Die Dunkele Seite von Volkswagen


Vor einiger Zeit hatte ich einen gelungen Werbespot von VW gebloggt, indem ein niedlicher Mini Darth Vader eine entscheidende Rolle spielt. Nun hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit einem mindestens ebenso guten Video den VW Spot gekontert, um auf VWs Lobbying gegen strengere EU Abgaswerte  zum Schutz des Klimas hinzuweisen.

Viel Spaß mit dem Video! Join the rebellion!





Link

Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben

Neues von der Promotion



Es ist etwas mehr als Zwei Monate her, da machte ich auf diesem Blog erstmalig konkrete Angaben zu meiner Promotion. Seither ist einiges passiert. Die Grundidee der vergleichenden Untersuchung von Sanktionen gegenüber dem Nahen Osten ist zwar geblieben, jedoch sind es nun Keine Zwei Länder (Iran Irak) sondern deren Vier (Iran Irak Syrien Libyen ) denen ich mich annehmen werde.

Auch deutetet sich inzwischen ein immer konkreteres Raster von  Variablen an, mit denen ich den Vier Ländern dann zu Leibe rücke. Welche das sind verrate ich aber erst mal nicht, man weiß ja nie ob nicht vielleicht jemand sonst die Idee plagiert.Außerdem hatte ich mir ja nach dem Letzten Eintrag den ich ja im Nachhinein gekürzt habe  vorgenommen  bei diesem Thema etwas vorsichtige zu bloggen

Jedenfalls  bin ich dafür,dass das Thema erst seit Anfang Mai in der jetzigen Form feststeht schon gut voran gekommen. Mein Doktorvater schrieb mir heute erst anerkennend das Exposé sehe gut aus und fange an ein Gesicht zu bekommen. Ich habe jetzt den Arbeitsauftrag die noch bestehenden Schwachstellen bis Mitte August auszumerzen. Ich bin optimistisch das mir dies gelingt und ich dann zum 1. September meine Bewerbung um ein Promotionsstipendium bei der Heinrich-Böll-Stiftung abgeben kann. Als Erste  Vorbedingung für eine solche Bewerbung gebe ich Morgen erst einmal meinen Antrag auf Annahme als Doktorrand im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der Uni Marburg ab.

Soweit mein Zwischenbericht.Das Projekt Dr. Phil kommt alles in allem  also ganz langsam ins Rollen!

Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Und nun etwas für Geeks von und mit Fredde Gredde



Hier  war es in der Letzten Zeit doch sehr Ernst. Es ging um Themen wie ökologisches Wachstum versus Postwachstum,Antizionismus versus Antisemitismus, oder Fußball in KZs. Ich denke es ist mal wieder an der Zeit das Blog mit etwas Popkultur für Geeks aufzulockern. Das soll hier ja auch Spaß machen.

Für diese Mission haben ich das Video Game Meadley des Schwedischen Liedermachers Fredde Gredde ausgewählt. Jeder der in den 80er und 90er Jahren  mit Konsolen zu tun hatte wird hieran seine Freude haben. Erstaunlicherweise gibt es im Video sogar brauchbare Deutsche Untertitel

Viel Spaß mit dem Video!



Link

Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben

Antisemitismus ist ungleich Antizionismus !



Gerade in Deutschland werden Antisemitismus und Antizionismus, wohl aus einer Art Überkompensation des Holocaust vorschnell gleichgesetzt. So wird kritik an Israels Politik zu Antisemitismus und der Kritiker Israels zum Antisemiten. Antisemitismus ist somit in Deutschland zu einer Politischen Waffe geworden, was der Deutsch-Israelische Historiker Mosche Zuckermann auch in seinem neuen Buch zum Thema macht.

Diese Gleichsetzung ist natürlich letztendlich blödsinnig. Zwar sidn so gut wie alle Antisemiten gleichzeitig auch Antizionisten, das heißt aber noch lange nicht das jeder Antizionist ein Antisemit ist. Das liegt vor allem daran das beide Begriffe etwas unterschiedliches meinen . Antisemit  ist wer den Juden als minderwertige Rasse betrachtet ihnen die Weltherrschaft oder die Kontrolle des Finanzsystems zuschreibt und sie deshalb im schlimmsten Fall vernichten, in jedem Fall aber stark diskriminieren will.

