Südsudan vor dem Abenteuer Unabhängikeit


Weitgehend unbemerkt von den Mainstream Medien zeichnet sich in Afrika gerade die Entstehung eines Neuen Staates ab. Noch bis Sonntag stimmt der Südsudan darüber ab, ob er eine autonome Region innerhalb des Sudan bleiben will, oder sich gänzlich von der Zentralregierung in Khartum ablöst. Dabei besteht kaum ein Zweifel daran,dass sich am Ende eine satte Mehrheit der Südsudanesen für das große  Abenteuer Unabhängigkeit entscheiden wird.

Der Neue Staat steht dann vor der schwierigen Aufgabe funktionierende staatliche Strukturen aufzubauen und vor allem das künftige Riesenland Infrastrukturell und ökonomisch zu entwickeln, von den zahlreichen Grenzstreitigkeiten mit dem Norden und den ethnischen Spannungen etwa zwischen den Nuer und den Dinka ganz zu schweigen. Auf die Väter des neuen Staates kommt also viel Arbeit zu und es ist zu hoffen, dass auch die Internationale Gemeinschaft weiter am Ball bleibt und den Südsudan nach Kräften beim Aufbau unterstützt. Vorerst herrscht aber erst mal große Begeisterung und Aufbruchstimmung über die die taz in einer schönen Reportage berichtet.  Ich wünsche dem Südsudan und seinen Menschen viel Glück und Geschick auf dem Schwierigen Weg in die Freiheit. Möge er ihnen vor allem friedlich gelingen.

Henning Schmidt | ,

Kommentare:

  1. Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie aus dem jetzt schon alles andere als reichen Sudan nun zwei wirtschaftlich stabile Nationen werden sollen.
    Zusätzlich spannend ist die Ankündigung von Sudans Präsident, im Restsudan die Sharia einzuführen, falls der Süden sich abspalten sollte.
    Andererseits ist der Sudan jetzt schon so weit aus dem Interesse der Weltgemeinschaft herausgefallen, dass ich nicht weiß, ob sich überhaupt viele Leute für die beiden Staaten interessieren werden.

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  2. Hallo Raf!

    Der Punkt am Südsudan ist, dass er garnicht so arm ist. Die Ölvorräte des Sudan liegen größtenteils im Süden, und Gas ist ebenfalls vorhanden. Es gebe also durchaus die Möglichkeit das Land mit den Einnahmen aus dme Rohstoffexport zu entwickeln.

    Das kann aber nur gelingen wenn sich nicht eine kleine Kaste die man in der Wissenschaft Staatsklasse nennt alles mafiös aneignet. Ich befürchte das genau dies passieren wird, aber zumindest formal sidn durchaus potenziale Vorhanden, die man nur zielgerichtet einsetzen müsste

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  3. Das würde dem Südsudan helfen, aber was hat der Rest des Landes an Optionen? Ich denke, langfristig ist dies der Teil, der der westlichen Welt mehr Kopfschmerzen bereiten dürfte.

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