Rosetta Stone- Meine Bilanz nach knapp Einenhalb Jahren !



Liebe Leserinnen und Leser!


Zunächst möchte ich mich für die bombastische Resonanz zu meinem mittlerweile über ein Jahr alten Erfahrungsbericht zu Rosetta Stone Persisch bedanken. Er wurde inzwischen über 17.000 mal gelesen, weil er offenbar sehr hoch bei Google gelistet ist und einer der ganz wenigen ausführlichen Artikel zum Produkt im Deutschsprachigen Internet zu sein scheint. Die meisten Kommentatoren  unter dem Artikel fragten mich, wie mein lernen mit der Software weiter verlaufen sei, um eine Einschätzung zu erhalten, ob sich der Kauf der Software lohnt. Sinn dieses Artikel soll es nun sein, diese Nachfragen aufzugreifen und meine Erfahrungen  rund 16 Monate nach dem Kauf der Software zu reflektieren.

Zunächst muss ich sagen das mein Umgang mit der Software nicht gradlinig verlaufen ist.Das heißt ich habe nicht 16 Monate täglich mit ihr trainiert,sondern bin in meinem Bemühen Persisch zu lernen einige Umwege gegangen.So habe ich nach circa 3 Monaten mehr oder weniger regelmäßiger Arbeit mit der Software versucht die Arbeit mit Rosetta Stone  durch Einzelunterricht zu flankieren.Der war grauenvoll und ich danach erst mal demotiviert mich mit der Sprache weiter  zu befassen. Dann hab ich  letztes Jahr im Spätsommer wieder etwas mit der Software gearbeitet, dann aber weil ich irgendwie das Gefühl hatte Rosetta Stone allein bringt mich nicht weiter zwischen Oktober 2011 und Februar 2012 an dem Knüppel hartem Persischkurs bei uns an der Uni teilgenommen. Der war so Zeitintensiv, dass ich keinen Nerv mehr hatte zusätzlich noch Rosetta Stone zu benutzen.Nach dem Scheitern in diesem Kurs arbeite ich jetzt seit 11. Februar ziemlich regelmäßig( im schnitt 1- 2 mal Pro Woche für circa 90 Minuten )  mit der Software und werde nun dabei bleiben. 

Wie sieht meine Bilanz nun aus?  Ich kann mich vielem anschließen, was ein gewisser Josef vor wenigen Tagen unter dem Eintrag schrieb. Rosetta Stone hilft mir ein Gefühl für die Sprache zu bekommen und das Vokabular brennt sich sehr gut ins Gedächtnis. Wie Josef habe auch ich erlebt, dass ich durch die Stadt gelaufen bin und dann Dinge wieder erkannt habe zu denen mir dann die Vokabel eingefallen ist. So zum Beispiel ein Vorbeifahrendes Auto,auf Persisch Maschin oder Äpfel im Supermarkt , auf Persisch Sib, um nur  zwei Beispiele zu nennen. Auch die Aussprache wird gut trainiert. Schlecht finde ich die Bildschirmtastatur zum Schreiben üben, da man die extrem schlecht lesen kann. Ich bin zwar Sehbehindert,aber auch Freunde von mir mit gesunden Augen hatten echt Probleme die Buchstaben auf der Tastatur zu sehen.U.a. deshalb habe ich persönlich Schreiben zu meiner absolut niedrigsten Priorität gemacht und praktiziere seit Februar einen Kurs mit den Schwerpunkten Lesen, Sprechen hören. Bei Rosetta Stone kann man nämlich,wie ich inzwischen weiß,beim erstellen eines Benutzers unter verschiedenen Modi wählen, also entscheiden,welche Schwerpunkte der Kurs den man mit der Software macht haben soll. Das kann man auch jederzeit während eines laufenden Kurses ändern wenn sich die Prioritäten verschieben.

Von dem Nebenbei lernen der Grammatik bin ich auch nicht zu 100% überzeugt. Ich bin jetzt in der Dritten Hauptlektion des ersten Sprachlevels und muss sagen,dass es gerade bei neuer Grammatik schon manchmal dauert bis man so ganz ohne Buch überhaupt begreift was das Programm von einem will und was hier genau trainiert werden soll.Durch das häufige Wiederholen begreift man aber durchaus  langsam  die Verknüpfungen der Grammatik. Was der Software fehlt sind erklärende Übungen zum Alphabet, Es wäre schön wenn man am Anfang mal ein zwei Übungen hätte die einen spielerisch einführen und mit den Namen der Buchstaben bekannt machen. Dies geschieht zwar indirekt aber ein wenig direkter wäre sicher sinnvoll. Vielleicht wäre das ja was für Rosetta Stone Persisch Version 4.

Insgesamt ist die Software ihr Geld absolut wert. Sie bietet durchdachte Übungen ist leicht verständlich , schafft ein Gefühl für die zu erlernende Sprache und festigt durch sogenannte Adaptive Recalls auch Wissen aus früheren Lektionen immer wieder.Dennoch würde ich empfehlen sich nicht nur auf die Software zu verlassen sondern wenn es die Zeit irgendwie erlaubt noch einen anderen Zugang zur Sprache zu wählen. Das kann ein Kurs in der Volkshochschule, ein Tandempartner, das Ansehen von Persischen Filmen mit Untertiteln oder ähnliches sein, ganz nach Zeit und Lust. 

Ich arbeite zum Beispiel seit Mitte April zusätzlich zur Zeit mit der Software zusammen mit einer sehr netten Kommilitonin aus meinem Persischkurs unser im Kurs verwendetes Buch  Sprachkurs Persisch  von Farmarz Behzad  und Soraya Divshali, erschienen im Alefba Verlag von Anfang an durch,Außerdem sprechen wir auch persisch. Altgassituationen wie sich Vorstellen, erzählen wo man Herkommt und wo man lebt oder einen Tee bestellen kann ich  jetzt bereits bewältigen.Für mein Zeitbudget neben der Promotion ist diese Kombination jedenfalls momentan die praktikabelste.

Ich hoffe der Artikel hat gefallen und freue mich auf Fragen und Ergänzungen in den Kommentaren. 

Henning Schmidt | ,

Kommentare:

  1. Ich habe gerade mit Arabisch begonnen und bin echt gespannt wie das wird. So ganz ohne Einführung der Schrift finde ich die erste Lektion schon ziemlich anspruchsvoll...aber es mach zumindest Spaß! :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Lena !

      Ja die Schrift ist ein Hürde, aber Wenns Spaß macht ist das alles machbar,

      Viel Erfolg noch !

      Löschen

Minima Responsive Design by Be KreaTief · 2013 · Based on Five by 5202 · © Content Hennings wunderbare Webwelt