Vier gegen mobiles Internet



Smartphones und die Möglichkeit mit diesen Mobil im Internet zu surfen ist für uns Europäer recht normal geworden. Das ist nicht überall so, wie man laut eines Berichts auf der amerikanischen  Nahost Nachrichtenseite AL-Monitor an einem aktuellen Beispiel aus dem Iran sieht.dort startete vor einiger Zeit Rightel und damit der erste 3 G Internetanbieter der seinen Kunden Zugriff auf Videotelefonie ermöglicht.  Während die  User im Großraum Teheran davon verständlicherweise begeistert sind, mobilisieren konservative Geistliche entschieden gegen den Service und fordern seine Abschaltung.

Die vier  Großajatollahs Nasser Makarem-Shirazi, Hossein Nouri Hamedani , Jafar Sohbhani und Seyyed Sajjad Alavi Gorgani haben nun sogar eine Fatwa  also ein islamisches Rechtsgutachten gegen Rightel erlassen. Für sie ist die Firma und Handyinternet ein Einfallstor für Dekadenz und Korruption.  Von der heiligen Stadt Quom ausgehend läuft derzeit  außerdem eine Petition gegen die Firma und  auch 17 Parlamentarier haben die Regierung aufgefordert die Firma zu schließen. 

In Wahrheit dürfte es jedoch weniger um die öffentliche Moral, sondern vor allem darum gehen zu verhindern, dass der iranischen Jugend im Fall von Protesten nach der Präsidentschaftswahl  im Juni ein schneller Dienst zur Verfügung steht, über den sie Berichte  ins Ausland bringen können.Wie so oft geht es also zu forderst um Machtsicherung,Die Geschichte zeigt außerdem wie nervös die Machtelite  ist, wenn schon ein einfacher Dienstleister solchen Aktionismus erzeugt noch bevor irgendetwas passiert ist.



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