Ist plagiieren "typisch konservativ"?



Es ist schon erstaunlich wie epidemisch sich das Phänomen Plagiieren in Dissertationen derzeit ausbreitet. Nach Karl-Theodor zu Guttenberg, der Stoiber Tochter Veronika Saß und der FDP Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin hat es nun mit Georgios Chatzimarkakis ebenfalls FDP Mitglied im EP bereits den vierten Politiker aus dem eher konservativen Lager erwischt.Damit noch nicht genug, mit dem Niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) und der Westerwelle Vertrauten Margarita Mathiopoulos (FDP) stehen aktuell noch mindestens 2 weitere Politiker des sogenannten bürgerlichen Lagers unter akutem Verdacht sich ihre Doktorgrade erschlichen zu haben. Aus dem Mitte-Links Lager  ist hingegen bislang kein einziger Fall bekannt. gibt es am Ende etwa gute Gründe warum dieses peinliche Problem bisher nur bei CDU/CSU und FDP aufgetreten ist oder ist diese Häufung lediglich Zufall?

Ich möchte mich an dieser Stelle einmal ein wenig aus dem Fenster lehnen  und die These aufstellen, dass die Häufung von Fällen im Konservativen Lager kein Zufall sondern eher ein Symptom ist. Meiner Meinung nach sind  Karrierestreben, die Jagd nach Statussymbolen und das Bedürfnis nach sozialem Prestige gerade in Konservativen Kreisen sehr viel Stärker verbreitet. Da reicht es dann nicht ein sehr gutes Diplom zu haben, wer etwas auf sich hält muss quasi promovieren und zwar auf Teufel komm raus auch um den Preis des Betrugs .  Nicht umsonst hat Guttenberg neben anderen fadenscheinigen  Gründen auch die Erwartungshaltung seiner Familie als Entschuldigung für sein Fehlverhalten angeführt.

In eher linken Kreisen so der Zweite Teil meiner These wird zwar durchaus  auch promoviert,der Titel wird aber anders bewertet.Da viele Linke oder Grüne tendenziell Postmaterialisten sind sind für sie eher  Themen wie  Frieden, eine saubere Umwelt, ein Job der Spaß macht oder Glück in der Liebe entscheidend. von einem, Doktortitel hängt nicht  das persönliche wohl und wehe ab. Man kann durchaus auch ohne ihn glücklich leben und arbeiten. Da Doktortitel tendenziell mit einem gewissen Elitedenken einhergehen sind sie mit linker Gesinnung ohnehin ein Stück weit inkompatibel.

Soweit meine Gedanken. Any comments?






Henning Schmidt |

Kommentare:

  1. Ich meine, es ist noch zu früh irgendwelche Tendenzen sehen zu wollen - dafür sind die Zahlen zu gering, um als Beweis gelten zu können. Außerdem wurde auf Vroniplag inzwischen der erste SPD-Politiker überführt. Aber in der Grundthese magst du durchaus Recht haben. Gruß

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  2. Hallo Lynxx!
    Selbstverständlich ist die Fallzahl zu gering um eine Tendenz im Empirischen Sinne ableiten zu können, Wer ist den der Erste überführte Soze? Kennt man dne oder ist das ein Hinterbänkler?

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  3. Hi, dieser SPD-Politiker ist eher in der zweiten Reihe:
    http://www.guttengate.de/doktorarbeit-2/brinkmann/2011/06/19/uwe-brinkmann-verzichtet-auf-doktortitel/

    Ebenso wie der CDU-Politiker Matthias Pröfrock:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Pr%C3%B6frock

    Mal sehen, wieviele noch folgen werden... :)

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  4. Hi!
    Na Mist damit ist meine These ja quasi schon falsifiziert. Jetzt kann ich höchstens noch bhoffen das Plagiieren in Konservativen Kreisen signifikant häufiger vorkommt. aber wie du sagst abwarten was noch kommt

    Viele Grüße !

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  5. Oder du dehnst zur Rettung deiner These das konservative Lager bis auf die SPD aus ;)

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