Mein 2009

Zum Jahreswechsel ist es ja allgemein üblich auf das vergangene Jahr zurück  zu blicken, und Vorsätze für das kommende zu formulieren. Diese Praxis habe ich auf diesem Blog bislang weitgehend unterlassen, wenn man mal davon absieht, das ich an jedem Jahresende bilanziere wie viele Menschen auf das Blog zugegriffen haben.

Dieses Jahr werde ich es mal anderes machen und den BlogleserInnen erstmals einen persönlichen Jahresrückblick zumuten Hier also die Antwort auf die Frage wie mein 2009 war.

Nun es war zunächst auf der gesundheitlichen Ebene Krisen frei. Weder hat mich die Schweinegrippe dahin gerafft,   Ebenso blieb ich von Knochenbrüchen oder ähnlichen Katastrophen verschont. so weit so gut

Ansonsten war 2009 ein vergleichsweise Arbeitsreiches Jahr.Zu Beginn produzierte ich meine Letzte Hausarbeit in Geschichte, um dann im vergangen Sommersemester meine letzten Hausarbeiten in Politik und Friedens und Konfliktforschung anzufertigen,was trotz anfänglicher Bedenken sowohl Zeitlich, als auch von den Noten her sehr gut klappte.

Seit Oktober Arbeite ich nun schon an meiner Magisterarbeit, welche ich dann am 14. Januar 2010  offiziell anmelden werde. Sie hat inzwischen auch einen offiziellen Titel,der wie folgt lautet:

Iran- Regionaler Hegemon oder Gernegroß?

Eine Analyse Politischer,Militärischer,Ökonomischer,und Kultureller Potenziale

Damit ist der Vorsatz für das kommende Jahr natürlich selbsterklärend, und besteht darin das Magisterarbeitsprojekt möglichst grandios abzuschließen, um so eine Grundlage für eine anschließende Promotion zu haben. Das Erste Jahr des Zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts seht also ganz im Zeichen des Studienabschlusses. Ansonsten werde ich versuchen weiter an mir zu arbeiten und noch zufriedener durchs Leben zu gehen.

 ´Das wars von mir in 2009  ich wünsche allen einen Guten Rutsch ins Jahr 2010 - Man liest sich! 

     
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Warum Netzneutralität?

Das Thema Netzneutralität ist eines de politischen Themen, die in Deutschland kaum Beachtung finden obwohl es nicht unwichtig ist. Die Frage wie weit Provider regulierend in den Datenverkehr des Internet eingreifen dürfen ist entscheidend dafür, wie frei wir als Nutzer das Internet nutzen können.Dabei werden sowohl Fragen des Verbraucherschutzes und  der Meinungsfreiheit, als auch  des Jugendschutzes berührt.Es handelt sich also um ein wunderbares Politisches Querschnittthema,über das wie gesagt viel zu wenig gesprochen wird.

Deshalb haben der Netzpolitik Aktivist Markus  Beckedahl von Netzpolitik.Org und  Falk Lüke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen  auf dem gerade zu ende  gegangen Chaos Communication Congress des Chaos Computerclubs einen sehr guten einführenden Vortrag zum Thema gehalten. Dessen Folien stelle  ich als kleinen Service für meine Werte LeserInnenschaft zum Download bereit.

Viel Vergnügen!


Via Netzpolitik org
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Frohe Weihnachten 2009

 Wie alle Jahre Wieder wünsche ich allen  LeserInnen  KommentatorInnen und  FeedabonenntInnen auch 2009  ein entspantes und hinsichtlich der Geschenke befriedigendes Weihnachtsfest  Lasst es euch gut gehen. genießt das Essen und übt euch in familieärer Harmonie
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Montazeri gibt Opposition Neuen Schwung

Es gibt Menschen die sind so Einflussreich und charismatisch, das sie auch nach ihrem Tod Menschen inspirieren und motivieren.Ein solcher Fall ist auch Großayatollah Montazeri. Zu dessen Heutiger Beisetzung Kamen Hundetausende,und funktionierten die Beerdigung somit zu einer Massendemonstration gegen das Regime um.Die in den letzten Monaten weitgehend ausgeschaltete Grüne Bewegung hat damit ein ums andere mal gezeigt das sie sich trotz aller Repression nicht zerschlagen lässt.

Interessant dürfte nun die weitere Entwicklung sein.Nach Schiitischem Glauben stehen nämlich am Siebten Tag nach dem Tod eines hohen Würdenträgers erneute Trauerkundgebungen auf dem Programm.Diese fallen am Sonntag mit Aschura einem der höchsten Schiitischen Feiertage zusammen. Es dürfte dem Regime schwer fallen zu verhindern das die Protestbewegung den hohen Feiertag zu erneuten Protesten nutzt.Eine weitere Möglichkeit ergibt sich dann erneut  40 Tage Nach Montazeris Tod.

Sollte es bei Protesten weitere Tote geben ließe sich für diese dann erneut der selbe Mechanismus nutzen Somit könnte man eine Kette religiös begründeter Massenversammlungen auslösen.Mit der selben Taktik setzte Khomeini seinerzeit auch den Schah erfolgreich unter Druck.Kurz und Gut Montazeri hat der Protestbewegung durch seinen Tod neuen Schwung und die Legitimität neuer Proteste beschert. Es bleibt spannend.  
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Ayatollah Montazeri gestorben

Heute ist kein guter Tag für den Iran. Wie die New York Times meldet  ist heute Nacht Ayatollah Montazeri im Alter von 87 Jahren gestorben.Nun ist der Tod in diesem hohen Alter sicher nichts ungewöhnliches,dennoch trifft er den Iran zur Unzeit.

Immerhin war Montazeri der höchste Kleriker des Iran und verfügte als solcher über eine nicht zu unterschätzende religiöse und moralische Autorität. Es wird abzuwarten sein ob und wie die Opposition diesen Verlust verkraften wird.


Aufgebahrt in Qom: Ayatollah Hossein Ali Montazeri
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Mal wieder was mit Liebe

Von Zeit zu Zeit werde ich melancholisch,und lasse mich von Liebeslidern berühren.zuletzt war das im Frühjahr der Fall.Auch jetzt ist mir wieder ein Song über den Weg gelaufen dem ich mich nicht entziehen kann. Schuld ist bestimmt Weihnachten, ist ja schließlich das Fest der Liebe, und da werde ich mir traditionell meines anhaltenden Single Daseins bewusst.

Selbstverständlichkeit von den Monsters of Liedermaching ist ein wunderschönes Liebeslied das ich hiermit allen Liebenden und melancholischen Singles vorgezogen zu Weihnachten Schenke.

Genießt den Song !




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Katzenjammer- A bar in Amsterdam

Ich bin seit gut einem Jahr ein begeisterter Hörer des Weltmusik  Senders Funkhaus Europa des WDR.Das liegt vor allem daran das dieser Sender als einer der ganz wenigen im Öffentlich-rechtlichen Sektor Musik jenseits des Mainstream spielt.Dies ermöglicht dann von Zeit zu Zeit die Entdeckung musikalischer Perlen.

Eine solche möchte ich nun mit meinen LeserInnen  teilen.A Bar in Amsterdam von der Norwegischen Band Katzenjammer macht schlicht und einfach großen Spaß. wilde Punkmiezen die ordentlich abgehen.

viel Spaß !




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Bist du Liberal? Oder in der FDP?

Ich persönlich bin ja schon lange der Ansicht das die Politik der FDP schon lange kein Liberales Profil mehr hat. Weder werden Bürgerrechte im Innern offensiv vertreten, noch eine progressive Außenpolitik gemacht Allenfalls wird aus wirtschaftlichem Kalkül vor zu forscher Kritik Beispielsweise an China gewarnt.Alles was vom Liberalen Profil noch übrig scheint sind Geschenke an bestimte Klienten wie Apotheker oder die Hotellerie.

Das ich mit meiner vernichtenden Bewertung des Westerwellischen Liberalismus nicht alleine Stehe zeigt ein schöner Artikel bei Zeit Online dessen Titel ich 1:1 für diesen Eintrag übernommen habe.Schöner ist die FDP  aus meiner Sicht selten als das demaskiert worden was sie ist- eine degenerierte Honoratioren und Klientelpartei.Wer wirklich an einem umfassenden Verständnis von Liberalismus interessiert ist,hat aus meiner Sicht gegenwärtig nur eine Heimat im Parteiensystem, nämlich die Grünen.
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Schwarz-Gelber Weihnachtsmann

Weihnachten ist zwar noch eine Woche hin, aber die folgende Karikatur passt einfach zu gut  zu den Schwarz-Gelben Weihnachtsgeschenken die  wider jeder finanziellen Vernunft am Freitag  beschlossen werden sollen einerseits, und der dahin siechenden Sozialdemokratie andererseits.

Viel Spaß!



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Musik zur Nacht ll

Und wieder ein kleiner Musikalischer Betthupferl erneut dargeboten von Mark Knopfler und Eric Clapton. Die Beiden spielen 1988  auf dem Solidaritätskonzert für  Nelson Mandela im Wembly Stadion Brothers in Arms! Ein absolutes Gänsehaut Stück !




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40 Jahre Roter Stern !



Meine Stammbuchhandlung  der Rote Stern wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Das Besondere an diesem Laden ist seine Organisation, den er wird als Kollektiv betrieben, was konkret zwei Konsequenzen hat.

a) Alle elf Angestellten des Ladens sind zugleich Eigentümer,
b) deshalb gibt es keine Chefs sondern alles wird im Konsens entschieden.

Wie sich der Laden im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat, hat Gesa Cordes für die FR in einem netten kleinen Artikel festgehalten. Ich Wünsche dem Laden in dem ich seit rund 6 Jahren nahezu jedes Buch oder Hörbuch gekauft habe noch viele viele erfolgreiche Jahre.

Dank der immer freundlichen Menschen im Laden bin ich schon auf viele literarische Perlen gestoßen die ich sonst nie bemerkt hätte, Dies ist die wahre Stärke eines Buchladens die auch Amazon nicht ausstechen kann. Hier kann man stöbern und wenn man nur eine ungefähre Ahnung hat was man  sucht. bekommt man wertvolle Tipps.
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Musik zur Nacht

Für alle Nachtschwärmer und diejenigen die sich von einem schönen Stück Musik ins Bett geleiten lassen wollen hier mein Vorschlag;

Eric Clapton und Mark Knopfler performen Layla 
 


 
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Neues aus der Studierstube

Mittlerweile ist das Semester etwa zur Hälfte vorbei, und es bietet sich an mal wieder einen kleinen Zwischenbericht über den  Fortgang meiner Studien Endphase abzugeben- Hier gibt es mittlerweile durchaus einiges zu berichten.

