus Papa Ante Portas, einem Beitrag aus Loriots Spätwerk. Darunter dann noch   die legendäre Jodelschule gemeinsam mit Evelyn Haman.




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Muammar al-Gaddafi- Oder das libysche Paradox



Anlässlich des offenbar unmittelbar bevorstehenden  Sturzes von Muammar al Gaddafi  möchte ich die Arte Doku Muammar al Gaddafi oder das Libysche Paradox empfehlen. Sie beleuchtet die Geschichte Libyens und die Psyche Gaddafis. Interessant Ist für mich vor allem die Ideologie dahinter. Sie geht im Grunde von einer Rätedemokratie aus. Das über dieser in der 40 jährigen Praxis immer Gadaffi als Führer stand  und  eine Diktatur von Oben das Ergebnis war steht dabei außer Frage. Es gab Zwar Volkskomitees, die entscheidenden Initativen kamen aber immer von Gaddafi.

Ich finde die Doku spannend den sie gibt eine Einführung in das Land Libyen und hilft das Phänomen Gadaffi zu verstehen.Teilweise werden die positiven Aspekte der Diktatur etwas arg  überbetont,aber insgesamt finde ich die Produktion wie das meiste von Artes Doku Produktionen  gelungen.

Viel Spaß damit !




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Oh glückliches Nordkorea!



Habe gerade dieses kuriose  Propagandavideo aus Nordkorea gefunden. Es stammt aus dem Jahr 1990 und trägt den Titel Work, Is a Song and happiness. Ich weiß zwar nicht wie die Situation 1990 war, aber heute, wo die einfache Bevölkerung in Nordkorea verhungert mutet dieses Video erst recht  bizarr an.Andererseits ist es interessant,wie stalinistische Propaganda so aufgezogen wird.

Viel Spaß!





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Den wahren Planet der Affen,


gibt es hier zu sehen. Man beachte besonders die Siegespose am Schluss!




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Gimme All Your Lovin’ -Country Style



Gimme All Your Lovin’ kennt man ja eigentlich von ZZ Top, siehe zum Beispiel hier.Die Country Version von den Whiskey Shrivers ist aber auch ganz amüsant.

Viel Spaß!



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Miss Marple auf afrikanisch- Eine Detektivin für Botswana!



Heute möchte ich eine wahre Serienperle vorstellen, die leider nur aus 7 Folgen besteht und deshalb nur noch kommenden Donnerstag um 20:15 in einer Doppelfolge auf Arte läuft. Es handelt sich um die Serie eine Detektivin für Botswana (englischer Originaltitel No.1 Ladies' Detective Agency), Man kann sie durchaus als eine charmanter Antwort Afrikas auf  Agatha Christies Miss Marple ansehen.

Erzählt wird die Geschichte der Precious Ramotswe Sie eröffnet die erste weibliche Detektei Botsweanas nachdem ihr Vater gestorben ist und sie die Ehe mit einem gewalttätigen Mann überstanden hat.Die ist von der Statur her eine typische afrikanische Mama, was anfangs zu der wenig schmeichelhaften Bemerkung führt, ein Elefant habe es leichter sich zu tarnen als sie.Dafür bringt Mama Ramotswe wie sie von ihrer Umwelt durchweg genannt wird allerdings andere Qualitäten mit .Zu nennen sind vor allem Beobachtungsgabe, Intelligenz, einen Sinn für Gerechtigkeit - und vor allem eine geradezu unermüdliche Beharrlichkeit und Hartnäckigkeit.Da sie über keine formale Ausbildung verfügt, hält sie sich an ihren eigenen Leitfaden, das Ratgeber-Buch „The Principles of Private Detection,aus dem sie immer wieder zitiert. Trotz dieses formalen Mangels und der anfängliche Ablehnung durch ihre Umwelt macht sie sich an die Arbeit.

