International erfolgreich und trotzdem pleite - Frauenfußball in den USA


Die Frauenfußballmahnschaft der USA war bei der WM in Deutschland so erfolgreich wie seit 12 Jahren nicht mehr und scheiterte nach einem begeisternden Spiel erst an Deutschlandbezwinger Japan.Man sollte meinen das ein solcher Erfolg auch einen Boom für den heimischen Spielbetrieb nach sich ziehen würde. Die Stimmung in der Liga ist laut der taz  auch tatsächlich gut. Betrüblich ist hingegen die wirtschaftliche Entwicklung der Womens professional soccer league (WPS ) sie hat viel zu wenige Zuschauer,demzufolge zu wenig Umsatz und ist deshalb entgegegen ihrem eigenen Anspruch weit davon entfernt auch nur annähernd rentabel zu  sein. Die Rettung soll jetzt der Ausbruch aus der Vorstadtnische  bringen. Neue Zuschauergruppen sollen gewonnen werden und dafür sorgen,dass  Soccer irgendwann mal mehr wird als der Sport für kleine Mädchen und ihre Mütter.

Ich persönlich bezweifle ja,dass dies jemals gelingen wird.Welche externen Faktoren kann man den noch nutzen,  um den Sport zu popularisieren,wenn schon eine Vizeweltmeisterschaft dies nicht vermag? oberhalb der Vizeweltmeisterschaft ist nur noch  wenig Luft vorhanden. Offenbar hoffen jetzt alle auf einen Olympiasieg 2012 als Initalzündung. Wenn dieser gelingt und tatsächlich erst dann der große Boom eintritt, so fände ich dies einigermaßen paradox. Schließlich zählt ein Olympiasieg zumindest im Männerfußball viel weniger als eine sehr gute WM. Es mag aber sein, dass sich dies im Frauenfußball  etwas anders darstellt. Insgesamt glaube ich aber eher an kulturelle Barrieren,anstelle von rationellen Gründen für die Schwäche des soccer in den USA. Die traditionellen Sportarten sind so verwurzelt, dass Fußball wahrscheinlich auf ewig mehr oder wenig Randsportart bleiben wird undzwar sowohl im Frauen als auch Männerbereich.

Das gilt allerdings umgekehrt auch für den American Football in Deutschland und Europa. Der Versuch diesen mit massivem Geldeinsatz in Form der NFL Europe zu populariseren ist ja auch weitgehend gescheitert. Übrig bleibt die sympatische aber bestenfalls semiprofessionelle German Football League ,bei deren Spielen sich bis auf wenige Ausnahmen wie Kiel oder Braunschweig nur wenige hundert Fans verlieren. In Marburg  pilgern wenn es hoch kommt zu Spitzenspiele maximal 2500 Zuschauer, obwohl das Team quasi der Serienmeister der Südgruppe der Liga ist und zuverlässig mindestens das Halbfinale der Playoffs erreicht. Mit schlechter Leistung hat das nix mehr zu tun. American Football gehört irgendwie nicht auf diesen Kontinet, da kann man sich auf den Kopf stellen und wird trotzdem nichts daran ändern können.

Ich würde mich allerdings freuen wenn ich mich irre, den sowohl die europäischen American Football Spieler also auch die Fußballerinnen und Fußballer des Amerikanischen Kontinents hätten mehr Professionalismus und Aufmarksamkeit durchaus verdient !


Henning Schmidt |

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