Zunächst leider etwas betrübliches. Meine Versuche Arabisch zu lernen habe ich letzten Donnerstag bis auf weiteres Begraben. Das schreiben und Lesen der Schrift macht mir leider so große Schwierigkeiten, dass ich den Übersetzungsübungen im Buch nicht im Geringsten folgen konnte, weshalb mir eine weitere Teilnahme am Kurs letztendlich sinnlos erschien.Ich weiß noch nicht genau ob die Probleme mit der Schrift so beschaffen sind das ich schlicht zu blöd bin sie zu lesen, oder ob sich das ganze mit Viel Übung lösen ließe. Fest steht das ich sie wohl nie mit der Hand werde schreiben können.Hier setzt mir meine durch die Spastik eingeschränkte  Motorik  Grenzen. Ich hoffe das es Trainingsprogramme für den PC gibt die das Lesen und erkennen der Buchstaben schulen.Eventuell greife ich das Thema nach der Magisterarbeit noch mal auf. Die letzten Wochen haben mich jedenfalls gelehrt das man eine Sprache wie arabisch nicht neben der Vorbereitung einer Magisterarbeit erlernt.

Abgesehen von diesem Tiefschlag läuft es aber ganz gut. Die Magisterarbeit nimmt mehr und mehr Formen an. Thema wird das Iranische Streben nach Regionaler Hegemonie in der Golfregion sein, wobei als Theoretische Grundlage der Neorealismus nach Kenneth N. Waltz dienen wird.Diesen werde ich dann hinsichtlich des Iran möglichst fundiert analysieren und kritisieren.Allerdings fehlt mir derzeit noch ein schön griffiger Titel für das Kind, aber das wird schon noch werden. Am 13. oder 14. Januar erfolgt dann die Anmeldung der Arbeit und ab 25.2. beginnt dann die Uhr zu laufen.
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Twypper die twitternde Schreibmaschine

Hier mal ein cooles Gadget zum Kurznachrichtendienst Twitter.Bastler in den USA haben eine elektrische Commodore  Schreibmaschine so getunt, das sie die Twitter Timeline ausdruckt. Das braucht zwar an sich niemand,aber darum geht es ja bei Gadgets seit je her nicht.Was zählt ist das es geht.




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Wenn der Herr der Ringe auf wir sind Helden Trifft

Steht am Ende eine ziemlich schmerzhafte Parodie.

Viel Spaß mit Wir sind Elben und ihrem Hit  nur ein Ork!


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Atomwaffen sind Unislamisch

Mal wieder ermutigende Signale aus der Islamischen Republik Iran. Während die Welt gebannt auf die Atomverhandlungen stiert,stellt der einflussreiche Großajatollah Hossein Ali Montazeri in einem islamischen Rechtsgutachten einer sogenannten Fatwa fest, das Atomwaffen unislamisch seien.Für Montazeri der in der klerikalen Hierarchie  über dem Revolutionsführer steht verstoßen Atomwaffen gegen das Tötungsverbot  des Islans.Montazeri geht sogar soweit seien Anhänger aufzufordern Waffen ganz allgemein zu ächten. Er bezieht also eine ausgesprochen pazifistische Position.

Der Rebellische Großajatollah der schon seit 20 Jahren unter Hausarrest steht ging  nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl sogar soweit, dass die Islamische Republik weder republikanisch  noch islamisch sei.  Es handele sich nicht einmal mehr um eine „Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten“ (velayat-e faqih), sondern nur noch eine „Herrschaft der Sicherheitskräfte“ (velayat-e nezamiyan). Hintergrund der Fatwa ist ein interessanter Theologischer Disput, den Katajun Amnipur in ihrer diesem Post zugrunde liegenden Analyse erhellt.

Das Außenpolitische Signal das Montazeri und die Grüne Bewegung hier aussenden besteht wohl darin, das von einer Reformregierung unter der Führung Mir Hussein Mussawis keine Gefahr für die westliche Welt ausgehe. Ob das stimmt wird sich vielleicht noch zeigen.Wer aber glaubt Mussawi würde das Atomprogramm widerstandslos aufgeben irrt.Richtig ist aber wohl das Mussawi und seine Anhänger in der Atomfrage pragmatischer wären.
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Warum ich Marienhof mag

Es ist mal wieder Zeit meine Leidenschaft für eine  Serie zu bekennen. Auch wenn es einem mit bald 30 und als ansonsten recht intellektueller Mensch  nicht unbedingt gut ansteht, ich mag nach wie vor Daily Soaps und gucke sie sehr gerne als Entspannung.Zu meiner inzwischen einzigen wirklich regelmäßig verfolgten Serie dieser Art hat sich dabei Marienhof entwickelt. Weitgehend geheilt bin ich hingegen von Verbotene Liebe oder Gute Zeiten Schlechte Zeiten wo ich nur noch höchst selten hängen bleibe.

Marienhof mag ich vor allem wegen seiner Gemütlichkeit.In diesem  Stadtviertel komme alle aus in etwa der selben sozialen Schicht,und alle kommen mindestens gut miteinander aus oder sind sogar miteinander befreundet . Auch Außenseiter haben hier ihren festen Platz, so gibt es seit Ewigkeiten einen Charakter mit der Glasknochenkrankheit,und seit 2008 mischt auch  ein Autistischer Charakter mit.Diesem wird gerade eine äußerst niedliche aufkeimende Liebesgeschichte mit einem durch sexuellen Missbrauch traumatisierten Mädchen auf den Leib geschrieben.Realistisch ist dies zwar wahrscheinlich nicht,den die wenigsten Autisten dürften in der Lage sein zu erlernen was Liebe ist und wie man damit umgeht, aber darauf kommt es in einer Dayli soap auch absolut nicht an.

Soaps entwerfen letztlich märchenhafte soziale Utopien, und von diesem Standpunkt aus gesehen gefällt mit das gemütliche Biotop Marienhof wesentlich besser als das ewig pseudo hippe Gute Zeiten Schlechte Zeiten oder der ermüdende Adligen Kleinkrieg in der Verbotenen Liebe.Marienhof stellt die Werte Freundschaft und Solidarität in den Mittelpunkt und zeigt so jeden Abend wie die Welt sein könnte wenn alle etwas netter zueinander wären. Für einen bisweilen Zynischern Realisten wie mich ist dies die richtige Portion Gegengift um die Welt ein wenig besser zu ertragen.
           
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Von Persien zum Iran!

Wie Kam es zur Umbenennung Persiens in Iran im Jahr 1935? Eine offensichtlich populäre Theorie besagt sie sei auf Vorschlag und als Ausdruck der Bewunderung für die Nazis erfolgt.Diese Theorie passt bestens in die Aktuelle Rezeption des Iran,schließlich rückt sie das Land in Nazi Nähe, und ermöglicht die Konstruktion einer Kontinuität von den 30er Jahren bis zum "Islamofaschismus"Mahmud Ahmadineschads.

Stimmen tut sie aber dennoch nicht wie sich bei Telepolis lernen lässt. Der Begriff Iran bedeutet zwar Land der Arier,dieser wurde aber eher Gegen den Willen der Nazis  gewählt. Mitte der 30er War das Verhältnis zwischen dem 3. Reich und Persien nämlich eher angespannt. Reichsbankpräsident Schacht musste sich bei einem Besuch im Jahr 35  mit Drittklassigen Gesprächspartnern zufrieden geben, dar der Schah sein Verhältnis zu den Sowjets nicht gefährden wollte. Auch war man in Teheran äußerst ungehalten darüber,das Nazideutschland  einerseits Perisische Oppositionelle gewähren ließ. andererseits aber Schah treue Gaststudenten an Deutschen Universitäten rassistischen Übergriffen ausgesetzt waren.

 Die Nazis  wiederum ärgerte das ausgerechnet ein Deutscher Jude ab 1929 die Persische Nationalbank aufbaute.Das Fass zum Überlaufen brachten aber Schikanen gegen den jüdischen Leibarzt Reza Khans und vor allem  die Tatsache das Nazideutschland ein Monopol auf das Arier sein verkündete.Schließlich begreifen sich die Perser  nicht zu unrecht seit tausenden Jahren  als die wahren Arier.So ist die Umbenennung wohl eher als Wink an die Nazis zu verstehen  wer hier der wahre Arier ist, denn als Ausdruck der Bewunderung.
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Auswandern in die DDR !



Dieser Tage begehen wir das zwanzigjährige Jubiläum des Mauerfalls in der DDR.Als einer der zentralen Gründe des Untergangs der DDR gilt nicht zu unrecht die Massive Fluchtbewegung von Ost nach West.

Telepolis erinnert in einem interessanten Artikel an den vergessenen Fakt, dass es zumindest in den 50er und 60er Jahren auch eine rege Migration in die andere Richtung gab. Junge Kommunisten Arbeiter und Intellektuelle verließen die Bundesrepublik teils in der Überzeugung mit der DDR in das bessere weil antifaschistische Deutschland zu kommen,andere erhofften sich aber auch bessere Arbeitsmarktchancen.

Unter den West Zuwanderern finden sich auch einige bekannte Gesichter wie etwa die Eltern Angela Merkels, der Liedermacher Wolf Biermann, der bekanntlich 1976 wieder ausgebürgert wurde oder der frühere Linksparteichef Lothar Bisky.Sicher handelt es sich bei diesem Thema eher um eine Randnotiz Deutsch-Deutscher Geschichte, jedoch finde ich es gut und wichtig auch solche Aspekte in Erinnerung zu rufen.

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Eine Neue Hauptstadt für den Iran!

Man könnte meinen der Iran hätte Probleme und Projekte genug. Immerhin strebt man nach Hegemonie am Golf der Verfügung über Atomenergie, und kämpft mit massiven innenpolitischen Problemen.Alles allerdings kein Grund das Iranische Volk nicht mit weiteren Visionen zu beglücken, auch wenn dieses wohl weniger an Visionen den an handfesten politischen Reformen interessiert sein dürfte, wie die Proteste im Sommer Eindrucksvoll bewiesen haben.

Wie Telepolis unter Berufung auf die Teheran Times berichtet hat der Schlichtungsrat dem Plan zugestimmt bis 2025 eine neue Hauptstadt zu errichten. Begründet wird dies mit der Tatsache das Teheran in einem extrem Erdbeben gefährdeten Gebiet liegt, allerdings müsste man dann auch Istanbul Los Angeles oder San Francisco verlegen.Außerdem wäre die Umsiedlung von 12 Millionen Menschen eine Mammut Aufgabe bei der man sich Fragen kann ob der Iran wirtschaftlich und logistisch überhaupt fähig ist sie zu stemmen.

Indes wäre ein Umzug der Hauptstadt keine historisch einmaliges Ereignis, den Teheran selbst wurde erst im 18.Jahrhundert anstelle Isfahans Hauptstadt. Weiter Beispiele für Neue Hauptstädte sind Brasilia , Ankara oder die erst kürzlich eingeweihte neue Hauptstadt Birmas

Eine Neue Hauptstadt hätte davon abgesehen auch den Vorteil, dass man sie von vornherein so planen konnte, dass oppositionelle Aufstände erschwert werden. Auch hierfür gebe es durchaus prominente Beispiele wie etwa Paris, das im 19. Jahrhundert aus diesem Grund umgestaltet wurde.Man sieht also die Idee einer neuen Hauptstadt ist gar nicht so verrückt wie man meinen konnte, allerdings fehlt mir zum jetzigen Zeitpunkt der Glaube das sie wirklich gebaut wird.
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ZDFNeo


Heißt der neue heute gestartete Spartenkanal des ZDF. ZDF Neo soll leisten was dem ZDF Hauptprogramm seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten nicht mehr gelingt, nämlich die jüngere Zielgruppe von 25-49 erreichen. Zugleich soll der Sender wohl als eine Art Labor dienen, soll heißen was bei Neo gut läuft kann und soll später ins Hauptprogramm übernommen werden.

