Marburg Stadt der Parkplatz und Baum Fetischisten !



Ich mag Marburg wirklich,nicht umsonst lebe ich jetzt schon 16 Jahre hier und möchte wenn möglich noch 3-4 Jahre dran hängen um hier auch noch zu Promovieren. Politisch bringt mich diese Stadt  aber auf die Palme. Egal was die Stadtväter und Mütter vorschlagen, immer wird es mit Verweis auf angeblich fehlende Parkplätze scharf kritisiert. Steht das Argument Parkplatz gerade nicht zur Verfügung geht es ersatzweise auch gerne um Bäume. Die werden nämlich angeblich alle vom Grünen Bürgermeister gefällt.


Dabei werden aber eine ganze menge Sachen übersehen. Erstens stehen massig Parkplätze in verschiedenen Parkhäusern und auf  Parkplätzen zur Verfügung, die jedoch  nur selten voll ausgelastet sind und zweitens wurden zwar im Rahmen von Straßenbauarbeiten eine ganze Menge Bäume entfernt, auf der anderen Seite aber auch immer neue Bäume gepflanzt. Gut sehen kann man das in der Neuen Universitätsstraße. Die war bisher nur auf einer seite mit Bäumen bepflanzt jetzt hat man sie beidseitig mit Bäumen versehen, sodass aus dieser Hauptverkehrsader eine schöne Allee wird, sobald die Neuen Bäumchen die nötige Größe erreicht haben. Das dauert aber nun mal ein paar Jahre. Die Geduld muss man schon mitbringen.Ähnliches gilt für die Ketzerbach, wobei ich gerne zugebe, dass man sich über die Sinnhaftigkeit des Wasserbandes in der Mitte streiten kann.Immerhin ist die Ketzbach seit dem Umbau aber eine schöne Breite  Flaniermeile,wovon auch zahlreiche Geschäfte profitieren. Außerdem ist die Straße seitdem viel Heller als früher.

Vor dem Hintergrund dieser unter dem Strich gar nicht so schlimmen Entwicklungen geht es mir einfach unsagbar auf die Nerven, dass das Argument Parkplatz nie verstummt. sondern immer wieder auftritt egal worum es geht. Aktuell kann man das wiedermal anhand eines Artikels zum Thema Schwimmbad an der Lahn besichtigen. OB Vaupel macht dort den Vorschlag zu Prüfen ob das Städtische Schwimmbad Aquamar nicht durch einen Schwimmbereich in der Lahn ergänzt werden kann. Ich fände dies höchst sinnvoll, den erst dadurch würde das Aquamar im Sommer richtig attraktiv. Die derzeit vorhandenen Zwei viel zu kleinen Becken reichen zwar um sich mal abzukühlen, richtig Spaß machen sie aber meiner Ansicht nach nicht. Sofern eine Realisierung Technisch und finanziell sowie  Naturschutzrechtlich machbar ist und die Hygiene gewährleistet werden kann sollte man diese Erweiterung auf alle Fälle wagen. sie wäre ein Gewinn für Marburg. Heute muss man doch de facto wenn man sich richtig entspannen will an den Baggersee  nach Niederweimar fahren. Der ist zwar nur eine Bahnstation vom Marburger Südbahnhof weg aber es bleibt natürlich ein kleiner  Aufwand übrig.

Wieso ist es nicht möglich solche Sachfragen unabhängig von der Parkplatzfrage zu behandeln? Hat eien Stadt den keine anderen Probleme? Hängt die Lebensqualität in einer Kommune nur vom Parkplatzangebot ab? Ich glaube  nicht und würde mir wünschen das sich das spießige Marburg endlich wichtigeren Dingen zuwendet als der leidigen Parkplatzfrage.Es gibt viel zu tun !


Henning Schmidt | ,

1 Kommentar:

  1. Warum man innerhalb Marburgs ein Auto braucht ist mir generell schleierhaft. Die Entfernung sind in der Regel so kurz, dass man das Auto am besten ganz stehen lässt, wenn man nicht im zähen Verkehr feststecken will. Wenn nicht jeder Idiot meinte, durch die Innenstadt mit dem Auto fahren zu müssen, würde die Stadt einiges an Reiz gewinnen. Am Rudolphsplatz, dem zentralen Platz Marburgs, halte ich mich jedenfalls ungern länger als 5 Minuten auf.
    Ob sich allerdings ein Lahn-Schwimmbad realisieren lässt bzw. oft genutzt würde, möchte ich auf Grund der oft unerfreulichen Färbung und Verschmutzung (Blätter, Blüten, Flaschen...) der Lahn etwas in Zweifel ziehen.

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