Gemeinsam mit ihrer Sekretärin, der etwas komplexe behafteten, aber trotzdem gutherzigen Grace Makutsi,dem bodenständigen (und in Precious verliebten) Automechaniker JLB Matekoni und BK , dem schwulen Friseur aus der Nachbarschaft, begibt sich Precious an die Lösung der kleinen und großen Fälle ihrer Detektei: Vom entlaufenen Hund über den entlaufenen(und vom Krokodil gefressenen) Ehemann bis hin zur Kindesentführung und deren gefährlichen Hintermännern ist alles dabei. Die Fälle sprühen dabei vor Charme und Witz,und  man lernt auch einiges über die Kultur Botswanas und Afrikas insgesamt.Mama Ramotswe löst ihre Fälle dementsprechend meist auch nicht wie ein gewöhnlicher TV Ermittler, sondern in der Regel mit einer Mischung aus Weisheit, charmanter Erpressung und afrikanischer Tradition.

Mich begeistert die Serie und ich kann sie jedem der etwas für Afrika und Krimis übrig hat nur empfehlen. Also schaltet nächste Woche arte ein oder bedient euch bekannter nicht ganz legaler Methoden. Leider ist scheinbar nicht geplant die für Arte synchronisierte Serie auf DVD zu veröffentlichen.Allerdings gibt es die Serie auf Englisch auf DVD in Großbritannien. Auch dort ist sie aber offenbar nur noch über den Amazon  Marketplace verfügbar. Wer  die Serie wie ich gerne im Regal haben möchte muss also a) einiges hinlegen und sich b) beeilen, bevor sie vielleicht endgültig vom Markt verschwindet.Schade ist auch, dass die Serie welche von HBO und der BBC produziert wurde bereits nach einer Staffel eingestellt wurde. Allerdings war sie in Großbritannien so erfolgreich, dass derzeit eine Fortsetzung in Form von Fernsehfilmen in Planung ist. Es gibt also Hoffnung auf Nachschub für alle aktuellen und künftigen Fernsehfans von mama Ramotswe.

Wer nicht so gerne in  die Glotze sondern lieber in Bücher schaut, kann auch dass den die Serie basiert auf  der Romanreihe „Mma Ramotswe“ des Britisch-Rhodesieschen  Autors Alexander McCall Smith. Die Bücher habe ich zwar noch nicht gelesen, aber auch sie sind sicher ein Genuss.

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5000 Jahre Geschichte des Nahen Ostens und der großen Religionen!



Nach Vielen Videos möchte ich diesmal zwei  gelungene Arbeiten  des Projekts Maps of War mit meiner Leserschaft teilen. Maps of War bietet Die Geschichte von Kriegen Religionen udn Regierungssystemen in Form meist sehr guter Flashanimationen an. Dies ist sehr nützlich, wenn man sich in wenig Zeit einen kompakten Einblick in  den Verlauf von Kriegen oder die historische  Entwicklung von Ländern und Regionen verschaffen möchte.

Die Unten eingebundene Karte habe ich dreist wie ich bin, von einem Beitrag gleichen Inhalts im Lynxxblog abgekupfert. Sie fasst nicht weniger als 5000 Jahren Geschichte des Nahen Ostens zusammen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die auf der Karte angezeigten Grenzen nur als ungefähr anzusehen sind. Außerdem macht sie keinen Unterschied zwischen tatsächlicher Besatzung, und indirekter Herrschaft zum Beispiel durch Tributzahlungen. Ich finde sie dennoch gelungen, den so ist man zumindest schnell im Bilde,wer zu welcher Zeit wo geherrscht hat. Das ersetzt zwar keine Vorlesung, hilft aber immerhin im Smalltalk Wissen vorzutäuschen, was ja dann und wann auch nützlich sein kann.

Ebenfalls Interessant, aber eher als Ergänzung anzusehen ist eine Karte, welche die historische Verbreitung der Religionen zeigt. Sie stammt ebenfalls von Maps of War, bzw. aus dem  Lynxxblog

Viel Spaß mit den beiden Karten!