Erfolg bringen soll dabei eine Mischung aus Dokumentationen Spielfilmen und aus den USA und Europa eingekauften Serien. Beispielsweise bringt man die in den USA wohl sehr Erfolgreiche Comedyserie 30 Rock als Free-TV Premiere. Die Ersten beiden Folgen haben mir durchaus Spaß gemacht. Auch Seinfeld ist wenn auch keine neue Serie sicher kein schlechter Griff. Weiterhin gibt es noch die US-Krimiserie
In Plain Sight
ein Wiedersehen mit Miami Vice in einer neuen TV Fassung und einiges mehr.Infos zum Programm gibt es natürlich auf der Webseite zum Sender.


Ich bin etwas gespalten was Neo betrifft. Einerseits finde ich es eine mutige und interessante Idee des ZDF einen Kanal zu etablieren der gezielt junges Programm macht und versucht eine Alternative zu den Privatsendern aufzuzeigen. Andererseits aber markiert Neo die Kapitulation des ZDF Hauptprogramms. Man braucht sich jetzt nicht mehr anzustrengen das ZDF zu verjüngen den dafür hat man jetzt ja neo.Zusätzlich könnte für Neo seine niedrige Reichweite ein Problem werden, den es ist derzeit nur über DVB-S oder digitales Kabel  zu empfangen.Man wird sehen wie sich die Dinge entwickeln.      
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Eindrücke vom Grünen Parteitag in Rostock


Am Wochenende dürfte ich mich mal wieder ein bisschen wichtig fühlen. Ich war einer von rund Tausend Delegierten auf der 31. Bundes Delegiertenkonferenz BDK von Bündnis 90/Die Grünen  in Rostock.

Die Wahrnehmung dieser Ehre erforderte zunächst ein Aufstehen zu unanständiger Zeit, da unser Zug am Samstag um 6:21 startete.Leider fuhr noch Kein Intercity,der eigentlich auf seinem Weg vom Bodensee zur Ostsee in Marburg vorbeikommt, und eine Anreise ohne Umsteigen ermöglichen würde.Also musste ich gemeinsam mit meinem beiden  Delegierten Kollegen  zweimal umsteigen ehe wir nach 5 Stunden fahrt endlich ankamen.

Die BDK selbst war dann recht Ereignis arm, der Erste Tag bestand im Prinzip aus einer rund sechs-Sündigen Debatte  darüber wo die Partei nach der Bundestagswahl steht. Einige Redner des Realo Flügels entwarfen dabei die Vorstellung die Grünen seien eine Neue Partei der Mitte die sich jenseits klassischer Links-Rechts Schemata positionieren müsse. Allerdings traute man sich nicht der Versammlung auch  ein entsprechendes Themenpapier  zur Abstimmung zu stellen. So blieb die Debatte ohne finale Zuspitzung irgendwie im Blabla hängen. Am Ende war man sich dann mehr oder weniger einig ein moderne Partei Links der Mitte   zu sein, die sich  aber auch vor Bündnissen mit den Konservativen nicht scheut,wenn die Angebote stimmen.Die Ökologischen Probleme seinen schließlich zu dringlich um darauf zu warten das SPD und Linke ihre Probleme lösten.Abends gab es dann noch ein bisschen gemütliches Diskutieren mit ein Paar anderen Hessischen Delegierten, was sich aber  nicht mehr besonders lange zog,

Auch Tag zwei war dann zwar interessant aber nicht besonders spannend. Debattiert wurde Afghanistan, wobei man sich in dem Ziel in den nächsten Jahren einen Aufbau und Abzugsplan zu fordern einig, Die einzige Mini-Kontroverse bestand darin,ob man ein konkretes Jahr für den geforderten Abzug in den Beschluss schreibt oder nicht.Ein Antrag der den Abzug bis Ende 2010 forderte  hatte nicht den Hauch einer Chance.Außerdem kündigte man den entschlossenen Kampf gegen die Kündigung  des Atomkonsens an,was kein Überraschung ist.

Alles in Allem fand ich die Debatten auf dem Parteitag recht langweilig, da es an spannenden Kontroversen mangelte. Dennoch war es insgesamt eine interessante Erfahrung einmal mitzuerleben wie so ein Parteitag abläuft.  

       
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Teleshopping in Afgahnistan

Manchmal ist das aber auch zu gemein mit dem Wiederaufbau in Afghanistan. Da macht man sich über Jahre die Mühe und bildet Polizisten aus, damit sich die Afghanen selbst um ihre Sicherheit kümmern,doch was passiert? Diese doofen unter bezahlten Polizisten verscheuern die von Deutschland gelieferten Waffen doch glatt auf dem Schwarzmarkt.

Dies Peinliche Posse schreit nach böser Satire, und die liefert wie so oft Extra 3. Ich wünsche viel Spaß beim Taliban Teleshopping !



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Das Finale Beginnt

Liebste Leserschaft!
Nach rund Drei Wochen melde ich mich wieder zurück !

Für mich hat nach einem wunderbaren Urlaub in der Türkei gewissermaßen das  Finale meines Studiums begonnen.Anfang der Woche habe ich mir erstmal den Ersten Schwung Literatur zur Iranischen Außenpolitik besorgt und gehe daran eine präzise  Fragestellung für die Magisterarbeit zu entwickeln. Die letzten beiden Hausarbeiten zur Ägyptischen Zivilgesellschaft und Kissingers Nahostpolitik sind derweil mit 1 und 1,3 bewertet worden.

Begonnen hat auch das Experiment Arabisch (vgl Zukunftswünsche  und Sprachqualen ).Bislang läuft die Sache auch einigermaßen erträglich, die im Sommer antizipierten Probleme sind allerdings existent, und ließen sich bisher nur dank der Solidarität einzelner Kommilitonen,die mir das Tafelbild abschreiben lösen. Mal sehen wie die Sache weitergeht,  ich bleibe aber skeptisch.

Ein bisschen  was habe ich aber auch schon gelernt:

Man Anta(m) Wer bist du?
bzw.
Man Anti(f)
und die Antwort ana  Henning

Oder

Min Aina Anta ? ( Woher kommst du)

Antwort Aina  min Marburg ( Ich komme aus Marburg) 

Man Huwa (Wer ist er )
Man Hiya (Wer ist sie )

Kaifa Haluka(m) ( wie geht es dir )
Kaifa Haluki (w)

Talib= Schüler
Taliba Schülerin

Man sieht also schon nach 2 Sitzungen ist einiges passiert.Auch circa die Hälfte des Alphabets ist schon durch genommen worden,aber hier ist es auch wieder schwierig da ich die Buchstaben nicht mit der Hand schreiben kann.Deshalb mühe ich mich noch mit dem Programm Arabica ab um Arabische Schrift in Word zu erzeugen.Im Moment versuche ich mir  noch die teils seltsame Tastenbelegung einzuprägen.

Soweit erst mal mein Bericht zum Thema Studium Ich bin derzeit alles in allem recht zufrieden mit mir und schaue interessanterweise inzwischen eher optimistisch und gespannt statt ängstlich auf die vor mir liegende Arbeit.
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The Cat Piano



Nach längerer Zeit gibt es hier mal wieder einen Leckerbissen aus der Abteilung Animationsfilm. Der Aufwendig produzierte Streifen The Cat Piano, basierend auf der Legende vom Katzenklavier und verpackt eben diese in einen kleinen Film Noir. Besonderes Highlight des; Films ist Nick Cave der als Erzähler fungiert.

Viel Vergnügen




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Webseite zum Film 
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Digitale Dissidenten auf Kuba


Blogs werden in immer mehr Staaten der Welt zu einem wichtigen Mittel um politische Opposition  auszudrücken.So entstehen in Diktaturen regelrechte Digitale Dissidenten. So geschieht dies inzwischen auch in Kuba wie ein interessanter Artikel von Julia Woehrle in der Süddeutschen Zeitung beleuchtet .




Das Hauptproblem der Digitalrebellen ist dabei die mangelnde Netzanbindung Kubas und die Tatsache das Schnelle Internet in Kuba mehr kostet als der durchschnittliche Monatslohn. Somit wird Opposition über Blogs zur privilegierten Veranstaltung jener die aus dem Ausland unterstützt werden.Ändern könnte sich das wenn die Versorgung mit Breitbandinternet billiger wird. Gelingen konnte dies wenn Kuba endlich Zugriff auf Amerikanische Unterseekabel bekommt, oder die Leitung aus Venezuela fertig wird.
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Rette Deine Freiheit

Heißt ein neues Kampagnenvideo aus der neuen digitalen Bürgerrechtsbewegung.Der Film ist wie ein ironischer Werbespot der Regierenden aufgezogen und  "wirbt" für Überwachung und Netzsperren  Auf der Webseite des Projekts  gibt es Erklärungen zum Film und die Möglichkeit für die Kampagne zu spenden.

Mir gefällt der Film sehr gut, weil er die Problematik der aktuellen Gesetzgebung sehr gut auf den Punkt bringt. Interessant finde ich das die Piratenpartei ,eigentlich das Sprachrohr der Bewegung mit keinem Wort erwähnt wird. Somit wird einmal klar das sich die Bewegung im Netz nicht nur auf die Piraten beschränkt, auch wenn diese Partei zumindest im Deutschen Web in Sachen Netzpolitik ziemlich dominant ist.Nun viel Spaß mit dem Video


 

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Liste oder Wolke ?

Hallo liebe LeserInnen und BesucherInnen dieses Blogs

Seit ein Paar Tagen sind die Label bei Blogger, die ich hier Ressorts nenne flexibler anwendbar. Neben der alt bekannten Liste lassen sie sich jetzt auch als Wolke darstellen.Vorteil dieser Darstellung könnte sein das man die Proportionen der einzelnen Themen besser erkennt, den je mehr Einträge ein Thema in der Wolke hat desto größer wird es dargestellt. Andererseits wirkt das irgendwie chaotisch

Da ich mich nicht entscheiden kann habe ich beschlossen diese Frage einer Umfrage zu unterwerfen. Es wäre also schön wenn möglichst viel in den nächsten 3 Tagen abstimmen würden. Ich werde mich dann nach dem Ergebnis richten.

Update:

Nachdem sich eine klare Mehrheit gegen die Wolke ausgesprochen hat bleibt alles beim alten und die Ressorts werden weiter als Liste präsentiert
Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Wie Israel von der Besatzung profitiert


Zeigt der Israelische Wirtschaftswissenschaftler Shir Hever in der taz.Dabei werden zwei Komplexe Offenbar. Zum einen verdient Israel durch die Besatzung, vor allem durch die Einbehaltung von Zolleinnahmen die laut dem Oslo Abkommen eigentlich der Palästinensischen Autonomiebehörde zu stünden. Ebenso profitiert die Israelische Wirtschaft von den Internationalen Hilfen für die Palästinenser.Dies liegt daran, das die internationalen Hilfsorganisationen Lebensmittel In Israel einkaufen, weil sich die eigentlich wesentlich billigere Einfuhr von Waren aus Ägypten oder Jordanien aufgrund von Zöllen nicht lohnt.

