Die Türkische Namensreform 1934 und ihre Folgen



Nachnamen sind eine recht junge Erfindung. Besonders gilt dies für Staaten die erstens historisch relativ jung sind und zweitens Ergebnis einer Moderniserungsdiktatur sind. Das vielleicht prominenteste Beispiel ist die Türkei. Hier gibt es Nachnamen erst seit 76 Jahren. Dies diente zum einen sicher der besseren Unterscheidbarkeit der Bewohner, verfolgte aber vor allem politische Ziele. Durch den Zwang sich einen türkischen Familiennamen zuzulegen wurde nach außen eine Türkifizierung und Homogenisierung des Staatsvolks erreicht die in vielen aber nicht allen Fällen kurdische Namen verschwinden ließ.Es handelte sich also um eine nationalistisch begründete Zwangsmaßnahme. Die Kulturelle Identität von Minderheiten wie Kurden,Schwarzmeergriechen oder Armeniern, soweit diese nach 1917 noch auf türkischem Gebiet verblieben waren spielte für Staatsgründer Atatürk,welcher sich in seiner Spätphase ohnehin zunehmend dem europäischen Faschismus zu wandte( vergleiche hierzu Wer war Atatürk?), schlichtweg keine Rolle .Andere  Völker hatten in seinem homogenen Nationalstaat keinen Platz.

Da ich weder Türke,noch kundig in Türkischer  oder osmanischer Geschichte bin, möchte ich allen interessierten an dieser Stelle eine Zweiteilige Serie ans Herz legen(Teil 1,Teil 2). Sie wurde auf dem Lynxx Blog publiziert und arbeitet die Namensreform und ihre Folgen viel besser auf als ich dass mit meinen eher rudimentären Kenntnissen über die moderne Türkei oder das osmanische Reich jemals konnte.

Viel Spaß mit den beiden Artikeln! 


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