10 Jahre Kopftuchverbot


Gestern vor 10 Jahren hat Baden-Württemberg als erstes Bundesland das Verbot des Kopftuchs im öffentlichen Dienst erlassen. Aus diesem Anlass hat der Deutschlandfunk einen interessanten Beitrag produziert, der die Debatte sehr gut rekonstruiert und ihren aktuellen Stand aufzeigt. Sie ist nämlich  noch  immer nicht abgeschlossen.Ganz im Gegenteil.Aktuell greifen 2 Lehrerinnen die vorbete der Länder vor dem Bundesverfassungsgericht an.Eine Entscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet.

Meine Haltung zum Kopftuchverbot ist seit Jahren unverändert.  Ich halte es in seiner seit 10 Jahren praktizierten Form für Verfassungswidrig. Man kann ein solches Verbot unter Berufung auf die Neutralität der Schule durchaus erlassen. Dann ist es aber notwendig im Sinne eines konsequenten Laizismus alle religiösen Symbole aus den Schulen zu verbannen. Schluss also auch mit der Nonnentracht, der Kippa , dem Kreuz am Hals der Lehrerin oder am Revers des Pfarrers der in der Schule unterrichtet. Solange dies nicht gewährleistet ist und sich die Gesetze exklusiv gegen das muslimische Kopftuch wenden sind sie schlichte Diskriminierung und gehören aufgehoben.Deshalb hoffe ich, dass sich die aktuellen Klägerinnen  durchsetzen und endlich eine konsequente Entscheidung fällt. Entweder für mehr religiöse Vielfalt in den  Schulen, oder für  mehr Laizismus !

Henning Schmidt | ,

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