Andererseits aber hat die Besatzung die soziale Ungleichheit in der Israelischen Gesellschaft verstärkt, und die Position der Israelischen Arbeiterschaft massiv verschlechtert.Ebenso wird die Besatzung spätestens seit Mitte der 90er Jahre durch steigende Kosten für die Sicherung der Besatzung und Subventionen für Siedlungen zunehmend zu einem Minus-Geschäft.

Hiver fordert eine Art selektiven Boykott Israels,um eine Änderung der Israelischen Politik zu erreichen. Er fordert Israelische Handelsvorteile zu beenden, Israelische Kriegsverbrecher in Europa vor Gericht zu stellen, andere wie zum Beispiel  Ury Avnery gehen noch Weiter und fordern einen Boykott aller Produkte die in den Besetzten Gebieten produziert werden.

Ich persönlich unterstütze Hiver Analyse, halte aber Boykott vor dem Hintergrund des Holocaust  für politisch nicht durchsetzbar. Zu sehr ist dieser Begriff mit dem Nazi Schlachtruf "Deutsche Wehrt euch kauft nicht bei Juden verbunden. Das soll nicht bedeuten das wirtschaftlicher Druck nicht das geeignete Mittel sein kann um Israel zu Zugeständnissen zu zwingen.Dieser Druck muss aber subtil und hinter verschlossenen Türen laufen,um den üblichen Antisemitismus Reflexen entgegen zu wirken.

   
Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Das Evangelikale Netzwerk in der Deutschen Politik


beschreibt Miriam Lau in der Welt. Deutlich wird dabei, das diese für mich staatsfeindliche Strömung des Protestantismus offenbar über mehr Anhänger im Bundestag verfügt als man sich bisher klar gemacht hat.

In dem Artikel bekennen sich beispielsweise Volker Kauder  immerhin Chef der CDU/CSU Fraktion im Bundestag, oder der FDP Haushaltspolitiker  Otto Fricke zu ihrer Evangelikalen Gesinnung. auch der Sttatsminister Im Kanzleramt Hermann Grohe ist teil des Informellen Netzwerks der Evangelikalen.

Alles kleine Lichter könnte man meinen doch auch Niedersachsens Ministerpräsident Wulf ist als Mitglied im Kuratorium des Evangelisten-Netzwerks „Pro Christ“ mit den Evangelikalen verflochten.Hinzu kommen dann noch diverse Solidaritätsbekundungen durch Vertreter der CDU mit  sogenannten Lebensschützern.

Mir macht das alles Sorge um nicht zu sagen Angst zeigt es doch das es sich bei den Evangelikalen keineswegs um harmlose Christenmenschen handelt,sondern um eine Gruppe die ganz wie ihre Amerikanischen Brüder nach Macht strebt.Wie das funktioniert hat ja schon die unerträgliche Auseinandersetzung mit der Bpb gezeigt.Für mich sind Religiöser Fundamentalismus und eine freiheitliche Demokratie grundsätzlich nicht miteinander zu vereinbaren
Henning Schmidt | | 2 Kommentare

Zur Geschichte der Euthanasie in Deutschland

Am 1.September 1939 begann nicht nur der Zweite Weltkrieg. sondern auch die Systematische Vernichtung von psychisch Kranken und Behinderten im Dritten Reich.Systematisch wurde so genanntes Lebensunwertes Leben im ganzen Reich erfasst,in zentralen Anstalten zusammengeführt und dort ermordet. Dabei setzte man vielfach dieselbe Technik ein, die wenige Jahre Später auch in den Konzenjtrationslagern zum Einsatz kommen sollte. Behinderte und Kranke lieferten also quasi die "Testobjekte" für den Holocaust an den Europäischen Juden.

All diese Ungeheuerlichkeiten zeichnet die Junge Welt in einem sehr guten Artikel nach, den ich hiermit zur Lektüre empfehle . Deutlich werden hierbei zwei wichtige Tatsachen:

1. Euthanasie ist keine Nazierfindung es waren vielmehr die Sozialdarwinisten   des 19. Jahrhunderts im Verbund mit den Rassehygenikern der 20er Jahre die hier den Boden bereiteten.

2, Vielerorts ging die entwürdigende Behandlung Psychisch Kranker noch bis in die 70er Jahre weiter. Erst die Große  Psychatriereform in der Mitte des Jahrzehnts änderte dies.

Letztere kam übrigens ganz wesentlich auf Betreiben der 68er zustande. All dies sei denjenigen ins Stammbuch geschrieben die dieser Tage versuchen 68 auf den Terror der RAF zu reduzieren          
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Neues von Außerirdischen

Berichtet mein Lieblingsphysiker Harald Lesch in der folgenden Ausgabe von Alpha Centauri. Was er zu berichten hat ist entmutigend, den folgt man Leschs Argumenten so ist die Wahrscheinlichkeit das uns jemals Außerirdische begegnen liegen tut das unter anderem daran das die sogenannte Bewohnbare Zone rund um Planeten sehr sehr klein ist. Man sollte sich also wohl besser damit abfinden das Außerirdische nicht existierenNun aber genug der Vorrede.

Viel Spaß !




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Henning Schmidt | | Kommentar schreiben

Marburg wandelt sich

Wer sich dieser Tage durch Marburg bewegt dem fällt auf, das sich diese Stadt in einem Städtebaulichen Wandel befindet der sich gewaschen hat.An verschiedensten Stellen wird bereits gebaut oder in relativ kurzer Zeit gebaut werden.Hier einige Beispiele:

  1. Noch bis Oktober wird die Gutenbergstraße und damit eine von Marburgs Hauptverkehrsadern saniert. 
  2. An der Mensa wird der Lahndamm so umgestaltet, das am Ende Terrassenförmige Sitzgelegenheiten entstehen.
  3. Auch die Mensa selbst bröckelt offenbar massiv weshalb die Fassade saniert wird 
  4. Auf einer Baulücke zwischen Mensa und Philosophischer Fakultät idyllisch zwischen Autobahn und Bahnstrecke gelegen entstehen Wohnungen
  5. Im Kommenden Jahr wird der Marburger Hauptbahnhof entkernt und Barriere frei umgestaltet.  
  6. Auch das Hörsaalgebäude wird bald saniert
  7. Gerade ist der Beschluss gefallen die Stadthalle in den nächsten Jahren zu sanieren.  

Mittelfristig wird am Rande des Alten Botanischen Gartens eine Neue Unibibliothek errichtet,die Philosophische Fakultät  abgerissen und die dort ansässigen Institute auf die alten Klinkergebäude in der Marburger Nordstadt verteilt. Auch   diese werden dabei strikt Barriere frei umgestaltet.Diverse Veränderungen in der Verkehrsführung noch gar nicht mit gerechnet. 

Bis 2025 wird Marburg so einen neuen Geisteswissenschaftlichen  Uni-Campus haben, und die im Moment ziemlich heruntergekommene  Nordstadt dadurch  aufgewertet sein.Ich glaube das Marburg am Ende all dieser Umgestaltungen eine noch schönere und nicht nur  für seine gehandikapten Bürger noch lebenswertere Stadt  sein wird.
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Ein Trip auf 8 Bit

Hier mal etwas psychedelisches in Form eines Ziemlich coolen Animationsfilms aus Legosteinen. Wir erleben viele Heroen der 8 Bit Ära und coole Synthesizer Musik gibt es auch.

viel Spaß !



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via Netzpolitik 
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Die Wahrheit zu RWEs neustem Greenwashing Spot

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Stück zum Thema Greenwashing. Warum ich diese PR Technik bei der Energie Konzerne sich ein Öko Image zulegen ablehne möchte ich an dieser Stelle nicht erneut begründen,da ich dies bereits 2008 ausführlich getan habe. Ich beschränke mich deshalb darauf auf Gegenaktivitäten der Umweltbewegung hinzuweisen.

Aktuell hat der Energiekonzern RWE eine ganze Menge Geld in die Hand genommen und einen zugegebenermaßen schön animierten Werbespot zu produzieren, der allerdings wie bei Greenwashing üblich die für RWE wenig schmeichelhaften Fakten geflissentlich ausspart.

Glücklicherweise wurden durch Umweltaktivisten gleich Zwei schöne Remixe des Spots produziert. Der eine unter füttert den Spot mit Fakten, der andere stammt von Greenpeace und ist in seiner Aussage wesentlich zugespitzter. Da ich mich nicht zwischen den Spots entscheiden kann packe ich einfach mal beide hier rein.

Energiewende statt Greenwashing! Den Atomausstieg am 27. September an der Wahlurne verteidigen Schwarz-Gelb stoppen!

Remix Version 1



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Remix Version 2 von Greenpeace


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Via Netzpolitik.Org
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Die Generalprobe steht an


So mal wieder eine Meldung In Sachen Studium.Inzwischen ist die erste meiner beiden Hausarbeiten mit dem schönen Thema die Ägyptische Zivilgesellschaft fertig. Damit ist es nun soweit und die Generalprobe zu meiner Magisterarbeit steht an Thema meiner letzten Hausarbeit ist wie an anderer Stelle bereits geschrieben die Kissinger-Nixon Doktrin im Nahen Osten.Für diese Arbeit sind mittlerweile alle Vorbereitungen getroffen d.h. die Literatur bearbeitet und ganz gegen meine Gewohnheit eine Gliederung angefertigt.Kurz und Gut alles ist bereitet um aus 54 Seiten Notizen rund 30 Kompakte und inhaltlich möglichst Gute Seiten Text zu machen.

Ansonsten bin ich auch was die Magisterarbeit betrifft einen Schritt weiter. Nach Lektüre einer von Professor Ouaissa empfohlenen Arbeit über Frantz Fanon und Ali Schariati bin ich mir darüber klar das ich über diese beiden Menschen keine Arbeit schreiben will. Revolutionstheorie finde ich zwar interessant,aber 9 Monate nur darüber arbeiten ist mir dann doch etwas zu trocken, zumal ich ja wahrlich nicht den Studienschwerpunkt Politische Theorie und Philosophie gewählt habe.

So Werde ich dann wohl doch eine Arbeit über Iranische Außenpolitik schreiben. Natürlich ist hier noch zu klären gegenüber welchem Land und zu welcher Zeit.Wenn es nach mir geht ist die Arbeit außerdem Politik-geschichtlich angelegt, weil das meinen historischen Neigungen und Stärken sicher entgegen kommt.Schlauer bin ich was das betrifft nächste Woche nach der Feriensprechstunde
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Ein Notopfer für die Printzeitung

Die Medien verändern sich rasant. Immer mehr Menschen informieren sich nur noch Online und der Absatz der klassischen Zeitung geht mehr und mehr zurück. In den USA führt das bereits zu einem regelrechten Zeitungssterben und ganze Lebensläufe werden zerstört. Es droht nicht weniger als die Verelendung eines einst stolzen Berufsstands.


Doch es gibt Hoffnung für alle diese Menschen. Dank der Aktion Buy one anyway können die Karrieren wenigstens einiger dieser Fachkräfte gesichert werden. Werden sie Journalisten Pate retten sie den Journalismus. alles weitere erklärt ihnen das folgende Video!

