Die unregierbaren - Indioproteste in Bolivien



Bolivien ist eines der ärmsten Länder Latainamerikas, bekannt vor allem für seinen Kokaanbau.Weniger Leute wissen, das in Bolivien aus Koka nicht nur Drogen, sondern auch Tees salben und andere harmlose Medizinprodukte gefertigt werden. theoretisch konnte Bolivien diese Produkte exportieren, was die Situation der Indigenen Kokabauern verbessern würde. Dies ist aber nicht möglich, da es ein internationales Übereinkommen gibt, welches den Export von Koka in jeder Form verbietet.

Politisch wird das Land geprägt durch einen extremen sozialen Gegensatz.Grob spielt sich dieser zwischen reichen Hochlandbewohnern und armen Indianern ab , aber auch innerhalb der Indianischen Bevölkerung gibt es Spannungen zwischen Stämmen im Amazonasgebiet und Hochlandindianern. Schön nachlesen kann man dies in einem Artikel bei Spiegel Online .An diesem kann man den Marsch des Spiegels nach Rechts sehr gut ablesen. Ich jedenfalls finde es bemerkenswert mit welcher Verachtung zwischen den Zeilen der Autor über  den Konflikt berichtet.

Aktuell geht es um eine Fernstraße. Die soll durch einen Amazonas Nationalpark führen,wogegen sich die dort lebenden Stämme verständlicherweise wehren. Auf der anderen Seite steht die Gewerkschaft der Kokabauern, die von der Straße profitieren würden. Dies bringt Morales, dessen Macht von beiden Unterstützergruppen getragen wird in eine Zwickmühle, ist aber kein Konflikt, der sich in einer auch nur halbwegs funktionierenden Demokratie nicht durch Instrumente wie Meditation lösen ließe. Bei Spiegel Online lähmt der Konflikt dann aber gleich das ganze Land, und die Regierung Morales wird mal eben pauschal als eine Bande von Drogenschmugglern ab qualifiziert.

Auch von direkter Demokratie hält der Spiegel anscheinend nichts, den der von Morales vorgeschlagene Lösungsweg die Anwohner im Betroffenen Amazonasgebiet über die fragliche Fernstraße per Volksentscheid abstimmen zu lassen, wird als verwerfliches einknicken des Präsidenten vor den Amazonindianern interpretiert.

Ich will ja garnicht behaupten, dass der Autor mit einem Teil seiner Analyse nicht recht haben könnte, ich kann ihm mangels Fachkenntnissen sowieso nicht eindeutig das Gegenteil beweisen. Ich finde nur widerwärtig wie verächtilich über Konflikte(ausschließlich zerstörerisch und bedrohlich), und soziale Bewegung geschrieben wird. Man bekommt den Eindruck dem Autor wäre ein Sturz der Regierung Morales ganz recht, auch wenn er immerhin zu gibt, das die Opposition keinen brauchbaren Kandidaten zu bieten hat,welcher das multiethnische Land befrieden konnte.

Wie auch immer ich höre besser mal auf, den ich bin ja selber Parteiisch. Lest den Artikel und bildet euch eine eigene Meinung. Kann ja auch sein, dass ich die Sache gerade im Moment zu krass wahrnehme. Ich würde mich über Kommentare freuen.

   
Henning Schmidt |

1 Kommentar:

  1. ich glaube dieser Konflikt ganz klar gezeigt hat, daß Morales von Füßen und Händen fixiert ist. Er regiert das Land überhaupt nicht, sondern die Kokabauer und seine Parteigenossen.

    Morales ist ein Lügner, früher hat die indianische Kulturen und Völker sowie die Natur ganz mutig verteidigt und jetzt????

    Nur die Interesse der Hochlandindianer sind ihm wichtig, obwohl richtige indigene Bevölkerung in Bolivien sind ca. 20%, die große Mehrheit sind Mestizen, der Morales selbst ist ein Mestize.

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