Antizionisten hingegen greifen die Idee des Zionismus also die jüdische Nationalbewegung an. Teils geschieht dies aus religiösen Gründen, weil nach Meinung mancher Ultra-orthodoxer Juden einzig der Messias den jüdischen Staat errichten darf, meist aber aufgrund dessen weil Israel auf dem Rücken der Palästinenser errichtet wurde. kritisiert werden also nicht Juden sondern der Zionismus und seine historische Entstehung. Ausführlicher kann der Unterschied in einem sehr schönen Artikel des Magazins Marx 21 nach gelesen werden. Israels Politik zu kritisieren ist also Anti zionistisch, solange man sorgsam von Israel und den Israelis spricht und nicht anfängt Israels Politik auf die Juden an sich zu übertragen


Dies wäre eindeutig antisemitisch aber auch ziemlich dumm, schließlich gibt es auf der Welt noch Millionen Juden die nicht in Israel leben.Man denke etwa an die großen liberalen jüdischen Gemeinden in den USA. Die mögen sich zwar teilweise mit Israel verbunden fühlen, sie oder die Juden an sich für Israel in Haftung zu nehmen ist aber rassistischer Unsinn, gegen den sich vernünftige Antizionisten auch unbedingt mit aller verfügbaren Entschlossenheit abgrenzen müssen.Dabei muss man sich auch vor unguten Vergleichen hüten, Das Israelische Besatzungsregime ist weder identisch mit Nazideutschland, noch mit dem Südafrika zu Zeiten der Apartheid.Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, jedoch auch Unterschiede.Gleichsetzungen helfen nicht sondern diskreditieren  lediglich das Eintreten für die Rechte der Palästinenser gerade in der vom Holocaust sensibilisierten Deutschen Öffentlichkeit.    

So wie ich Antizionismus verstehe muss es Aufgabe gerade der Antizionisten sein für das Recht auf Leben beider Volksgruppen einzutreten.Ob dieses Leben am Ende in einer Zweistaatenlösung stattfindet,für die sich allerdings meiner Überzeugung nach gerade das Zeitfenster schließt, oder in einem Binationalen Bundesstaat müssen letztendlich die Menschen vor Ort herausfinden. Eine aufgeklärte Anti zionistische Linke  muss sie dabei unterstützen ihren Weg zum Frieden zu finden.

Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Fußball im KZ



Über den Holocaust lernt man doch immer wieder etwas dazu und merkt das es fast nichts zu geben scheint,was nicht auch durch den Holocaust berührt wurde.Das gilt auch für den Fußball. Wie die Taz in einem Lesenswerten Artikel thematisiert, gab es offensichtlich in vielen Arbeitslagern regelmäßige Turniere und im KZ Theresienstadt sogar einen Ligabetrieb. Ziel der Maßnahme war es wohl zum einen die Häftlinge deren Arbeitskraft ja benötigt wurde gesund zu erhalten und zum anderen mit Hilfe des Fußballs die angebliche Harmlosigkeit  der Lager zu propagieren.

Für mich ist dieses Kapitel ein hoch interessanter aber auch perverser Aspekt des Holocaust.Etwas ungerecht finde ich dne Vorwurf an den DFB weil er den Lagerfußball bei seiner eigenen Vergangenheitsbewältigung offenbar ausgespart hat, den so wie ich den Artikel verstehe richtete nicht der DFB die KZ Spiele aus sondern die SS. Insofern ist der DFB zumindest für dieses Fußballkapitel nicht verantwortlich zu machen udn es daher meiner Ansicht nach legitim diesen Aspekt bei der eigenen Verbandsgeschichte nicht zu thematisieren. Darüber kann man aber sicherlich streiten


Ich wünsche viel "Vergnügen" mit dem Artikel!

Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Das rechte Israel



Auf diesem Blog wurde schon häufig über den Nahostkonflikt reflektiert, analysiert , geklagt und gewettert. Als ich vergangene Woche Sonntag auf  dem Vortrag von Shir Hever war,meinte dieser er rechne damit, das die Palästinenser im Herbst tatsächlich einseitig ihren Staat ausrufen würden. Sollten sie damit scheitern so Hever weitet  würden die Palästinenser vermutlich ihre Strategie ändern und ab sofort für gleiche Reche der Palästinenser in Israel eintreten. De facto wäre die Zwei-Staaten-Lösung dann tot und es würde auf eine Einstaatenlösung hinauslaufen.Für diese einzutreten ist in der Linkspartei  neuerdings ja gleichbedeutend mit Antisemitismus. Ein unsinniger Vorwurf den mit einer Einstaatenlösung wäre zwar das Projekt jüdischer Staat am Ende,das muss aber nicht bedeuten, dass Juden umkommen oder vertrieben werden müssen. Ziel muss vielmehr  ein demokratischer Staat für alle Bewohner Palästinas sein.