Buy One Anyway damit sie auch morgen noch mit Genuss umblättern können!




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via Stefan Niggemeier
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Open Flair 2009 ein Erlebnis !

Ich bin zurück vom Open Flair und hinter mir liegen 4 Tage Festival und rund 30 Bands. Bei dieser Menge ist es schlicht unmöglich sich detailliert über jede einzelne Band zu äußern, ganz davon abgesehen das eine solche Aufzählung auch schlicht langweilig und ermüdend für den Leser wäre. Deshalb belasse ich es bei den Bands die mir sehr gut gefallen haben, und bei einer Bewertung des Festivals an sich.

Am Besten gefallen haben mir Peter Fox der eine sehr gut produzierte und aufwendige Liveshow mit eigenem Orchester ablieferte, sowie Deichkind das den gelungen Abschluss am Sonntag bildete. sehr viel Spaß machten außerdem Subway to Sally, die Ska-Punker von Sondaschule oder auch Maximo Park um nur einige der Bands zu nennen die ich gesehen habe.

Eine Enttäuschung war hingegen Mia. Nicht dass ich ein besondere Fan dieser Kombo war oder bin, allerdings hatte ich im Vorfeld immer wieder gehört Mia gehöre zu den Besten Live-Acts ever. Dies kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, alleine dis stilistische Einordnung im Programmheft machte meiner Ansicht nach keinen Sinn, den mit Elektropunk hatte das was da kam reichlich wenig zu tun.Mehr erhofft hatte ich mir auch von Clueso, auf den ich nach kurzer Zeit verzichtete.

Daneben gab es aber auch eine Menge Bands die man mit dem Label nett versehen kann, von denen man also nicht umgehauen aber allemal gut unterhalten wurde. Dazu gehörten für mich zum Beispiel Zebrahead, 4Lyn One fine Day oder die Emil Bulls.

Und dann waren da noch die musikalischen Neuentdeckungen, nmit denen ich mich in nächster Zeit vielleicht noch etwas näher befasse. Dort wären vor allem die Mediengruppe Telekommander zu nennen, die mit intelligentem und im Vergleich zu Egotronic weniger aggressivem Elktropunk bestachen, oder the International Noise Conspiracy aus Schweden. sehr zu empfehlen wenn man auf gute Popmusik mit Songwriter Einschlag steht sind auch Bosse aus Hamburg Aus der Punk Ecke haben mir dann noch Art Brut recht gut gefallen. Ein Genuss war übrigens auch Olli schulz am Sonntagnachmittag, der sehr entspannten Deutschen Pop bot.


Überhaupt lässt sich die gesamte Atmosphäre auf dem Open Flair sehr gut mir der Vokabel entspannt zusammenfassen. Trotz vieler Menschen und reichlich Alkohol läuft alles recht gesittet ab und das Festival hat ein familiäres Flair. Das hat sicher auch mit der Tatsache zu tun, dass es beim Openflair neben den Konzerten auch ein Kleinkunstprogramm gibt. Dieses findet aber nicht auf demselben Gelände statt, was ganz klar zu kritisieren ist, und zwar insbesondere deshalb, weil man wenn man aufgrund eines Konzerts zu spät kommt nicht mehr ins Zelt gelassen wird. Dies ist mit einem Festival nicht zu vereinbaren und schafft Exklusivität. Ich kann zwar verstehen dass man keine Störung des Programms durch später hinzu kommende Besucher will, dann aber hat Kleinkunst auf einem Rockfestival nicht verloren und sollte lieber auf ein eigenständiges Festival ausgelagert werden.

Daneben gab es noch einige alberne Schikanen, wie etwa die Vorschrift von den Mitgebrachten Tetrapaks- erlaubt war ohnehin nur ein Liter Pro Nase die Deckel am Eingang wegzuwerfen. Oder aber das strikte Verbot von Crowdsurfing, das meiner Meinung nach völlig übertrieben ist.

Alles in allem aber macht das Open Flair absolut Spaß und ist zum Einstieg ins Thema Open Air Festival sehr gut geeignet. Ich werde auf alle Fälle in Erwägung ziehen auch 2010 wieder am Start zu sein, vorausgesetzt meine Magisterarbeit lässt das zu.

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Das christliche Gen !

Eine der ärgerlichsten Thesen der Evangelikalen ist, das Homosexualität eine Krankheit sei,die unbedingt der Therapie bedarf. Mancher Wirkopf spricht sogar davon Schwulsein sei eine Erbkrankheit.

Das ist natürlich Blödsinn,da den Frömmlern allerdings  einfach nicht bei zu kommen ist, ist es notwendig sie mit ihren Eigenen Waffen zu schlagen. Genau dies ist jetzt geglückt. Christ sein ist keine Frage der Erziehung oder Prägung, es wird vererbt Christliche Kinder und ihre Eltern  dürfen also nicht angegriffen oder akzeptiert werden wie sie sind. Sie brauchen unsere Hilfe, den sie sind Opfer einer bösartigen genetischen Anomalie.

Deshalb lasst uns schnell Therapien entwickeln mögliche Slogans wären aus meiner Sicht Besser Leben ohne Gott, oder Säkular is Wunderbar.Zum Abschluss dann noch der unumstößliche Beweis:



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Wasserstandsmeldung von der Studien Front

Liebe LeserInnen,

es herrscht Sommerloch und das merkt man auch auf diesem Blog auf dem nun schon seit 10 Tagen nichts mehr passiert ist. Da es an bahnbrechenden politischen Entwicklungen mangelt und mir während der letzten anderthalb Wochen auch sonst keine bemerkenswerten Artikel oder Videos untergekommen sind, muss mal wieder mein Leben den Inhalt liefern. Dieser ist nun entweder fürchterlich langweilig oder vielleicht sogar das Beste am Blog ,weil es  so authentisch ist .

Zunächst einmal das vielleicht interessanteste.Vor Gut zweieinhalb Wochen hatte ich der Welt mein Leid geklagt,nach dem Magister zum Thema Nahost weiter  forschen zu wollen. Das Problem ist , das mir dazu bisher die nötigen Kenntnisse in Arabisch oder Persisch fehlen. Seit vergangenem Donnerstag steht nun fest, dass ich es wagen werde. Arabisch ich komme. Möglich gemacht hat das ein sehr gutes Beratungsgespräch mit Frau Zein vom Cnms, die mir zwar entschieden vom Basismodul arabisch abriet,da die vermittelte Stoffmenge sehr groß ist,und in einer Geschwindigkeit vermittelt wird, die wohl selbst für Gesunde Studierende an der Grenze des Machbaren sei, allerdings gibt es  dennoch eine Chance für mich. Diese Chance liegt im  Kurs Arabisch für alle Fachbereiche, der wohl in einer deutlich geringeren Geschwindigkeit arbeitet.

Leider ist aber auch dieser Kurs mit Problemen behaftet. Er fängt nämlich nicht bei Null an, sondern ist die Fortsetzung des Kurses aus dem vergangenen Semester,allerdings meinte Frau Zein in diesem Kurs sei noch nicht viel mehr als das Alphabet vermittelt worden,und sie sei bereit und in der Lage mir im Lehrbuch Handreichungen und Übungen zu geben die es mir ermöglichen die verpassten Lektionen schnell nachzuarbeiten.

Auf Basis dieser Aussage haben wir dann folgende Absprache getroffen. Ich werde die ersten 2-3 Wochen im kommenden Semester beide Kurse besuchen,um mir im Basismodul die Schrift und das Alphabet anzueignen,und Parallel versuchen  den Anschluss an den Kurs für alle Fachbereiche herzustellen.  Dies wird sicher sehr anstrengend,gelingt mir dies aber verlasse ich anschließend das Grundmodul und arbeite nur noch im Kurs für alle Fachbereiche mit.  Gelingt das ganze Manöver habe ich dann im Februar zumindest eine Grundlage erarbeitet auf der man weiter aufbauen kann.

Dabei ist mir klar das dies vor allem eins bedeutet, Pauken und das nicht zu knapp.In der Schule war das nicht gerade meine Stärke, allerdings sehe ich einen wichtigen Unterschied zur Schule, wo man Englisch und Französisch ja lernen musste. Arabisch ist meine freie Entscheidung, und wenn seine  Erlangung  auch eine Tortur wird, so dient sie doch einem übergeordnetem Ziel von dem ich mehr und mehr überzeugt bin,nämlich forschen über Nahost am Liebsten im Cnms. Ich hoffe dieses Ziel wird mir genug Motivation verschaffen den Kurs erfolgreich zu bestreiten.

Ansonsten ist meine Hausarbeit zum Thema ägyptische Zivilgesellschaft schon weit fortgeschritten und wird sehr bald fertig sein, sodass ich mich voll und ganz auf die noch immer im Stadium der Literaturbearbeitung befindliche Hausarbeit zur Kissinger-Nixon Doktrin konzentrieren kann. Diese soll möglichst gut werden, stellt sie doch die Generalprobe zur Magisterarbeit dar.Kurz und gut alles geht seinen Gang und Schritt für Schritt nähre ich mich dem Ende meines Studiums.
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Deutsch für Nazis Teil 2

Wenn sonst nichts geht geht Satire,so war schon oft das Motto auf diesem Blog.so will ich es auch jetzt wieder halten, wo mir ein krasser Aufhänger fehlt, und ich dennoch nach vier Tagen Funkstille wider Leben in den Blog bringen will.

In der Heutigen Satire geht es mal wieder um Nazis,genauer um ihre bedauernswerte Unfähigkeit in Parlamenten einen geraden Satz herauszubringen. Das Video stellt den Zweiten Teil des Extra 3 Telekollegs Deutsch für Nazis dar, das ich auch schon gebloggt habe. Insgesamt ist es das vierte Satirische Telekolleg von Extra 3 ,den es gab in der Vergangenheit auch schon das Telekolleg Superstar-Deutsch,sowie das Telekolleg Imbiss-Deutsch

Nun aber genug der Vorrede und viel Spaß mit den Sprachlichen Eskapaden unserer braunen Freunde!



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Jean Calvin: Der Stalin der Reformation-Oder der Christliche Chomeini


Machen wir zur Abwechslung mal mit etwas früher Neuzeit und Reformationsgeschichte weiter. Ich gebe zu das ich die Frühe Neuzeit immer ziemlich gemieden habe und dort nur das nötigste besucht habe. Deshalb will ich an dieser Stelle lediglich auf einen spannenden Artikel von Peter Mühlbauer Verweisen. Dieser porträtiert bei Telepolis Jean Cavin anlässlich seines 500. Geburtstags unter dem wenig schmeichelhaften Titel der Stalin der Reformation.

Auch wenn historische Vergleiche naturgemäß immer mehr oder weniger schief sind, weist Mühlbauer dennoch erstaunliche Parallelen zwischen Calvins Herrschaft in Genf und den Stalinistischen Schauprozessen der 30er Jahre auf der einen, und dem Iran unter Chomeini auf der anderen Seite nach. Insbesondere diesen Zweiten Strang finde ich sehr treffend. In dem Artikel wird nämlich deutlich, das Calvin einen Christlich fundamentalistischen Gottesstaat errichtete,der in mancher Hinsicht dem Wahabismus oder der Lehre Chomeinis in nichts nach stand.Zur Illustrierung dieser These nur ein Paar Auszüge aus Mühlbauers Artikel:

Nach und nach wuchs in Genf die Liste des Verbotenen, bis schließlich auch Delikte wie die Verlockung zum Müßiggang bestraft werden konnten. Theater wurde erst nur in religiösen Varianten zugelassen, später dann ganz verweigert. Ehen zwischen Alt und Jung wurden untersagt, Frauen mit unzulässigen Kopfbedeckungen oder Frisuren eingesperrt. An Heiligen orientierte Vornamen sollten zugunsten solcher aus der Bibel verschwinden[...]