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Freiheit Ist nicht Wählbar!



Wo wir gerade mehr oder weniger beim Thema Islamophobie sind möchte ich an dieser Stelle  auf ein Mobilisierungsvideo der Berliner Antifa gegen die Partei die Freiheit und einen von ihr ende August geplanten Anti-Islam Kongress hinweisen. Ich tue dies obwohl ich die am ende des Videos zumindest implizit angedeutete Gewaltbereitschaft der Antifa ablehne. Das Grundanliegen ist nämlich absolut unterstützenswert.Wenn sich die SPD nicht ohne wenn und aber von Sarrazin trennen muss, sei mir an dieser Stelle auch eine Tolerierung des Schwarzen Blocks gestattet.

Also auf nach Berlin und den Rechtspopulisten durch friedliche Demonstration und Sitzblockaden die Tour vermasseln!

Freiheit ist nicht Wählbar! Kein Raum für Rassismus im bürgerlichen Gewand!





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Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Uber Imperialismus unterm Schleier und islamischen Feminismus !



Einer der wohl populärsten  Annahmen der internationalen Islamkritik besteht darin, dass angeblich Islam und Frauenrechte unvereinbar seien, aus dieser falschen Annahme heraus mutieren dann ehemalige Linke wie meine " Lieblingsfeindin"  Alice Schwarzer zu verbohrten Islamfeinden,und bestreiten  letztendlich schon die Möglichkeit der Existenz einer spezifisch islamischen Feminismus.  Damit begehen Schwarzer und Konsorten Zwei große Fehler:  Erstens erkennen sie nicht,dass ihre linken ideale von Rechts gekapert werden,und  zweitens lassen sie die Frauen im Stich, welche unter hohem Einsatz für eine feministische Auslegung des Koran kämpfen, und damit dafür,ihre Situation im Rahmen ihrer Heimatlichen Lebenswelt und Kultur zu verbessern.

Ich glaube, der eigentliche Knakpunkt ist nun der, dass es Schwarzer Ayan Hirsi Ali und wie sie alle heißen überhaupt nicht darum geht die Situation der Frau innerhalb ihrer heimatlichen Kultur zu verbessern. Sie betreiben dass, was die Islamwissenschaftlerin Leila Ahmed vor wenigen Tagen in der SZ Imperialismus unterm Schleier nannte.Ich stimme ihr zu,wenn sie in dem Artikel beklagt, dass im Zuge der Terrordebatte die Rettung der Frauen  durch westliche Werte zur Rechtfertigung von Krieg herangezogen wurde. Mit einer sehr ähnlichen Begründung befürworten bis Heute,allerdings mit abnehmender Tendenz Grüne Parlamentarier das Himmelfahrtskommando in Afghanistan.Im Englischen ist diese Haltung auch als emdeded feminism, also eingebetteter Feminismus berühmt geworden. Frauenrechte gelten nur noch als moralische Rechtfertigung für die Gewaltsame Durchsetzung westlicher Demokratievorstellungen und Kultur.  Somit kommt der alte Imperialismus in vorgeblich liberalem Gewand zurück aus der Mottenkiste der Geschichte.Zurecht fordert Ahmed  eine Abkehr von dieser Falschen Politik und Denkstruktur..

Stattdessen sollte man lieber islamischen Feministinnen wie beispielsweise Amina Wadud mehr gehör verschaffen. Diese gilt heute als eine der wichtigsten Islamischen Feministinnen und hat der Taz ein lesenswertes Interview gegeben.

Ich wünsche mir, dass eine neue Gemneration europäischer Feministien künftig Wadud und andere in ihrem Kampf zu unterstützen, statt Kulturimperialismus zu betreiben.Damit wäre der islamischen Frau und der islamischen Welt tausend mal mehr geholfen als mit jeder humanitären Intervention, Gut gemeint ist eben auch hier das Gegenteil von gut.


Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Verachtung am Morgen



Ist ein Kommentar von Miely Kiyak unter anderem Kolumnistin der FR im  Deutschlandfunk überschrieben. Diesen gibt es hier zu lesen oder für Lese faule hier zu hören. Ich möchte das Sendeskript nutzen, um daraus einige Passagen die ich für entscheidend halte zu zitieren und dann aus meiner Sicht zu kommentieren.Kiyak fragt: 

Ist es möglich, dass polemische bis antimuslimische Meinungsbeiträge von Journalisten für die wachsende Feindlichkeit gegenüber Muslimen verantwortlich gemacht werden können?(..)


Ja meiner Ansicht nach ist dies sogar wahrscheinlich. Zwar wird nicht jeder der einen entsprechenden Text liest zum Islamfeind, doch in unserer Mediendemokratie wäre es naiv zu glauben,die ständige Wiederholung meist kontra faktischer Behauptungen über eine religiöse Minderheit in diffamierender Art und weise würde keine negativen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima zeitigen.Leider werden Behauptungen wenn sie oft genug wiederholt werden irgendwann als Wahrheit akzeptiert. Ein gutes Beispiel ist das angeblich massenhafte Problem von Mädchen, die wegen ihres muslimischen Glaubens nicht am Schwimmunterricht teilnehmen.Auf diese Behauptung bin sogar ich vor einigen Jahren hereingefallen.  Eine Recherche der Zeit legte schon vor Jahren offen,dass es diese Fälle zwar gibt,ihre Zahl aber bezogen auf die gesamte Schülerzahl sehr gering ist. insofern haben Journalisten und Publizisten wie Henryk Broeder zwar keine strafrechtliche, wohl aber moralische Mitverantwortung für Oslo zu tragen, den sie schufen  durch Hetze Polemik und schlicht falsche Behauptungen das geistige Klima, welches Anders Breivik so blutig in die Tat umsetzte.

Fahren wir mit dem Kommentar fort.Kiyak  schreibt zur Mitverantwortung der Medien folgendes und beantwortet damit ihre aufgeworfene Frage gleichsam selbst:

Ein Blick in die Leserkommentare der Zeitungen hilft vielleicht bei der Suche nach Ursache und Wirkung. Sobald ein Artikel das Thema Integrationspolitik oder Islam streift, sammeln sich innerhalb kürzester Zeit 100, 200 manchmal bis zu 500 Kommentare von eifrigen Lesern, wo andere Artikel, die sich mit dem Länderfinanzausgleich beschäftigen, mit einer Handvoll Kommentaren zu verwaisen drohen.


Diese Erfahrung kann ich nur aus eigener Anschauung bestätigen. Nun konnte man sich noch der Hoffnung hingeben, es handele sich bei den Kommentatoren gänzlich oder zumindest überwiegend um die üblichen ewig gestrigen von NPD DVU und REP, und Islamophobie  auf Webseiten von Zeitungen, im Netz und gesellschaftlich ein Randphänomen. Dem ist keineswegs so.Auch gelingt es kaum die Diskussion durch eigene gemäßigte Beiträge in eine zivilisiertere Richtung zu lenken. Wer den Islam nicht mit dem Faschismus gleichsetzt und Differenzierung an mahnt,wird als Gutmensch oder gar Steigbügelhalter der Islamofaschisten beschimpft. Es regiert ein Kulturrassismus der Mitte, der längst auch in eigentlich eher Linken oder Linksliberalen Milieus Fuß gefasst hat. Ich selbst kenne genug gestandene Sozialdemokraten, die bei der Lektüre von Broeders Hurra wir Kapitulieren in wahre Stürme der Verzückung geraten. Auch Kiyak stellt zurecht folgendes fest:

Meist überwiegen jene Meinungen, in denen Leser in diskriminierender und vulgärer Art über Muslime schreiben. Nirgends sonst liest man soviel Diffamierung und unverhohlene Verachtung. Das wirkt außerordentlich grotesk - gerade nach Oslo.[...] Wir leben unbestritten in einem Land, in dem zunehmend Verachtung gegenüber Menschen aus dem islamischen Kulturkreis herrscht. Es handelt sich hierbei nicht um einige wenige Rechtsextremisten. Laut einer Studie der Friedrich Ebert Stiftung stimmt fast jeder vierte Befragte aus Westdeutschland ausländerfeindlichen Aussagen zu. In Ostdeutschland sogar jeder zweite. Ein Drittel der Befragten einer Untersuchung der Uni Leipzig findet, dass Deutschland ohne Muslime besser wäre.


Was sollte man aus diesen Diagnosen lernen? Kiyak fordert,dass sich Zeitungen mit der Idee vertraut machen sollten einfach keine Kommentarfunktion mehr anzubieten. Dies wäre schade, weil dann ein faszinierender Aspekt des demokratischen Mediums Internet wegfiele.Andererseits  sollten weder das Internet an sich,noch die Seiten von Qualitätsmedien zur Klowand für puren Rassismus verkommen. Außerdem wünsche ich persönlich mir, dass endlich mehr Stimmen zu Wort kommen, die von der Materie Islam wirklich Ahnung haben. Damit meine Islamwissenschaftler wie Thomas Bauer oder Gudrun Krämer. Menschen also,die sich seit Jahrzehnten fundiert mit dem Thema Islam auseinandersetzen. Leute wie Necla Kelek möchte ich hingegen am Besten nicht mehr im Feuilleton von Qualitätsmedien  lesen müssen. Die mag zwar promovierte Soziologin sein, ihr Islambild ist aber von eigenen Traumata und Geschichten aus dem Bereich hörensagen durchsetzt. Besonders lächerlich macht ihre Argumentation übrigens, dass sie  in ihrer Doktorarbeit exakt das Gegenteil von dem herausgefunden hat, was sie heute als Publizistin vertritt.Daraus wird für mich deutlich,dass es Leuten wie Kelek weniger um emanzipatorische Kritik geht,sondern mehr darum mit Hilfe von difusen gesellschaftlichen Angstgefühlen  ordentlich Kohle zu machen, was ja auch bislang allzu gut funktioniert.

Außerdem muss die Blindheit der Staatlichen Sicherheitsorgane gegenüber der neuen Rechten endlich einmal ein Ende haben. Es kann nicht sein,dass winzige linksradikale Gruppen sobald sie auch nur einen Pubs absondern umgehend im Verfassungsschutzbericht auftauchen,während Hassblogs wie Pi-News mit täglich tausenden von Besuchern angeblich durch die Meinungsfreiheit gedeckt sind und nicht beobachtet werden. Andererseits ist dieses Verhalten logisch,den Antikommunismus gehörte In der BRD ja schon immer zur Statsräson, während nach Rechts fleißig integriert wurde und wird. Vielleicht ist es naiv zu glauben,dass sich dies irgendwann einmal ändern konnte.

Hier wird jedenfalls weiter emsig gegen jede Art von Rechtsextremismus und Rassismus  angeschrieben. Ich bin nicht bereit diese Gesellschaft denen zu überlassen,die Lionke Ideale Karpern , um darunter ihren Islamhass zu verstecken ! Multikulti ist nicht gescheitert ! Es kann garnicht scheitern, weil es schlicht keine menschenwürdige Alternative zu ihm gibt. Der ethnisch homogene Nationalstaat ist ein in Zeiten der Globalisierung überholtes Ideal. Besser wir finden uns endlich damit ab,statt in sinnlosen rassistischen Abwehrkämpfen Energie zu vergeuden.

Henning Schmidt | , , , | Kommentar schreiben
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