Me Too- Wer will schon normal sein?



Ist de Deutsche Titel einer spanischen Tragikomödie aus dem Jahr 2010. Erzählt wird die Geschichte des 36 Jährigen Daniel. Dieser hat das Downsyndrom und soeben als erster Europäer mit dieser Behinderung sein Sozialpädagogik Studium abgeschlossen.Kaum hat er seine erste Arbeitsstelle in Sevillia angetreten, lernt er seine Arbeitskollegin Laura kennen.Mit viel Gefühl zeigt der Film nun  die sich entwickelnde Freundschaft und am Ende Liebe der beiden. Daniel läuft dabei immer wieder gegen Wände, denn obwohl er sogar Akademiker ist-eine für Menschen mit Downsyndrom außergewöhnliche Leistung, muss er ständig um Anerkennung ringen. Die aufkeimende Liebe der beiden wird ohnehin abgelehnt, und zwar nicht nur durch die Umwelt, sondern auch durch Daniels Familie. Eine "normale"Frau verliebt sich schließlich niemals in einen wie Daniel !

Der Film ist anrührend, schafft aber gleichzeitig den Spagat zwischen glaubwürdiger Geschichte und übertriebenem Behinderten Pathos.Der Film greift in zwei Nebenhandlungen die Frage der sexuellen Selbstbestimmung Behinderter auf, die gerade vom Downsyndrom betroffenen gerne abgesprochen wird.Eine problematische Position, denn dann müsste man auch Menschen mit anderen genetischen Defekten den Sex verwehren damit nicht "falsche" Kinder geboren werden.

Ich möchte den Film empfehlen. Er erzählt eine wunderbare Geschichte und regt außerdem zum Nachdenken über die Frage an,was Normalität überhaupt bedeutet und ob dieser Begriff überhaupt  eine brauchbare gesellschaftliche Kategorie darstellt.

  
Henning Schmidt |

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