Und Weiter:

In dem von ihm errichteten Überwachungs-Gottesstaat kontrollierte ein Konsortium alle Haushalte. Eine Pflicht zum Besuch des Gottesdienstes bestand nicht nur Sonntags, sondern drei bis vier Mal wöchentlich. Für Ruhe in der Bevölkerung sorgte, dass schon respektlose Äußerungen gegenüber Klerikern als Verbrechen bestraft wurden.


Die Liste ließe sich noch Fortsetzen, so versuchte Calvin auch alle Wirtshäuser zu schließen und stattdessen Abteien einzurichten, in denen die Bürger zwangsweise mit Bibelstudium beglückt wurden.Was aber sagt uns all dies für Heute ?

Nun es zeigt zumindest, dass Konzepte einer totalitären Herrschaft der Geistlichkeit keine Erfindung der Schiiten und schon gar nicht Chomeionis sind. Viel mehr beschleicht mich bei der Lektüre das Gefühl, es stünde uns Europäern eventuell gut zu Gesicht, gegenüber dem Iran ein wenig weniger Selbstgerecht aufzutreten, schließlich haben wir das alles auch durchgemacht, wie das Beispiel Calvin demonstriert.

Allerdings gebe ich gerne Zu das eine solche Haltung aus Zweierlei Gründen genauso problematisch sein Kann wie das beharren auf Westlicher Demokratie und Menschenrechtsstandards.Erstens setzt die Einstellung nach dem Motte "Lass die das mal erleiden,die sind halt noch nicht so weit", die Arabisch-Muslimische Welt gegenüber der westlichen Welt zurück. Zweitens bildet eine solche Denke Diktaturen eine wunderbare Rechtfertigung Menschenrechte mit Verweis auf angeblich abweichende Traditionen zu verweigern.Deshalb muss letztlich überall die Universalität von Menschenrechten durchgekämpft werden, Calvin hin Calvin her.
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Ein Riss geht durch die Geistlichkeit

In meinem Artikel Iranische Geistlichkeit im Wartestand Bin ich ja bereits auf Irans Theologische Elite eingegangen. Zeigten sich damals nur zarte Hinweise auf einen Dissens innerhalb dieser Gruppe, ist dieser inzwischen recht offensichtlich. Wie die New York Times berichtet hat gestern der Verband der Gelehrten und Wissenschaftler von Quom eine Erklärung verabschiedet,in der die umstritten Wiederwahl Ahmadineshads als Illegitim bezeichnet wird.

Damit haben sich erstmals einflussreiche Kleriker offen auf die Seite der Opposition gestellt. Auch die Autorität Chameneis dürfte hiermit weiter geshwächt werden.  Spannend  dürfte es nun werden zu beobachten wie Chamenei auf diese Provokation reagiert. In der Vergangenheit wurden aufmüpfige Kleriker all zu gern inhaftiert oder gar hingerichtet. Ob es Chamenei allerdings in der momentanen Lage  Wagen wird den Einflussreichen Klerikerverband direkt zu attackieren würde ich bezweifeln. Schließlich ist er auf deren Unterstützung eigentlich angewiesen. um seine Herrschaft Theologisch zu legitimieren.

Zugleich kann man aber auch nicht davon sprechen, das hiermit der entscheidende Durchbruch für die Opposition erreicht sei,  den trotz der jetzt erfolgten Kritik verfügen die Konservativen nach wie vor über erhebliche Unterstützer innerhalb der Theokratie.Außerdem darf nicht vergessen werden, das mit den Revolutionsgarden, welche in Treue Fest zu den Konservativen Stehen ein hoch motivierter und schwer bewaffneter Player mit im Spiel ist, der jeden unüberlegten Schritt der Reformer mit Gewalt beantworten wird. Manch Analyst sieht im Wahldisput ja auch bereits eine heimliche Machtergreifung dieser Gruppe im Staat.

Kurz und Gut es ist und bleibt kompliziert und unübersihtlich in diesem Land,das für mich nach dem Libanon zu den komplexesten  der Region gehört.Es heißt weiter alle Ohren und Augen Offen halten. Dieser Blog wird weiter sein bestes tun, um diese Aufgabe für seine LeserInnen  zu erledigen.  
Henning Schmidt | , | Kommentar schreiben

Zukunftswünsche und Sprachqualen

Wie ich ja bereits im Post Weichenstellungen ausführlich beschrieb geht mein Studium so langsam Zu ende. Da ich leider vielleicht bedingt durch meine Bipolare Störung kaum in der Lage bin Dinge einfach mal auf mich zukommen zu lassen zerbreche ich mir derzeit bereits den Kopf wie es nach dem Februar 2011,also dem Abschluss meines Magisters weitergehen soll. Dabei bin ich mir mittlerweile immerhin recht sicher was ich nach dem Magister gerne machen würde,nämlich im Grunde genommen mehr oder weniger dass, was ich jetzt auch schon tue wissenschaftlich arbeiten.Da ich fast mein Gesamtes Hauptstudium schwerpunktmäßig zum Thema Nahost gearbeitet habe, machen auch Promotion und alles was darauf vielleicht noch folgt strategisch betrachtet  auch nur in diesem Bereich Sinn. Natürlich konnte ich auch zu anderen Themen forschen,aber welchen Sinn macht es  schon seinen Schwerpunkt abrupt aufzugeben?

In Marburg sind die institutionellen Voraussetzungen für ein solches Vorhaben im Grunde genommen auch gar nicht so schlecht, immerhin wird hier seit 2006 das Centrum  für Nah-Und Mittelost-Studien aufgebaut Dort existiert auch ein Fachgebiet Politik des Nahen und Mittleren Ostens , bei dessen Leiter ich wie der Zufall will  meine Magisterarbeit schreibe. vorausgesetzt der Magister wird gut, werde ich auf jeden Fall ins Gespräch eintreten und schauen  ob es eine Möglichkeit zur Promotion gibt. Immerhin beschäftigt er gleich mehrere Wissenschaftliche Mitarbeiter,deren Stellen kürzlich für 3 Jahre besetzt wurden, also relativ bald nach meinem Abschluss eventuell frei werden.

Alles spitze also ? Mitnichten ! Schaut man sich nämlich die Ausschreibungen für die Stellen im Netz etwas genauer an wird einiges deutlich.Neben einem Prädikatsabschluss,den ich vielleicht sogar erreichen kann wenn ich mich rein hänge, werden durch die Bank Arabisch Kenntnisse vorausgesetzt Aus Sicht des Centrums ist das völlig logisch, schließlich wird fast überall im Nahen und Mitleeren Osten Arabisch gesprochen.

Genau an diesem Punkt beginnen meine Qualen, den über diese Kenntnisse verfüge ich nicht im geringsten.Nun könnte man diese Sprache natürlich noch lernen, allerdings habe ich in den Letzten Tagen gleich mit 3 Orientwissenschafts Studentinnen  gesprochen, die mir alle energisch davon abrieten es überhaupt zu versuchen, da es sehr viel Arbeit uns ausgesprochen komplex sei. Monia Schwerpunkt Arabistik meinte, obwohl sie zu den Besten gehöre, könne sie Arabisch  nach vier Semestern Arbeit noch immer nur sehr schlecht lesen und kaum sprechen Das ganze scheint also eine langwierige Geschichte zu sein, und das ganze ab Kommendem Semester Parallel   zur Magisterarbeit zu starten erscheint vor dem Hintergrund solcher Aussagen geradezu wahnwitzig.

Was also tun? Ein Möglichkeit sehe ich in einem Zweitstudium Orientwissenschaft im Anschluss an den Magister. Eigentlich  ist es zwar Blödsinn auf einen Magister einen "minderwertigeren" Bachelor drauf zu setzen, hier hätte ich aber immerhin die Möglichkeit in Drei Jahren eine solide Sprachausbildung zu erhalten, also die jetzt fehlenden Kenntnisse nachzuholen und zugleich meine Kenntnisse über die Region zu vertiefen.Alternativ bliebe  nur ein Ausweichen in einen anderen Teilbereich der Politikwissenschaft oder auf eines meiner Nebenfächer.Aber auch da stehen mir  Sprachdefizite im Wege. Eine Promotion in Geschichte ist aufgrund fehlender Lateinkenntnisse nicht möglich, was tragisch ist, dar ich In Geschichte intellektuell   sogar noch einen Tick stärker bin als in Politik. Vielleicht sollte ich also besser Latein lernen? Das soll an der Uni zwar auch Hammer hart sein, ist aber sicher ein ganzes Stück weniger Komplex als Arabisch.

Das einzige Fach in dem vermutlich Sprache kein Problem ist ist die Friedens und Konflikt  Forschung.. Dieses habe ich allerdings als mein Zweites Nebenfach mein ganzes Studium derart stiefmüterlich behandelt, das ich bezweifele fachlich gut genug für eine Promotion in diesem Bereich zu sein. Ich kenne zwar die Theoretischen Grundlagen,habe mich in diese aber nie sonderlich vertieft.

Man sieht also das mit dem Wissenschaftlich weitermachen ist nicht ganz so einfach. Vielleicht sollte ich aber auch einfach meinen Freunden Matthias Bassi und Raf folgen, die mir seit Wochen gut zureden. mich nicht verunsichern zu lassen und einfach mal einen Grundkurs zu belegen. Mittlerweile bin ich auch fast soweit, aber leider muss ich immer erst alles tausendmal gegeneinander abwägen, bevor ich etwas tue.


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Im Kollektiv aus der Krise?

Die Straßenproteste im Iran sind dank massiver Repression vorerst erstickt. Das bedeutet allerdings keineswegs dass die Staatskrise im Iran erledigt ist. Auch wenn die geistliche Elite sich zunächst behauptet hat, steht sie doch vor dem Problem das es auf keinen Fall so weitergehen kann wie vor der Wahl. Der Gesellschaftliche Status Quo wird sich nicht mehr wiederherstellen lassen, zu heftig waren die Proteste der vergangenen zweieinhalb Wochen.Was die Islamische Republik braucht um ihr Überleben zu sichern ist ein neuer Kompromiss zwischen Elite und Volk, mit dessen Hilfe ein Zusammenbruch des Systems abgewendet wird.

Wie dieser Aussehen könnte, und welche Akteure hierbei eine wichtige Rolle spielen deutet sich im Moment zumindest an. Der Freitag berichtet von Gerüchten , denen zufolge der Mächtige Ex-Präsident und heutige Vorsitzende der Expertenversammlung Ali Haschemi Rafsandschani die Ablösung des Obersten Rechtsgelehrten Sayed Ali Chamenei betreibt. Dabei scheint die Expertenversammlung in Zwei Fraktionen gespalten. Auf der einen Seite findet sich das pragmatische Lager um Rafsandschani,auf der andren eine radikale Fraktion angeführt vom Extremistischen Kleriker Mohammed-Taqi Mesbah Yazdi.