Davon abgesehen  ist dieser Staat eine Utopie vor allem wenn man sich die extremistische Stimmung in Israel ansieht. Linkszionisten, die letztlich für einen Zwei-Staaten-Lösung Kämpfen um das zionistische Projekt zu retten werden in einer Weise angefeindet die erschreckt.Dies wird in dem Feature das rechte Israel deutlich, das ich hier zum anhören zur Verfügung stelle.Wenn man sich die Lage in Israel anhand des Feature so anhört und realisiert welche undemokratischen  Gesetze da gerade verabschiedet werden muss man fürchten das Israel zu einer rechts-zionistischen Diktatur verkommt.Ich bin nur noch erschreckt und ratlos warum die politische Rechte in Israel nicht begreift  das sie den Frieden braucht wenn sie ihren jüdischen  Staat retten will. Wenn Israel scheitert, dann meiner Meinung nach nicht an seinen bösen arabischen Nachbarn sondern an seiner Unfähigkeit zu einem Kompromissfrieden.

Henning Schmidt | , , , | Kommentar schreiben

Ein Paar Gedanken zur Wahl in der Türkei



Nun ist die mit Spannung erwarte Wahl in der Türkei vorbei udn hat im Gegensatz zu vielen Erwartungen keine Zweidrittelmehrheit der regierenden AKP erbracht. Diese kaum "nur" auf rund 50% der Stimmen und 326 von 550 Sitzen. Das Ziel einer Mehrheit um im Alleingang eine Neuen Verfassung ausarbeiten zu können ist damit gescheitert. Erdogan müsste sich nun Partner Suchen um seine Neue Verfassung noch durchzusetzen, den sowohl die Nationalistische MHP als auch die Kemalisische CHP haben mit 13 und 25,9% recht gut abgeschnitten. Auch die Kurden bauen ihreren Einfluss aus und schicken zukünftig 35 statt 20 unabhängige Kandidaten ins Parlament die künftig eine BDP Fraktion bilden werden.

Was sind die Gründe für dieses Ergebnis ? Nun sicher hat Jürgen Gottschlich recht, wenn er auf den Wirtschaftsboom der letzten Jahre verweist.Gegen ihn hatte die Opposition letztendlich keine Chance. Populär ist auch Erdogans selbstbewusste Außenpolitik udn sein Eintreten für die Palästinenser. Kritiker von außen sehen hierin einen drohenden Neoosmanismus, für die Türkische Seele aber ist sie Balsam.

Ich persönlich bin ja etwas gespalten. Einerseits finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht, den Zu viel Macht für den durchaus zu Autokratie   neigenden Erdogan und seine Partei ist eventuell nicht gut. Also ist es sinnvoll, dass es jetzt einige Gegenkräfte gibt die seine Macht begrenzen. Andererseits zeichnet sich das Türkische Parlament nicht gerade durch einen Geist der Kooperation aus.Ich kann mir kaum Vorstellen, das sich CHP oder MHP in der Frage einer neuen Verfassung auf die AKP zu bewegen  und wenn doch, dann nur um den Preis die Minderheitenrechte weitgehend außen vor zu lassen. Wenn Erdogan es ernst meint blieben ihm eigentlich nur noch die 35 kurdischen Abgeordneten. Vielleicht wären sie als Bündnispartner zu gewinnen wenn er ihnen in der neuen Verfassung Autonomie anbietet. Das ist aber zum Jetzigen Zeitpunkt Spekulation.Fest steht aber das die Kurdenfrage sich künftig noch lauter stellen wird als bisher. . 

Kurz und gut meiner Meinung nach hat diese Wahl mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Das politische System der Türkei wird jetzt beweisen müssen ob es zum Kompromiss fähig ist. Das muss man von einem Land das sich selbst als Demokratie sieht und immer noch irgendwie irgendwann in die EU will  einfach erwarten können. Es bleibt auf jeden Fall spannend

Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Wohlstand ohne Wachstum?!



In meinem letzten Beitrag hatte ich   davon berichtetet, das ich am Kongress Jenseits des Wachstums ?! in Berlin teilgenommen habe und erwähnt, das es dort eine Debatte zwischen den Anhängern eines neuen Grünen Wachstums und den Anhängern einer Postwachstumsgesellschaft gab. Nachdem ich im vergangenen Betrag auf den Nationalen Wohlstandsindex als alternatives Grünes BIP verwiesen hatte möchte ich diesmal gewissermaßen doe andere Seite der Debatte zu Wort kommen lassen.

