Uber Imperialismus unterm Schleier und islamischen Feminismus !



Einer der wohl populärsten  Annahmen der internationalen Islamkritik besteht darin, dass angeblich Islam und Frauenrechte unvereinbar seien, aus dieser falschen Annahme heraus mutieren dann ehemalige Linke wie meine " Lieblingsfeindin"  Alice Schwarzer zu verbohrten Islamfeinden,und bestreiten  letztendlich schon die Möglichkeit der Existenz einer spezifisch islamischen Feminismus.  Damit begehen Schwarzer und Konsorten Zwei große Fehler:  Erstens erkennen sie nicht,dass ihre linken ideale von Rechts gekapert werden,und  zweitens lassen sie die Frauen im Stich, welche unter hohem Einsatz für eine feministische Auslegung des Koran kämpfen, und damit dafür,ihre Situation im Rahmen ihrer Heimatlichen Lebenswelt und Kultur zu verbessern.

Ich glaube, der eigentliche Knakpunkt ist nun der, dass es Schwarzer Ayan Hirsi Ali und wie sie alle heißen überhaupt nicht darum geht die Situation der Frau innerhalb ihrer heimatlichen Kultur zu verbessern. Sie betreiben dass, was die Islamwissenschaftlerin Leila Ahmed vor wenigen Tagen in der SZ Imperialismus unterm Schleier nannte.Ich stimme ihr zu,wenn sie in dem Artikel beklagt, dass im Zuge der Terrordebatte die Rettung der Frauen  durch westliche Werte zur Rechtfertigung von Krieg herangezogen wurde. Mit einer sehr ähnlichen Begründung befürworten bis Heute,allerdings mit abnehmender Tendenz Grüne Parlamentarier das Himmelfahrtskommando in Afghanistan.Im Englischen ist diese Haltung auch als emdeded feminism, also eingebetteter Feminismus berühmt geworden. Frauenrechte gelten nur noch als moralische Rechtfertigung für die Gewaltsame Durchsetzung westlicher Demokratievorstellungen und Kultur.  Somit kommt der alte Imperialismus in vorgeblich liberalem Gewand zurück aus der Mottenkiste der Geschichte.Zurecht fordert Ahmed  eine Abkehr von dieser Falschen Politik und Denkstruktur..

Stattdessen sollte man lieber islamischen Feministinnen wie beispielsweise Amina Wadud mehr gehör verschaffen. Diese gilt heute als eine der wichtigsten Islamischen Feministinnen und hat der Taz ein lesenswertes Interview gegeben.

Ich wünsche mir, dass eine neue Gemneration europäischer Feministien künftig Wadud und andere in ihrem Kampf zu unterstützen, statt Kulturimperialismus zu betreiben.Damit wäre der islamischen Frau und der islamischen Welt tausend mal mehr geholfen als mit jeder humanitären Intervention, Gut gemeint ist eben auch hier das Gegenteil von gut.


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