regional spezifische Sprachkentnisse die Dritte,oder Persisch die Zweite!



Das ich mich in meinem Studium und auch meiner nun beginnenden Forschungsarbeit mit der MENA- Region und besonders dem Iran beschäftige ist jedem regelmäßigen  Leser sehr gut bekannt. Nun ist es aber so, dass ich bekanntlich klassisch ausgebildeter Politologe mit den Nebenfächern Geschichte und Friedens-und Konfliktforschung in bin. Einerseits ist dies von Vorteil, denn dadurch bin ich breit ausgebildet und verfüge über vielfältige sozialwissenschaftliche Kentnisse, Diese sind denen von Orientwissenschaftlern mit Schwerpunkt Politik wie sie in Marburg ausgebildet werden in der Regel  überlegen.Mein Nachteil ist natürlich der, dass ich über keine regional spezifischen Sprachkenntnisse verfügen,die natürlich notwendig sind, wenn man in der Region forschen will.

Es gab in den letzten beiden Jahren bereits Zwei Anläufe dieses Defizit auszugleichen. Zunächst unternahm ich einen allerdings recht blauäugigen Versuch arabisch zu lernen.Nachdem dies neben der Magisterarbeit fast zwangsläufig scheitern musste, hatte ich Anfang des Jahres dann den ersten ernsthaften Versuch  unternommen anstelle von Arabisch wenigstens Persisch zu lernen, was ja angesichts meines Schwerpunktes Iran nicht einer gewissen Logik entbehrt. Dies hatte ich Mitte Februar auch zunächst motiviert begonnen. Obwohl die Arbeit mit Rosetta Stone Spaß machte, stellten sich schnell Problem mit dem Lesen und schreiben ein, was kein Wunder ist, denn es ist als Sehbehinderter der dazu noch eine gestörte räumliche Wahrnehmung hat ungeheuer schwer eine Schrift zu lernen, bei der es so stark auf kleine optische Unterschiede ankommt. Zusätzlich ist das Schreieben der Schrift durch meine  ebenfalls vorhandene Körperbehinderung schwierig. Da bleibt nur Schreiben am PC. Dafür muss man dann auch noch eine extra Tastenbelegung lernen, zusätzlich zu den Buchstaben und ihren 3 verschiedenen Formen, je nachdem ob sie am Anfang in der Mitte oder am Ende eines Wortes stehen.

Weiterhin ist der Versuch gescheitert die Arbeit mit Rosetta Stone durch Einzelunterricht in einer Sprachschule in Frankfurt zu ergänzen. Dieser Unterricht war teuer, unprofessionell und vor allem nicht regelmäßig. So kam es gleich nach der Ersten Stunde zu einem rund 8-wöchigen Loch. Auch der Ersatzlehrer der nach 8 Wochen auftauchte war zwar nett, hatte aber null Lehrerfahrung. Ich war ehrlich gesagt sein erster Schüler. Für 36€ die Stunde kann man mehr erwarten. Danch war ich dann so genervt, dass ich das Thema Persisch erst mal weitestgehend zur Seite gelegt habe. Das lag aber auch daran,dass ich ab Mitte Mai intensiv mit meiner Bewerbung bei der Heinrich-Bill-Stiftung beschäftigt war. Mit dieser bin ich ja seit letzten Donnerstag erst mal durch.

 Jetzt hab ich etwas Luft um das Thema Persisch nochmal neu anzugehen. Deshalb habe ich gestern erst mal den alten Kurs bei Rosetta Stone gelöscht. Zusätzlich hat mir meine geschätze Helferin und gute Freundin Philippa eine Neue Buchstabenliste geschrieben. Diese ist jetzt so sortiert, dass immer Buchstaben die eien gleiche Grudform haben untereinander stehen. So muss man sich nicht mehr dne ganzen Buchstaben einprägen,sondern nur noch die Anzahl der Punkte über oder unter ihm.In einem nächsten Schritt den ich aber noch nicht vollzogen habe, könnte man  die Buchstaben dann noch mit Bildern verknüpfen. So gibt es zum Beispiel eien Gruppe von Buchstaben die mich an eine Badewanne erinnern. Vielleicht kann ich mir das zunutze machen um sie mir einzuprägen, auch ohne dass ich sie mit der Hand schreibe.

Als weitere Maßnahme habe ich heute einen neuen Kurs mit Rosetta Stone begonnen. Dieser hat nun eine neue Schwerpunktsetzung. Statt alle Dimensionen der Sprache zu trainieren, habe ich den Kurs Lesen und Schreiben ausgewählt.. Den mache ich jetzt solange, bis ich erste Erfolge beim Lesen registriere.Zum Glück kann man die Schwerpunkte des Kurses bei Rosetta Stone ja Variabel  anpassen. Als dritten Baustein will ich mir einem Tandempartner oder Partnerin suchen,mit dem ich ein bisschen Persisch üben kann, während er oder sie von mir Hilfe mit Deutsch bekommt.Mal sehen ob sich am Marburger Orientzentrum mittelfristig jemand finden lässt.

Ein wichtiger und hoffentlich heilsamer Unterschied zum ersten Anlauf vor 7 Monaten ist aber auch darin zu sehen, dass sich meine Einstellung zum Thema verändert hat. Wollte ich Anfang des Jahres noch möglichst schnell brauchbare Kentnisse aufbauen, um schnell an einem normalen Kurs teilnehmen zu können, sehe ich das ganze jetzt wesentlich entspannter. Natürlich habe ich weiter dne Ehrgeiz Mittel bis Langfristig weningstens bescheidene Lese Schreib und Sprachkentnisse zu erwerben. Es reicht mir aber, wenn ich diese innerhalb der nächsten sagen wir-3-5 Jahre schaffe.Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Spracherwerb  nebenher laufen muss. Ich habe keine Lust die Promotion über Gebühr zu vernachlässigen. Was nützen mir schließlich Persischkentnisse, wenn ich dafür eine schlechte Promotion abliefere.Wie ich beide Projekte am Besten ausbalanciere muss die Zukunft zeigen. Das Projekt Sprache ist ein großes Experiment, dessen Ausgang- auch das muss an dieser Stelle gesagt werden,völlig offen ist. Es kann auch sein,dass ich nichts erreiche, und nach der Promotion das Arbeitsgebiet Iran räume,um mich einem anderen Thema zuzuwenden.

Das wäre zwar irgendwie dämlich, aber das Leben würde sicher weitergehen. Wozu bin ich schließlich  normaler Politologe und kein Zwitter aus Orientalist und Politologe. Dies ist im übrigen nicht abwertend gemeint, denn mit vielen Orientwissenschaftlern mit Schwerpunkt Politik habe ich die Letzten Jahren ja die Seminarbank gedrückt und mich angefreundet.

Soweit von mir ein kleines Update zum Thema regionale Sprachkenntnisse. Alles weitere werden die nächsten Jahre zeigen.

Henning Schmidt | ,

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