Hochqualifiziert und dennoch chancenlos ! Behinderte Akademiker in Deutschland!



Das folgende Video darf ich mir nicht zu oft ansehen, denn es bestätigt alle meine pessimistischen Annahmen über die schlechten Chancen selbst  von  hochqualifizierten. Schwerbehinderten  auf  dem freien Arbeitsmarkt.Das Magazin Kontraste bestätigt, dass die Wirtschaft überwiegend lieber eine Abgabe zahlt, als die gesetzliche Quote zu erfüllen. Die Folge ist, so Kontraste weiter,  das sich die Chancen für Schwerbehinderte Akademiker mitten im Boom verschlechtern statt sich zu verbessern.Einerseits ist es befriedigend zu wissen,dass man die Welt nicht vollkommen falsch wahrgenommen hat. Andererseits verstärkt so ein Befund Zukunftsängste bei mir und vielen anderen Betroffen. Was kann man also tun?Ich sehe ehrlich gesagt nur 2 kurzfristige Lösungen:

1. Abschaffung des Schlupflochs Abgabe und gesetzliche Verpflichtung aller Betriebe ihre Quote zu erfüllen.

2. Drastische Erhöhung der Abgabe, damit es sich künftig schlicht und einfach  ökonomisch nicht mehr lohnt die Quote nicht zu erfüllen, sondern im Gegenteil billiger einen Behinderten zu integrieren.

Ich gehe davon aus, dass wenn überhaupt nur Variante zwei Vorstellbar ist, den Variante eins wäre eventuell ein zu drastischer,juristisch nicht durchsetzbarer Eingriff in die Freiheit des Unternehmertums. Langfristig braucht es nicht weniger als  einen Mentalitätswandel in der Wirtschaft, damit Behinderte endlich als im Rahmen ihrer individuellen Grenzen Leistungsfähig und produktiv anerkannt werden, statt nur als Klotz am Bein wahrgenommen zu werden.




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Henning Schmidt |

1 Kommentar:

  1. Kann ich als ebenfalls schwerbehinderte Akademikerin alles nur bestätigen! Das Krasse ist aber, dass es im öffentlichen Dienst genauso läuft, obwohl hier Schwerbehinderte eigentlich bevorzugt eingestellt werden müssten! Meiner Erfahrung nach wird man mit einer Schwerbehinderung zwar stets zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hat aber dort von vornherein keine Chance, weil immer Gründe gefunden werden können, warum jemand anderes "besser geeignet" ist. Dieses ganze Vorgehen sehe ich eigentlich eher als Benachteiligung Behinderter, die immerhin den Aufwand des Bewerbungsgespräches tragen müssen.
    Da man meine Behinderung nicht erkennt, werde ich diese ab sofort auch nicht mehr angeben! Denn meine Erfahrung spricht für sich: bis heute insgesamt 48 Bewerbungen (ca. 1/3 öffentlicher Dienst, ca. 2/3 nicht-öffentlicher Bereich), 7 Vorstellungsgespräche im öffentlichen Dienst (Behinderung vorher angegeben) mit keinem Erfolg, 6 Vorstellungsgespräche im nicht-öffentlichen Bereich (Behinderung nicht angegeben) mit 3 Zusagen!
    Ist doch alles eine riesengroße Ungerechtigkeit!!!

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