Rafsandshani scheint dabei mehr vorzuschweben,als nur einen allmächtigen Geistlichen durch einen anderen zu ersetzen. Offenbar plädiert seine Fraktion für die Einrichtung eines kollektiven Gremiums mehrerer Geistlicher, das  Chamenei in seine  Mitte aufnehmen soll.Gelinge dies, wäre zwar nicht das Systems gestürzt,jedoch wäre eine erhebliche Verschiebung innerhalb des Systems erreicht. Stellt man sich nu vor,  dass in ein solches Gremium auch einige  bislang marginalisierte Reformorientierte Kleriker einziehen, könnte ein solches Gremium dafür sorgen, das künftig die ein oder andere Reform in Richtung mehr Demokratie und Bürgerliche Freiheiten nicht mehr am Veto der Rechtsgelehrten scheitert.
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Was Deutschland und der Iran gemeinsam haben


Dieser Tage zeigte sich die Welt schockiert von der Gewaltanwendung der Polizei und der Paramilitärischen Basidschi Milizen gegen die Protestbewegung im Iran. Rang hohe Politiker darunter auch die Kanzlerin forderten Lautstark die Gewalt sofort zu stoppen und das Recht auf Freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit gefälligst anzuerkennen. Ich fand das zwar richtig und wichtig,sendet es doch Signale der moralischen Unterstützung an die Protestbewegung, zugleich aber ist diese Art der Erregung nicht ohne Bigotterie.

Es ist nämlich keineswegs so. dass in Deutschland in Sachen Versammlungsfreiheit alles in Bester Ordnung wäre.Wenn beim G8 Gipfel in Heiligendamm wahllos auf Demonstranten eingeprügelt wird, obwohl diese sich betont friedlich verhalten,und sogar Parolen wie Wir sind friedlich was seit ihr skandieren,oder beim Nato Gipfel mal eben die Freizügigkeit auf wenige hundert Meter eingeschränkt , und das Abkommen über den Schengen Raum ausgesetzt wird, hat das für mich nur noch wenig mit Demokratie und freier Ausübung des Demonstrationsrechts zu tun. Vielmehr zeigt hier Die Polizei ihre hässliche Fratze,und benötigt offenbar das Feindbild Demonstrant um um ihre Brutalität zu legitimieren.

Dabei können dann auch ganze Lebensläufe zerstört werden wie der Fall des friedlichen Demonstranten Stefan Berger Zeigt, dem ein Wasserwerfer in Heiligendamm gezielt auf den Kopf schoss, wodurch die Netzhaut seines Linken Auges zerstört wurde. Die Folge ist die Erblindung auf diesem Auge, sowie eine teilweise Berufsunfähigkeit.Bis heute wurde die verantwortliche Einsatzleitung für diese Schwere Körperverletzung nicht zur Verantwortung gezogen.Ausführliche Infos zum Fall in folgendem Video



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Nun bin ich mir natürlich bewusst, das der Vergleich zwischen Iran und der Bundesrepublik und dem Iran reichlich schief ist, den es ist ein Unterschied ob ich als Demonstrant für 24 Stunden in Gewahrsam genommen werde,oder ob ich im Evin Gefängnis schwerer Folter unterzogen werde.Dennoch ist Polizeigewalt bei Leibe keien Iranische Erfindung, und sie verfolgt in beiden Systemen das gleiche Ziel. Demonstranten sollen eingeschüchtert und durch Gewalt an der Ausübung ihres Demonmstrationsrechts gehinderet werden. Damit wird aber ein zentrles Grundrecht der Demokratie unterhölt,da ist es dann auch Egal ob dies in Kehl Straßburg oder Teheran geschieht.Das Ergebnis ist das selbe.

Einschränkend möchte ich aber hinterher schicken, das die Polizei selbstverständlich das Recht hat sich gegen Gewaltbereite Chaoten zur Wehr zu setzen. Wer Vermummt und mit einem Sack Ziegelsteine bewaffnet nach Straßburg einrückt, dem geht es nicht um die friedliche Ausübung seiner Verfassungsmäßigen Rechte, der will Krawall machen und sonst nichts. Allerdings ist auch hier die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

Fazit:

Ich bin Gegen Grundrechtseinschränkungen vor Demonstrationen,sowie gegen Grundlose Gewalt gegenüber friedlichen Demonstranten. gewalt ist nur gegen Steinewerfer aus dem Schwarzen Block zu einem gewissen Gerade legitim, und selbst hier ist die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Auch der Linksextreme Chaot hat ein verfassungsrechtlich verbrieftes Recht auf Körperliche unversehrtheit, und darf deshalb nicht mehr verletzt werden als unbedingt nötig. Dieses Recht hat natürlich auch der Polizist.

Letztlich müsste in einem funktionierenden Staat beiden Seiten der Prozess gemacht werden. Die Realität zeigt aber das meistens zwar der Schwarze Block verklagt wird, brutale Polizisten aber meist ungeschoren davon kommen.Warum das so ist müsste man mal untersuchen. Meine Vermutung ist, das ein gewisser Chorgeist die Polizisten vor Strafe schützt, getreu dem Motto Kollegen werden nicht rein geritten.Alles in Allem ist mehrt Dialog zwischen dem Saat und den Protestbewegungen wohl der einzige Weg, wobei ich zugebe das hier ein gewisser utopischer Überschuss mitschwingt.
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Volker Pispers zur Internetzensur



Das ich Gegen die in diesem Land kürzlich verabschiedete Internetzensur bin, habe ich ja bereits hinlänglich dargelegt. Vergleiche dazu hier und dort Die Einschränkung der Freiheit des Netzes ist auch der Grund warum ich bis auf weiteres die SPD boykottieren werde.Meine Geduld mit dieser im Siechtum befindlichen Partei ist aufgebraucht. Wie erbärmlich der Zustand der SPD ist zeigt für mich die Tatsache, das sich mittlerweile eine SPD Arbeitsgemeinschaft namens SozialdemokratInnen in der SPD gegründet hat. Eine gekonnte Provokation der Parteispitze.Leider reicht es nicht auf die SPD zu schimpfen, auch die Grünen haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Von CDU/CSU will ich garnicht reden.

Kurz und gut die Lage in diesem Politikfeld ist betrüblich, und es ist an der Zeit sich mit ein bischen Kabarett zu trösten. Diesen Job übernimmt Volker Pispers, der meiner Ansicht nach zu den besten seines Fachs in Deutschland zählt. Er rechnet erfrischend mit Madame Van der Leyen ab.

Viel Vergnügen!




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Mit der SPD bin ich fertig!

Mein Verhältnis zur SPD war schon immer zwiespältig. Erstens waren Sozialdemokratische Positionen die ersten mit denen ich in Berührung kam. nicht zuletzt weil meine Eltern beide Sozzialdemokraten sind.Geprägt dadurch aber auch aus eigenem Antrieb habe ich die SPD bislang alle Grausamkeiten verziehen.

Angefangen bei Hartz 4, den vielen Anti-Terror Gesetzen, der fragwürdigen Zustimmung zum Tornado Einsatz,bis hin zu der an sich auch schon inakzeptablen Online-Durchsuchung.Allerdings hat meine  Geduld Grenzen, und die sind jetzt erreicht.

Das die SPD die völlig sinnlose Internet-Zensur mit trägt bringt das Fass zum Überlaufen. Hier geht es nicht um Kinderschutz, schließlich bleibt der Schmutz ja Online und ist lediglich etwas schwerer erreichbar, sondern vielmehr um den Aufbau einer staatlichen Zensur Infrastruktur.

Wie recht die Gegner der Zensur damit haben zeigte sich ja bereits einen Tag nach der Abstimmung, als der Baden-Württembergische CDU- Generalsekretär Thomas Stobl just forderte die Zensur auf Killerspiele auszuweitenAuch der Innenpolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion Wifelspütz ist der Meinung man solle schnellstens auch andere kriminelle Inhalte sperren.

Was da entsteht ist eine Tyranei des Guten,in der Der Staat bestimmt was dem Internetuser zumutbar ist und was nicht.Selbstverantwortung Ade. In China wird übrigens genauso argumentiert.Der Staat hält das Netz frei von bösen Inhalten. 

Es zeigt sich also welch Büchse der Pandora hier geöffnet wurde, und es ist klar, das die Sozialdemokratie lieber gefährlich Symbolpolitik macht,statt die Verfassung und die Bürgerrechte zu schützen.

Ich stehe für diese Politik nicht mehr bereit. Der erste der dies zu spüren bekommen wird ist der hiesige SPD Bundestagsabgeordnete Bartol,der  noch nicht einmal den Mum aufbrachte sich zu enthalten.Kurz und Gut mit den Sozen bin ich bis auf weiteres fertig!
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Medienmacht und mediale Kreuzzüge in Lateinamerika



Schon einige male habe ich in den vergangen Jahren das Bolivarische Projekt von Hugo Chavez kritisiert. Diese Kritik behalte ich auch weiterhin aufrecht. Ich bin und bleibe der Ansicht, das sich autoritäre Anwandlungen, wie die Absetzung missliebiger Richter oder die Tatsache das sich  ein großer Teil des Umbaus eben nicht Bottem Up sondern im Gegenteil Top Down vollzieht, nicht mit den Basisdemokratischem und Revolutionärem Anspruch des Projekts vertragen. Richtig ist aber auch, das es der Chavismus mit einem hoch aktivem und politisch zu allem entschlossenen Konglomerat mehrer Medienkonzerne zu tun hat.

Das Folgende Feature des Deutschlandfunks mit dem Titel Lateinamerikas Medienkonzerne gibt hier eine sehr interessanten Einblick. geschildert werden nicht nur die aktuellen Venezolanischen Verhältnisse, sondern auch die Lage in weiteren Staaten des Subkontinents. Dabei werden auch historische Einschübe, wie etwa die Rolle der Medien beim Stürz Salvador Allendes 1973 nicht ausgespart.

Auch wenn das Feature insgesamt die Kritik an der Opposition ins Zentrum stellt,werden angenehmer weise auch die Schwächen der vorhandenen Gegenmacht in Venezuela nicht ausgespart. Es kommt also durchaus zur Sprache, dass viele Kommunale und Kooperative Radios in Venezuela trotz offiziell gewährter Unabhängigkeit Eingriffen durch den Staat ausgesetzt sind, und somit häufig echte Debatten verhindert werden.

Meine Kritik am System scheint also weiter berechtigt, Alles in allem ein sehr gutes Stück engagierter Radio Journalismus, den ich mir in dieser dezidiert Linken Ausprägung vom Deutschlandfunk nicht erwartet hätte.Ich empfehle jedem interessierten sich die Dreiviertelstunde Zeit zum Hören oder wenn die Zeit nicht reicht wenigstens zum lesen des Sendescripts zu nehmen.

