Der Zaubersprit - Die Wende für das Wasserstoffauto?



In meinem Letzten Eintrag hatte ich über das schmutzige radioaktive Geheimnis der Öl-und Gas Industrie berichtet und dabei am Ende auch erwähnt, dass eine Zentrale Alternative zum Verbrennungsmotor nämlich das Brennstoffzellenauto noch immer an grundsätzlichen Problemen krankt. Erstens fehlt es nach wie vor an der nötigen Infrastruktur, Zweitens weiß man bisher nicht so genau wie man auf erneuerbarem Weg und nur dann ergibt  es Sinn genug Wasserstoff produzieren kann,drittens ist Wasserstoff an sich schwer zu handhaben.Man müsste entweder einen Tank bauen, der den Wasserstoff konstant auf 700 Bar Druck hält, oder den Wasserstoff auf -260 Grad Celsius herunterkühlen.

Inzwischen scheint sich aber für die Probleme der Dritten Gruppe eine mögliche Lösung abzuzeichnen.Wie Spiegel Online berichtet experimentieren Forscher derzeit mit einer  Kohlenwasserstoffverbindung namens N-Ethylcarbazol. Diese ist in der Lage Wasserstoff chemisch zu speichern und über einen Katalysator  auch wieder abzugeben. Diese Trägerflüssigkeit hat offenbar ähnliche Eigenschaften wie Diesel udn ließe sich daher problemlos lagern transportieren und Tanken.In der Vision der Wissenschaftler müsste der Autofahrer von morgen dann nur noch an die Tankstelle fahren, wo seine Trägerflüssigkeit abgesaugt, udn wieder mit neuen Wasserstoff angereichert werden würde. so entstünde quasi ein Kreislaufsystem.

Wie bei guten Ideen üblich gibt es aber auch noch erhebliche Probleme. zunächst  muss das N-Ethylcarbazol chemisch so verändert werden, dass es mehr Wasserstoff aufnehmen kann. Derzeit ist wohl bei 60 Gramm je Liter Schluss.Als Konsequenz daraus bräuchte man im Moment doppelt so große Tanks wie beim herkömmlichen Auto.Auch die hohen Temperaturen, die der Katalysator zur Herauslösung des Wasserstoffs benötigt, machen den Wissenschaftlern noch Probleme Derzeit funktioniert die Aufspaltung erst ab einer Temperatur von 200 Grad. Aktuelle Brennstoffzellen arbeiten aber mit einer Temperatur von 80 Grad. Auch ist der bei der Aufspaltung entstehende Wasserstoff offenbar nicht rein genug und wird im Motor zu langsam produziert. Dies beeinflusst  offenbar  die Fahrdynamik von Autos negativ 

Man sieht also die Probleme sind noch Vielfältig.Ich finde den Ansatz dennoch hoch interessant  und hoffe dass er durch die Industrie weiter verfolgt und zur Marktreife gebracht wird. Wenn es gelingt die beschriebenen Probleme mit der Trägerflüssigkeit zu  lösen, diese möglichst unbegrenzt wieder mit Wasserstoff geladen werden kann,  und zugleich der benötigte Wasserstoff erneuerbar erzeugt wird  wäre ein faszinierender Kreislauf etabliert.Somit wärem unsere Co2 Probleme im Bereich Mobilität gelöst und ein wichtiger Baustein für einen umweltfreundlichere Lebensweise vorhanden.



Letztlich bleibt uns Laien aber nur abzuwarten, denn ebenso gut kann sich natürlich herausstellen, dass der hier beschriebene Ansatz verworfen werden muss. Hoffen wir auf die beste Lösung für den Verkehr von morgen und übermorgen. Letztendlich führt sowieso kein Weg an weniger Individualverkehr vorbei sonst erstickt die Welt unter einer Blechlawine, aber das ist ein anderes Thema welches definitiv  einen eigenen Eintrag verdient hätte.




Henning Schmidt |

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