Dies tue ich indem ich auf ein interessantes Interview der Taz mit Tim Jackson verweise.Jackson ist Professor für nachhaltige Entwicklung an der Universität von Surrey in Großbritannien.Mit seinem Buch Wohlstand ohne Wachstum war er auf dem Kongress zweifellos einer der Stars  und Kronzeugen der Anhänger einer Postwachstumsgesellschaft. Ich fand das Interview  anregend. Interessant ist vor allem Das Jackson keinen Grundlegenden Widerspruch zwischen einer Postwachstumsgesellschaft und dem Kapitalismus sieht. Für ihn kann eine Postwachstumsgesellschaft vielmehr eine neue Erscheinungsform  des Kapitalismus sein. Damit steht  er  nach meinem Eindruck im Widerspruch zu den meisten Anhängern des Postwachstums . Für sie kann es kein Postwachstum geben ehe nicht der Kapitalismus  überwunden ist.

Trotzdem setzt auch Jackson  hohe Anforderungen für ein erfolgreiches Postwachstum. Er fordert immerhin nicht weniger als eine neue Makroökonomie also ein grundsätzliches Umdenken der Wirtschaftswissenschaften. Ob und wann dieses eintritt steht für mich noch in den Sternen, wobei Jackson selbst schon hoffnungsvolle Ansätze in diese Richtung  ausmacht. Man wird abwarten müssen wie sich die globale Debatte entwickelt. Das Nachdenken über Alternativen läuft aber und macht mir  Hoffnung darauf das wir unsere globalen Probleme in den Griff bekommen können, wenn wir es nur wirklich wollen.

Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben

Wachstum jenseits des Brutoinlandsprodukts



Vor rund Zwei Wochen war ich auf dem ATTAC Kongress jenseits des Wachstums ?! in Berlin. Dort wurde über die Frage diskutiert ob unsere Gesellschaft in Zukunft weiter Wachstum benötigt oder ob auch eine  schrumpfende Gesellschaft also eine Gesellschaft des Postwachstums denkbar ist Während die Anhänger eines weiteren Wachstums für ihre Idee eines neuen guten qualitativen Wachstums stritten, welches den Kapitalismus ökologisieren will und am prominentesten im Konzept des Green New Deal niedergelegt ist, plädieren die Postwachstumsanhänger für nicht weniger als die Überwindung des Kapitalismus, weil ihm ein Wachstumszwang inhärent sei der sich nicht zügeln lasse.Ich persönlich sympathisiere zwar mit der Postwachstumsfraktion, habe aber mal wieder festgestellt das mir der letzte Funke revolutionärer Elan einfach fehlt. Der Grenn New Deal erscheint mir einfach realistischer. Im Besten Fall kann er vielleicht eine Art Zwischenlösung auf dem  Weg zur Postwachstumsgesellschaft bieten.


Wenn man nun zu dem Ergebnis kommt, das ein anderes ökologisches Wachstum weiter nötig ist, wird allerdings klar, das man einen neuen Begriff von Wachstum bracht, den das klassische BIP ist für ökologische Wirkungen blind. in ihm erzeugt eine Ölpest  oder ein Wirbelsturm genauso Wachstum wie erneuerbare Energien, Ökolandbau oder Biotourismus.Hier kommen die Schleswig-Holsteinischen Grünen ins Spiel. Sie haben eine Wissenschaftliche Studie für Schleswig-Holstein  in Auftrag gegeben, die einen neuen Index zugrunde legt, nämlich den im Auftrag des Umweltbundesamts entwickelten Nationalen Wohlfartsindex (NWI). Da besondere an diesem Index besteht darin, dass er sowohl positive als auch  negative Kriterien, darunter auch Einkommensverteilung, Wasser- und Luftverschmutzung, CO2-Belastung, ehrenamtliche und häusliche Arbeit, Schäden durch Tabak-, Alkohol- und sonstigen Drogenmissbrauch, Schäden durch Verkehrsunfälle, Kriminalität, sowie Veränderungen der Kapitalbilanz. misst.

So kommt die Studie etwa zu dem Ergebnis, das der Wohlstand in Schleswig-Holstein nach den Kriterien des NWi sogar gestiegen ist, während er laut klassische, BIP stagnierte. Die Taz hat mit Robert Habeck Fraktionschef der Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag geführt. Dieser beabsichtigt übrigens mit dem Konzept des NWI unter dem Label eines Grünen BIP in den Wahlkampf zu ziehen.Ich freue mich darüber, den mit Green New Deal und NWI stünde den Grünen endlich eine kohärente Wirtschafts-- und Gesellschaftsphilosophie jenseits von Wachstumszwang und Neoliberalismus zur Verfügung.Ich bin gespannt wie sich die Debatte in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben
Minima Responsive Design by Be KreaTief · 2013 · Based on Five by 5202 · © Content Hennings wunderbare Webwelt