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Iranische Geistlichkeit im Wartestand

Und weiter geht es mit meiner mittlerweile täglichen Reflexion und kleinen Zusammenfassung der Ereignisse, im Iran Thema des heutigen Posts soll die Geistlichkeit sein. Diese Nimmt in einer Theokratischen Republik logischerweise eine zentrale Stellung ein. Ihr Machtzentrum liegt dabei nicht in Teheran sondern in der 132 Kilometer südlich gelegenen Stadt Ghom.Hier sind die theologischen Hochschulen des Iran,hier schlägt gewissermaßen das Theologische und spirituelle Herz der islamischen Republik.

Dies merkt man der Stadt auch deutlich an, den sie ist extrem Konservativ, groß Heiß und ziemlich hässlich. Abgesehen von Maschad habe ich nirgends im Iran so viele Voll verschleierte Frauen gesehen. Aufgrund dieser Tatsachen könnten sich alle bisherigen Präsidenten stets auf Unterstützung durch die Theologen Verlassen, wobei Ahmadineschad für sie wohl eher Mittel zum Zweck war um die Wahl eines gemäßigten Nachfolgers des ungeliebten Chatamie zu Verhindern.Chatami selbst dürfte 2005 nach zwei Amtszeiten nämlich nicht mehr antreten Ansonsten aber war und ist der ehemalige Kommandeur der Revolutionsgarden den Geistlichen eher suspekt.

Dennoch ist es interessant und auch erstaunlich zu erleben wie sich die Geistlichen in Ghom nun verhalten. Sie befinden sich, so meine Wahrnehmung in einer Art Wartestand. Bis auf einen Ayatollah haben bislang alle führenden Theologen des Iran Ahmadineschad die sonst üblichen Glückwünsche zur Wahl verweigert, so berichtet es zumindest Peter Metzger, ARD Korrespondent in Teheran in folgendem Video. Das Schaltgespräch mit Metzeger beginnt übrigens bei 2:20 min.

video

einige geistliche haben sich auch schon offen auf die Seite der Opposition gestellt, wobei einem Mann besonders Gewicht zukommt. Es handelt sich dabei um Großayatollah Hussein Ali Montazeri. dieser ist nicht irgendwer.sondern äußerst Populär. Er war Teil der engsten Machtelite und wurde 1985 gar zu Chomeins Nachfolger auf den Posten des obersten Rechtsgelehrten bestimmt. Kurz vor dessen Tod wurde er dann wegen Kritik an Menschenrechtsverletzungen abgesetzt und lebt seit 1997 unter Hausarrest (Vgl.Wikepedia) Nun hat er die Präsidentenwahl in einem offenen Brief auf seiner Webseite scharf kritisiert. und das derzeitige Regime gar als Rechtswidrig bezeichnet. Eine Englische Übersetzung des Briefes findet sich an dieser Stelle

Unterdessen ist die Verhaftung des Populären Reform orientierten geistlichen und ehemaligen Vize Präsidenten Mohammed Ali Abtahi auf seiner übrigens auch in englisch verfügbaren Webseite bestätigt worden.

Die alles Zeigt Irans religöse Elite ist gespalten. Während eine anscheinend kleine Minderheit Ahmasineschad die Treue hält,wartet ein großer Teil ab, vermutlich um abzuschätzen mit welcher Strategie sich die aktuelle Krise am ehesten überleben lässt. Eine Kleine Gruppe hat den Rubikon aber bereits überschritten, darunter mindestens Montazeri Abtahi und Mehdi Karubi, der zweite reformorientierte Präsidentschaftskandidat, der ebenfalls Kleriker mit dem Rang eines Hodschatoleslam val Moslemin ist.

Trotz aller gebotenen Vorsicht dürften all dies Vorgänge  meiner Meinung nach die Chancen auf substanzielle Erfolge für das Reformlager deutlich erhöhen.
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Ränkespiele im Gottesstaat

Wenn man die Hintergründe der gegenwärtigen Ereignisse im Iran verstehen will, hilft es sich klar zu machen,dass der Iran ein Polyzentrisches System mit einer Vielzahl von Akteuren ist. Da gibt es Den Obersten Geistigen Führer Chameni, den Wächterat, den Expertenrat , den Schlichtungsrat in welchem Musawi Sitz und Stimme inne hat, sowie natürlich klassisch Republikanische Institutionen wie man sie aus Demokratien kennt. Eine überragende Rolle nimmt dabei Chamenei ein, der sich allerdings mit anderen Entscheidungsträgern im System befehdet.

"Er ist nicht nur eine Person. Er ist das Zentrum eines "Sammelbeckens der Macht"

so der Islamwissenschaftler Mehdi Khalaji, der einen lesenswerten Artikel für die Washington Post geschrieben hat.


Wie hier die Frontverläufe sind macht ein sehr informativer Artikel von Behrouz Khosrozadeh klar. Man lernt, das dass Trio Kahmanei Moussavi und Ex-Präsident Rafsandschani sich nicht nur seit Anbeginn der islamischen Republik kennen, sondern sich auch seitdem mit Inbrunst bekämpfen. ursprünglich gehörte auch Ayatollah Mohammad Hosseini Beheschti zum selben Zirkel, der wurde allerdings bereits 1981 ermordet .Der Artikel gibt einen guten Einblick in die Geschichte Dreier politischer Karieren und der islamischen Republik und bewertet zugleich die aktuellen Kräfte Verhältnisse zwischen Reformern und Hardlinern.

Dabei scheint sich insbesondere Die Lage Chameneis zu verschlechtern. Bahman Nirumand, meiner Wahrnehmung nach so etwas wie die Graue Eminenz deutschsprachiger Iran Analytik schreibt in der taz jedenfalls das heute Bereits auf den Sraßen Teherans Forderungen nach einer Absetzung des Revolutionsführers aufgetaucht seinen. Auffällig ist auch, dass sich bisher die meisten geistlichen Würdenträger geweigert haben dem angeblichen Wahlsieger Ahmadineschad zu grautilieren. Es erscheint also nicht gänzlich ausgeschlossen, dass es dem Lager um Mussawi gelingen könnte einen relevanten Teil der Theokratischen Elite auf seine Seite zu ziehen.

Rein institutionell hätte die Islamische Republik ein entsprechendes Gremium, welches zur Absetzung des Revolutionsführers befugt wäre vor geshen. Dies Aufgabe käme dem Expertenrat zu.Vorsitzender dessselben ist übrigens niemand anderes als Rafsandschani Bisher allerdings galt ein solcher Schritt als nahezu ausgeschlossen er wäre also ein ungeheurer Tabubruch, zugleich aber auch ein möglicher friedlicher Ausweg aus der Staatskrise.Ebenso möglich ist aber immernoch ein Blutbad, welches aber so Nirumands These allenfalls eine kurzzeitige Atempause für das Regime bedeuten würde.
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Twitter, Facebook und die Revolte im Iran

Skeptiker bezeichnen Twitter gerne als nutz und belanglos . Teilweise ist diese Kritik sicher auch nicht unberechtigt den Mitteilungen der Couleur Gehe jetzt was essen oder gehe aufs Klo sind tatsächlich Sinn frei. Dies übersieht aber das Twitter auch durchaus konstruktiv und höchst effektiv eingesetzt werden kann. Ich verfolge bespielsweise mehrere Internationale zeitungen auf diese Weise.

Überragend aber zeigt sich Twitters Potenzial  bei der Revolte im Iran. Hier wird Twitter zur Kommunikation und Koordination der Protest Aktivitäten genutzt. Ich persönlich folge 3 Accounts die interessante Gerüchte Stimmungen und Situations Beschreibungen verbreiten. In einer Diktatur ist das für westliche Beobachter äußerst interessant. Wer schon weiß wie Twiter funktioniert findet die Accounts Hier dort sowie an dieser Stelle.Alle Accounts werden übrigens überwiegend in Englisch geführt man braucht also keine Angst vor Farsi zu haben. Direkter kann man sich derzeit kein Bild der Lage machen, wobei man natürlich ein wenig darauf vertrauen muss das die Tweets auch authentisch sind, den hier ist kein Nachrichtenagentur die Infos überprüft dazwischen geschaltet.

Neben Twitter spielt aber auch Facebook eine  wichtige Rolle für die Protestler.Schön hat all dies die New York Times in einem Artikel Zusammengefasst. Dort wird  zum Beispiel deutlich wie weise es von Twitter war seinen Dienst von der eigenen Webseite zu entkoppeln, den dieser Umstand erschwert dem Regime die Zensur derzeit erheblich.

Sehr zu empfehlen ist auch der Iran Blog der Zeit, wo sehr aktuelle Meldungen und Gerüchte zur Lage gesammelt werden. Dort werden auch zwei  Videos aus dem Iran verlinkt, die einen Einblick geben mit welcher Vehemenz und Brutalität die Sicherheitskräfte gegen die Proteste Vorgehen Ich binde sie zum Abschluss ein    





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Henning Schmidt | , , | Kommentar schreiben

Präsidentschaftswahlen im Iran!

Vor 2 Tagen hat der Iran seinen Präsidenten gewählt. Ich gebe zu das ich über den Ausgang recht enttäuscht bin, hatte ich doch auf ein wenig Wandel durch die Wahl des Reformkandidaten Mir Houssein Mussawi gehofft. Mit ihm an der Spitze der Exekutive wären zumindest bescheidende Fortschritte im Bereich der Menschen und Bürgerrechte denkbar. Den großen Durchbruch aber brächte auch Mussawi nicht. Immerhiin war er zwischen 1981-1989 Premierminister und enger Vertrauter des Revolutionsführers.In den Vergangenen Jahrzehnten war er Mitglied im Schlichtungsrat. Dieser vermittelt bei Streitigkeiten zwischen Parlament und Wächterat. Auf Deutschland übertragen handelt es sich also quasi um den Vermitlungsausschuss der Islamischen Republik.

Gespalten bin ich in der Frage der Wahlfälschung. Man kann im Iran zwar davon ausgehen, dass Wahlen alles andere als Frei sind, ob sich 9 Millionen Stimmen für Ahmadineschad allerdings mal eben im Wege der Wahlfälschung aus dem Hut zaubern lassen bezweifele ich.Es ist keineswegs so, dass das bestehende System im Iran gänzlich ohne Anhänger wäre. Gerade die Verarmte Landbevölkerung stützt sowohl Ahmadineschad als auch das System an sich. System kritisch sind nach meinen Erfahrungen aus Zwei Exkursionen vor allem Junge gut gebildete Stadtbewohner aus den Mittelschichten. Doch wer die Stadt kontrolliert wird im Iran nicht zwingend Präsident.

Die aktuellen Unruhen Zeigen allerdings deutlich wie viel Wut sich im Iran inzwischen angestaut hat , und wie tief inzwischen der Riss zwischen den Konservativen und den Reformern im Staatsapparat zu sein scheint.Dieser Riss gefährdet offenbar mittlerweile auch die Machtposition des Obersten Rechtsgelehrten Seyyed Alī Chāmene'ī , wie Dieter Bednarz in einem lesenswerten Essay analysiert.

Wie es im Iran weitergeht kann man zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Meine Überzeugung ist, das dieser Staat auf jeden Fall an seinen inneren Problemen scheitern wird. Ob die Zeit dafür jetzt in 5 10 oder 15 Jahren reif ist wird sich erweisen.
Henning Schmidt | , | 1 Kommentar
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